Formel 1

Streit um Team Lotus - Lotus Racing geht vor Gericht

Lotus Racing CEO Riad Asmat versucht, Licht in das Markendunkel rund um sein Team zu bringen. Aus seiner Sicht ist alles in Ordnung.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Am Freitag gab Lotus Racing bekannt, dass es die Rechte am Teamnamen "Team Lotus" von "Team Lotus Ventures" erworben habe. Am Montag ficht die Lotus Group in Zusammenarbeit mit deren Besitzer Proton die Nutzungsrechte der Marke "Lotus" durch das Team von Tony Fernandes an. Dieses habe nur für 2010 eine Lizenz erhalten, den Namen "Lotus F1 Racing" zu verwenden. Für 2011 verweigere man die Nutzung.

Das Team leitete deshalb am Montag juristische Schritte in England ein, um klarzustellen, dass "Team Lotus Ventures" von David Hunt die Rechte besitzt, um den Markennamen an das Team zu verkaufen. "David wurde einige Male angesprochen, ob er die Rechte verkaufen würde, auch von Proton/Group Lotus", erklärte Lotus Racing CEO Riad Asmat.

Lizenzen & Marken

Vor Kurzem habe die Lotus Group auch versucht, den Namen Team Lotus als Markennamen zu registrieren, allerdings blieb dieser Versuch erfolglos. Die Lizenz an Lotus Racing war laut Asmat von Anfang an auf ein Jahr ausgelegt und beinhaltete ein Sponsoring in Höhe von 1,5% des Jahresbudgets durch Proton. Es habe nie Gespräche über eine Verlängerung gegeben.

In der Lizenzvereinbarung habe die Lotus Gruppe 1Malaysia Racing darauf hingewiesen, dass die Lizenz explizit nicht die Nutzung des Namens "Team Lotus" beinhalte und diese nicht erlaubt sei - dies sei vertraglich festgehalten. Die Rechte an diesem Namen seien seit 1985 nicht mehr im Besitz der Lotus Gruppe. Die Auflösung der aktuellen Lizenz basiert laut Asmat auf kleineren Punkten wie der Freigabe von T-Shirt-Designs.


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