Wie bereit ist Marc Marquez für seine Mission Titelverteidigung? Dies ist beim Renncomeback nach seiner Verletzung in Indonesien im Vorjahr vor allem eine Frage der Gesundheit und Fitness. Vor dem Auftakt beim Thailand GP gibt der MotoGP-Weltmeister zu, dass es Einschränkungen geben könnte. Ein wichtiger Baustein seines Bikes wurde auch deswegen verändert, damit er leichter fahren kann.
Marc Marquez unsicher: Weiß nicht, wie 100 Prozent mit diesem Arm aussehen
Eigentlich hörte sich der Ducati-Star nach Stürzen und Magenerkrankung beim Test ein paar Tage später bereits optimistisch an. "Ich fühle mich nun immer besser. Der Prozess meiner Genesung hat diese Saisonvorbereitung etwas schwieriger gemacht, um präzise in meiner Rückmeldung zu sein und immer auf gleiche Weise zu fahren. So ein Test ist körperlich immer härter als ein Rennwochenende. Ich erwarte mir, dass ich hier gut loslegen kann", meinte die Nummer 93. Diese Belastung würde er nun nicht mehr vorfinden: "Ein Test ist immer das Schwierigste, wenn du dich nicht wohlfühlst. Es ist immer Stop and Go, du musst über 6 Stunden am Stück auf der Höhe bleiben. Das ist sehr schwierig."

Doch ganz so einfach scheint sich die Sache auch nach den überstandenen Testmühen nicht zu gestalten. Erneut betont Marc Marquez, dass die Folgen seines Unfalls sich als deutlich hartnäckiger erweisen, als zunächst gedacht: "Die Verletzung in Indonesien sah zu Beginn leicht aus, aber sie war es nicht. Es hat Zeit gebraucht. Dass es wieder die rechte Schulter war, hat es noch verlängert. Ich habe noch Spielraum zur Verbesserung in den nächsten Rennen, aber ich weiß nicht, wie 100 Prozent dieses Arms aussehen werden. Ich mache also einfach weiter und will in einem Rennwochenende sehen, wo ich stehe."
Wie wir es von Marc Marquez kennen, wies er die Favoritenrolle für dieses erste Wochenende von sich. Damit war er aber keineswegs allein. Mehr dazu hier:
Ducati fährt Saison 2026 mit 2024er-Aero: Wegen Arm von Marc Marquez?
Es ist also gar nicht klar, ob der Weltmeister wieder zu alter Stärke im rechten Arm finden kann. Diese Unsicherheit ging mit einem anderen wichtigen Prozess der Tests einher. Marquez erwähnte erneut, dass seine technische Rückmeldung aufgrund der Probleme mit der Gesundheit eingeschränkt war. Erst am letzten Tag der Testfahrten fiel Ducati die Entscheidung, dass die Saison mit dem alten Aerodynamik-Paket von 2024 bestritten wird. Offenbar war der rechte Arm des Superstars dabei ein Faktor. "Was den Schritt zurück in der Aerodynamik angeht. Einer der Gründe ist, dass ich das Bike momentan nicht so fahren kann, wie ich es letztes Jahr tat. Die 2025er-Aero macht das Bike etwas schwerfälliger und damit körperlich anspruchsvoller", gab er preis.

Macht Ducati das Bike also absichtlich langsamer, damit Marc Marquez damit über die Runden kommt? So wollte es der Spanier definitiv nicht verstanden wissen: "Ich versuche einfach meinen Fahrstil meinem körperlichen Zustand anzupassen. Das heißt aber nicht, dass das nicht gut funktioniert. Beide [Aero-]Varianten funktionieren auf unterschiedliche Art und Weise gut. Es ist eine meiner Fähigkeiten, mich an das anzupassen, was ich habe und brauche." Es wäre tatsächlich nicht das erste Mal, dass sich der Ausnahmekönner neu erfindet und erfolgreich ist.
Marc Marquez war auch Thema in unserem neuen Interwetten MotoGP-Magazin mit Tom Lüthi. Die erste Ausgabe mit Ausblick auf die Saison 2026 seht ihr hier:



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