Jede Menge wütende Handgesten waren in den finalen Minuten des MotoGP-Qualifyings von Austin zu sehen. Zunächst beschwerte sich Marc Marquez über die bummelnden VR46-Academy-Kumpels Luca Marini und Marco Bezzecchi, dann Enea Bastianini wiederum über Marquez und schlussendlich auch noch Francesco Bagnaia über einen langsam fahrenden Ai Ogura.

Rückversetzungen für Marco Bezzecchi und Luca Marini

Die MotoGP-Stewards rund um Simon Crafar leiteten sofort Untersuchungen in allen drei Fällen ein. Kurz nach 14 Uhr Ortszeit in Austin gab es dann auch Urteile: Bezzecchi und Marini wurden für ihre Blockade gegen Marc Marquez bestraft.

Beide Fahrer haben laut Ansicht der Stewards mit langsamer Fahrt auf der Ideallinie gegen Artikel 1.21.2 des Sportlichen Reglements verstoßen. Sie wurden jeweils mit einer Rückversetzung um zwei Positionen für das Rennen in Austin am Sonntag belegt. Bezzecchi startet damit von Platz vier, Marini von Rang elf.

Mildernde Umstände bei MotoGP-Strafen

In beiden Fällen wurden mildernde Umstände berücksichtigt, da sowohl Marini als auch Bezzecchi ihrerseits von anderen Fahrern gebremst wurden. Im Fall von Bezzecchi war es Marini, in dessen Fall wiederum Ogura. Ohne mildernde Umstände wäre es für beide Fahrer um einen weiteren Startplatz nach hinten gegangen.

Ogura blieb straffrei, während Marc Marquez mit einer Verwarnung davonkam. Auch der Ducati-Star war im Qualifying langsam unterwegs, allerdings abseits der Ideallinie. Marquez signalisierte seine Linienwahl aber nicht wie vorgesehen, weshalb Bastianini dennoch irritiert wurde. Da sich Marquez aber grundsätzlich im richtigen Teil der Strecke befunden hatte, beließen es die Stewards bei einer Verwarnung. Im Fall eines erneuten derartigen Vergehens wird aber auch er bestraft.

Den vollständigen Bericht zum MotoGP-Qualifying findet ihr hier: