Für MotoGP-Weltmeister Marc Marquez begann der erste Testtag in Buriram alles andere als rosig. Und das galt sogar schon vor seiner ersten Ausfahrt auf die Strecke. Es folgten dann gleich zwei Stürze. Der Grund dafür ist unangenehm.

Zwei Stürze! Der Magen versaut Marc Marquez den MotoGP-Testtag

Der Ducati-Star hatte am Samstag mit seinem Körper zu kämpfen. Das Bezog sich aber keineswegs auf die Folgen seiner letzten schweren Verletzung, von der er erst zum Sepang-Test vor zwei Wochen zurückgekehrt war. Vielmehr rebellierte etwas anderes. "Das war ein sehr schwieriger Tag für mich, besonders weil ich schon am Morgen bei Klingeln des Weckers ein schlechtes Gefühl im Magen hatte", berichtete der Spanier.

Eine Magenverstimmung macht das Pilotieren eines MotoGP-Bikes nicht gerade einfacher. Das musste er sofort knallhart feststellen: "Da hatte ich einfach nicht genug Energie, um fokussiert und konzentriert zu sein. Sofort fingen wir so schlecht an, wie es nur möglich war, mit diesem Sturz in Kurve 12. Die weißen Linien waren sehr rutschig, darüber haben sich schon viele Fahrer aufgeregt. Ich bin darauf gestürzt." Ein klassischer Fehler also, der bei voller Konzentration wohl nicht passiert wäre.

Hoffnung auf Besserung: Ducati braucht Rückmeldung von Marc Marquez am Sonntag

Wenig später folgte dann ein weiteres Date mit dem Asphalt, diesmal in Kurve 15. Die gute Nachricht: Marquez blieb unverletzt. Außerdem besteht berechtigte Hoffnung auf Besserung. "Im Verlauf des Tages hatte ich dann weiter mit meinem körperlichen Zustand zu kämpfen. Nach der Mittagspause ist mein Körper aber dann ein bisschen aufgewacht und ich fühlte mich besser. Ich erwarte mir, dass es morgen noch etwas besser gehen wird", hinterließ die Nummer 93 keinen Zweifel an einer Teilnahme beim zweiten Testtag in Thailand. In der Schlussphase fuhr er dann sogar noch die zweitschnellste Runde. Für die Testarbeit braucht es aber volle Konzentration über viele Runden hinweg.

Marc Marquez im MotoGP-Test in Thailand
Marc Marquez konnte nach den Stürzen wieder fahren, Foto: IMAGO / NurPhoto

Ducati benötigt weitere Vergleichstest. Immer noch ist sich die Truppe um Gigi Dall'Igna nicht schlüssig, welche Aero-Konfiguration für die Saison 2026 gewählt werden soll. Die Rückmeldung des Starpiloten wird also gebraucht. Der Samstag war auch in dieser Hinsicht zum Teil im Magengrummeln verloren gegangen. "Die Informationen von heute sollten wir mit Vorsicht genießen, denn ich bin nicht richtig gut gefahren. Morgen erwarte ich mir, in besserem Zustand auch besser für Ducati arbeiten zu können", kommentierte Marquez. Es wird also mit Spannung zu beobachten sein, welche Flügel zum Saisonstart aus der Desmosedici GP26 wachsen.

Selbst wenn es dann ein wenig im Magen zwickt, so würde Fabio Quartararo derzeit wohl liebend gerne mit Marc Marquez tauschen wollen. Der Frust des Franzosen über die V4-Yamaha ist riesengroß. Mehr dazu hier: