Formel 1

Fehler abstellen, Chancen nutzen - Williams: Siege sind möglich

Mike Coughlan ist zuversichtlich, dass Williams die Erfolge des Vorjahres wiederholen kann. Das Auto sei mindestens genauso konkurrenzfähig, wenn nicht besser.
von Olaf Mehlhose

Motorsport-Magazin.com - 2012 kehrte Williams nach mehrjähriger Durststrecke in die Erfolgsspur zurück. Höhepunkt einer ermutigenden Saison war der Sieg von Pastor Maldonado in Barcelona. Und das Team von Sir Frank Williams hat offenbar Blut geleckt: 2013 sollen weitere Highlights folgen. Technik-Direktor Mike Coughlan ist davon überzeugt, dass die Truppe aus Grove genügend Potenzial besitzt, um erneut den Sprung auf den Platz ganz oben auf dem Siegerpodest zu schaffen. "Ja, das tue ich", antwortete er auf die Frage, ob er glaube, dass Williams 2013 in der Lage sei, ein weiteres Rennen zu gewinnen.

Wer die Reifen in Melbourne in den Griff bekommt, hat eine gute Chance, auf dem Podium zu stehen.
Mike Coughlan

Ob es schon in Australien so weit ist, konnte der Engländer allerdings nicht sagen. Seiner Meinung nach spielt die Handhabung der Pirelli-Pneus beim ersten Rennen des neuen Jahres eine Schlüsselrolle. "Wer die Reifen in Melbourne in den Griff bekommt, hat eine gute Chance, auf dem Podium zu stehen. Bei den Tests haben wir deshalb hart daran gearbeitet, die Reifen zu verstehen." Grundvoraussetzung für einen Erfolg sei es für Williams jedoch die Fehler zu minimieren. "Im letzten Jahr waren wir mehrmals in einer guten Position, um in die Punkte oder aufs Podium zu fahren, aber wir haben als Team enttäuscht."

Das dürfe sich in diesem Jahr nicht wiederholen. "Wir müssen sicherstellen, dass wir die gefragte Leistung abliefern, sobald die Möglichkeit besteht, ein gutes Ergebnis einzufahren." Zuversichtlich stimmt Coughlan vor allem das neue Auto. Der FW35 besitze alle Stärken seines Vorgängers, es sei aber gelungen, die Schwachstellen bei der Aerodynamik auszumerzen - das hätten Maldonado und Valtteri Bottas nach den Testfahrten in Spanien bestätigt. "Unserer Meinung nach sind wir mindestens so konkurrenzfähig wie im letzten Jahr, vielleicht sind wir sogar noch einen Tick näher an den Teams an der Spitze", sagte er.

Wir müssen sicherstellen, dass wir die gefragte Leistung abliefern, sobald die Möglichkeit besteht, ein gutes Ergebnis einzufahren.
Mike Coughlan

Positiv bemerkbar macht sich zudem der Einfluss von Chef-Renningenieur Xevi Pujolar, der beim britischen Traditionsteam die Nachfolge von Mark Gillan antrat. Um an den Rennwochenenden die maximale Leistung herauszuholen, seien die Verantwortlichkeiten neu verteilt worden, erklärte Coughlan. "Ich habe ihm [Pujolar] gesagt, ich will nicht, dass er sich um die Konstruktion des Autos kümmert, sondern einzig auf die Performance konzentriert. Seine Jobbeschreibung ist einfach: Er holt die größtmögliche Leistung aus dem Auto heraus, sobald es an der Strecke ist", erläuterte der Brite bei Autosport. "Mein Aufgabebereich umfasst den Bau, den Betrieb und die Zuverlässigkeit des Autos."


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