"Wir haben einen kleinen Fehler in Q1 gemacht. Wir sind mit den weichen Reifen raus, dann hat es angefangen zu regnen, wir sind sofort rein und dann wieder raus. Ich wusste nicht, dass mir mein Ingenieur noch mal den Option draufgegeben hatte, somit hatte ich keinen neuen Reifen mehr in Q3", erzählte Nico Hülkenberg. Der Williams-Pilot geht von Startplatz neun ins Rennen. Hinter ihm in der Startaufstellung steht mit Fernando Alonso ein zweifacher Champion. Doch der Deutsche macht sich noch keinen Kopf wegen dem Start.

"Ich schau auf mich selbst. Wer weiß, ob wir morgen auf Trockenreifen starten oder nicht doch hinter dem Safetycar. Ich muss morgen schauen und mich auf die jeweilige Situation einstellen", erklärte der Williams-Pilot. Hülkenberg hat sein Auto für den Fall eines Regenrennens etwas weicher abgestimmt. "Die härtere Abstimmung funktioniert im Nassen nicht. Ich denke, man muss morgen flexibel sein, denn es wird wie heute wieder wechselhaft werden", sagte der Deutsche und fügte hinzu: "Man kann bei so einem Lotteriespiel viel gewinnen oder viel verlieren."

In Sachen Regenreifen macht sich Hülkenberg im Gegensatz zu manch anderem Kollegen keine Sorgen. "Wir haben alle gleich viele Regenreifen. Nur die Reifen, die Bridgestone hierher gebracht hat, sind ziemlich weich und geben schnell auf. Es kann durchaus sein, dass wir alle fünf Sätze morgen aufbrauchen werden. Aber meine Reifen sind komplett neu", verriet der Deutsche. Mit seiner Runde in Q3 war er zufrieden, auch wenn er diese auf gebrauchten Reifen fuhr. "Meine Runde war gut, aber mit neuen Reifen wäre heute sicherlich mehr drin gewesen. Mein Reifen hatte schon zwei, drei Runden drauf, dementsprechend war die Balance und der Grip nicht mehr so gut", erklärte Hülkenberg.

Zukunft bei Williams

Der Deutsche überlegte kurz auf die härteren Reifen zu wechseln, entschied sich dann aber dagegen. "Es gab Überleguungen mit meinem Ingenieur, aber wir haben es dann nicht gemacht. Denn wenn es morgen trocken ist und ein Safetycar kommt, dann bist du mit den weichen Reifen besser dran, weil du dann auf die härteren Reifen wechseln kannst. Wir denken, dass der weichere Reifen der Schlechtere ist und es besser ist, wenn man den gleich am Anfang des Rennens aus dem Weg hat und dann das Rennen mit den stabileren, härteren Reifen bestreitet", verriet Hülkenberg.

Generell ist der Deutsche aber mit der Performance des Teams zufrieden. Speziell in den letzten Rennen habe man sich zu einem Top-10-Team entwickelt. Auch 2011 wird der Deutsche für Williams an den Start gehen. "Ich bleibe bei Williams. Wo soll es sonst auch hingehen? Alle Top-Teams sind voll. Sicher wir haben unter allen Erwartungen angefangen, aber das Team hat gut gearbeitet und die letzten drei bis fünf Rennen konnten wir aus eigener Kraft in die Top-10 fahren. Das ist ein gutes Zeichen vom Team", so Hülkenberg.