Die MotoGP-Saison 2026 verläuft weiterhin so gar nicht nach dem Geschmack von Marc Marquez. Nach durchwachsenen Auftaktrennen in Thailand und Brasilien verkam nun auch der Samstag im geliebten Austin zum vollständigen Desaster: Keine Punkte, dafür aber eine Strafe!

Los ging es bereits im Qualifying. Dort wurde Marquez ausgerechnet von WM-Gegner Marco Bezzecchi auf einer fliegenden Runde behindert und wurde wenig später von Enea Bastianini des Gleichen beschuldigt. Während Bezzecchi - ebenso wie Luca Marini - für schuldig befunden und am Samstagabend deshalb mit einer Gridstrafe für das Rennen am Sonntag belegt wurde, kam Marquez hier noch mit einem blauen Auge davon. Die Stewards um Simon Crafar beließen es bei einer Verwarnung. Damit sollte das Glück des Ducati-Piloten dann aber auch aufgebraucht sein.

Gebrauchter Tag in Austin: Marc Marquez schießt Fabio Di Giannantonio ab

Nur von Startplatz sechs in den Sprint gehend, geriet Marquez gleich in Runde eins mit Fabio Di Giannantonio aneinander. Der Polesitter, der sich bereits vergangene Woche in Brasilien hart mit Marquez bekämpft hatte, war schlecht gestartet und dadurch auf den ersten Metern hinter die Nummer 93 zurückgefallen. Schon in den 'Esses' holte sich 'Diggia' die Position gegen Marquez aber mit einem überraschenden Manöver zurück. Letzterer setzte am Ende der Gegengeraden zum Konter an, bremste aber zu spät, kam zu Sturz und räumte auf dem Weg in die Auslaufzone auch noch Di Giannantonio ab. Beide fuhren nochmal weiter, das Rennen war damit aber gelaufen.

"Es war ein harter Tag", bilanzierte der MotoGP-Superstar am Samstagabend dann sichtlich bedient. Die Kollision mit Di Giannantonio nahm er sofort auf die eigene Kappe. "Ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe mich verschätzt, wie stark der Windschatten von drei Fahrern wirken würde. Ich wollte erst weit gehen, weil es eine große Chance gab, dass ich anderenfalls hart in die Seite von 'Diggia' krachen würde, aber außen war kein Platz. Also wollte ich innen durch und dann geradeaus in die Auslaufzone fahren. Das Problem ist aber, dass ich in der Kurvenmitte über eine Bodenwelle gefahren bin und dadurch die Front verloren habe", analysierte er und gestand: "Ein Sturz tut immer weh, besonders aber mit einem anderen Fahrer. Du willst niemals das Rennen eines anderen Fahrers zerstören."

MotoGP-Strafe für Marc Marquez: Longlap-Strafe im USA-GP

Marquez ahnte zu diesem Zeitpunkt schon, dass ihm für den Grand Prix am Sonntag nun doch noch eine Strafe blühen würde. Und tatsächlich kurz nach 23 Uhr MEZ sprachen die MotoGP-Stewards eine Longlap gegen die Nummer 93 aus. Marquez akzeptierte dies auch sofort. "Ich versuche immer, fair zu fahren. Heute habe ich einen Fehler gemacht und muss dafür bestraft werden. Morgen werde ich meine Strafe absitzen", erklärte er noch vor Bekanntwerden des Urteils der Stewards in seiner Medienrunde. Di Giannantonio nahm das Ganze übrigens sportlich. "Ich habe keine Zeit, um sich aufzuregen. Es gibt zu viele andere Positive. Morgen habe ich eine weitere Chance", erklärte er gegenüber Motorsport-Magazin.com .

Der VR46-Pilot darf am Sonntag schließlich erneut von der Pole Position losfahren und hat den ersten MotoGP-Triumph seit Katar 2023 weiter im Blick. Sieg Nummer acht im geliebten Austin ist für Marquez derweil in weite Ferne gerückt. Der "Überlebensmodus" sei nun angesagt, denn selbst ohne Strafe wäre es wohl schwer geworden. Warum? Ganz einfach: "Ich habe hier wirklich zu kämpfen, speziell in Sektor eins. Das ist einer der körperlich anstrengendsten Sektoren im ganzen Kalender und deshalb habe ich dort große Probleme."

Was meint ihr: Was ist für einen körperlich angeschlagenen Marc Marquez mit Longlap-Penalty im USA-Grand-Prix noch möglich? Sagt es uns in den Kommentaren!

Starke Schmerzen! MotoGP-Crash mit Folgen für Marc Marquez (06:50 Min.)