Ganz oder gar nicht, anders scheint es bei Francesco Bagnaia in der MotoGP-Saison 2025 nicht mehr zu gehen. Totalausfälle in Misano, Mandalika und Phillip Island, dazwischen das Triple aus Pole Position, Sprint- und Grand-Prix-Sieg in Motegi - so lauteten die letzten Resultate des 28-jährigen Italieners. Und nach dem abermaligen Debakel im Australien-GP vor einer Woche scheint es an diesem Wochenende in Sepang wieder das Maximum zu werden. Auf die Pole Position ließ Bagnaia am Nachmittag auch den Sprintsieg folgen. Womöglich ein besonders wichtiger Tag im so durchwachsenen Jahr 2025 für die Startnummer 63.

"Diese hier", antwortete Bagnaia nach seinem dritten Sprintsieg der laufenden Saison auf die Frage, ob ihm die Resulate aus Motegi oder Sepang mehr bedeuten würden. Warum? Ganz einfach: "In Japan hatte ich das beste Gefühl überhaupt in diesem Jahr, sehr ähnlich zur letzten Saison. Hier ist das noch nicht der Fall. Japan hat uns rückblickend nur noch mehr verwirrt." Die Probleme der letzten Monate sind also nicht verwunschen, aber der Ducati-Star schaffte es jetzt auch erstmals, mit ihnen schnell zu sein. "Hier ist uns dieses Ergebnis gelungen, weil wir seit Mandalika kontinuierlich gearbeitet haben. Wir haben nur Kleinigkeiten verändert."

Ducati-Probleme breiten sich aus: Nicht nur Bagnaia betroffen! (06:15 Min.)

Sepang-Qualifying als Schlüssel: Francesco Bagnaia nun auf richtigem Weg?

Nachdem sich Bagnaia und das Ducati-Team zuvor monatelang im Kreis gedreht hatten, hatte tatsächlich schon das Rennen auf Phillip Island eine kleine Trendwende angedeutet und diese bestätigte sich nun auf dem Sepang International Circuit, auch wenn der Freitag erstmal nicht nach Plan verlief. Dort verpasste Bagnaia im Training die Top-Zehn, musste somit schon in Q1 ran. Die zusätzlichen 15 Minuten Streckenzeit entpuppten sich aber als gerngesehene Unterstützung: "Wir haben heute ein paar Veränderungen vorgenommen, die geholfen haben. Im Qualifying haben wir einen weiteren Schritt gemacht und im Sprint dann nochmal."

Mit den Erfahrungen aus Q1 konnte Bagnaia sogar mit nur einem Run in Q2 auf die Pole Position stürmen. Der Schlüssel für den Sprinterfolg. "Wenn ich heute weiter hinten gestartet wäre, hätte ich wahrscheinlich nicht gewonnen", gab er offen und ehrlich zu. Aber "ich denke, dass ich etwas mehr als üblich hätte kämpfen können, weil ich in Summe konkurrenzfähiger bin." Ist der zweimalige MotoGP-Weltmeister also endlich auf dem richtigen Weg? "Wir bauen Schritt für Schritt mehr Performance und mehr Speed auf. Vielleicht haben wir jetzt verstanden, was da vor sich geht. Aber sicher sind wir uns nicht", wollte Bagnaia kein finales Urteil fällen.

Francesco Bagnaia erlebt in Sepang bislang wieder ein erfreuliches Wochenende, Foto: IMAGO / PsnewZ
Francesco Bagnaia erlebt in Sepang bislang wieder ein erfreuliches Wochenende, Foto: IMAGO / PsnewZ

Vermutlich verzichtete der gebürtige Turiner auch deshalb darauf, weil die letzten Wochen eben so unterschiedlich verliefen. Am Donnerstag kaum vorstellbar, scheint am Sonntag in einem normalen Rennen ohne Wetterchaos kein Weg an ihm vorbeizuführen. Doch in zwei Wochen könnte die Welt schon wieder ganz anders aussehen. "Ich will jetzt erstmal dieses Wochenende bestmöglich abschließen", blickte Bagnaia dem Portugal-GP in Portimao (7. - 9. November) entgegen und bat anschließend nur um eine Sache: "Die Strecke dort ist ohnehin schon eine Achterbahn. Daher hoffe ich einfach, dort nicht noch ein Wochenende der Achterbahn der Gefühle zu erleben."

Was meint ihr: Ist Francesco Bagnaia in Sepang ein Durchbruch gelungen oder bleibt das letzte Wochenende in Asien nur ein Ausrutscher nach oben? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren!

Einen denkwürdigen Tag erlebte die MotoGP auch vor exakt zehn Jahren. Im Malaysia-GP 2025 kam es zum legendären 'Sepang-Clash' zwischen Valentino Rossi und Marc Marquez. Wir blicken zurück: