Francesco Bagnaia meldet sich nach zwei desaströsen Rennwochenende zurück und feiert im MotoGP-Sprint von Sepang einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg. Alex Marquez und Fermin Aldeguer kommen auf den Rängen zwei und drei, Aldeguer verliert das Podium aber aufgrund eines Reifendruckvergehens. Pedro Acosta erbt P3.

In der Fahrer-WM hat Alex Marquez nun 102 Punkte Vorsprung auf Bagnaia und steht somit als Vizeweltmeister fest. Bagnaia holt sich WM-Rang drei von Marco Bezzecchi zurück, der im Sprint nur Sechster wird. Aldeguer ist trotz seiner Strafe 'Rookie of the Year'.

MotoGP Sepang: Der Rennfilm im Sprint

Die Startaufstellung: 1. Bagnaia, 2. A. Marquez, 3. Morbidelli, 4. Quartararo, 5. Acosta, 6. Aldeguer, 7. Mir, 8. Di Giannantonio, 9. Zarco, 10. Rins, 11. Miller, 12. P. Espargaro, 13. Marini, 14. Bezzecchi, 15. R. Fernandez, 16. Oliveira, 17. Ogura, 18. Binder, 19. Bastianini, 20. Chantra, 21. Savadori, 22. Pirro, 23. A. Fernandez

Start: Francesco Bagnaia kommt gut weg und verteidigt seine Pole Position vor Alex Marquez, Pedro Acosta, Fabio Quartararo und Franco Morbidelli.

Runde 1/10: Quartararo und Morbidelli tauschen mehrmals die Positionen. In der Zielkurve nützt Joan Mir das Duell, geht an beiden Fahrern vorbei und ist somit neuer Vierter.

Kurz zuvor geht Alex Marquez in der letzten Kurve weit, Acosta kann durchstechen.

Runde 2/10: Alex Marquez holt sich in Kurve eins Platz zwei von Acosta zurück.

Runde 3/10: Bagnaia kann sich an der Spitze absetzen und hat bereits mehr als eine Sekunde Vorsprung auf Alex Marquez.

Runde 5/10: Joan Mir ist gestürzt! Er rutscht in Kurve neun weg. Mir kann das Rennen fortsetzen, ist aber vom vierten auf den letzten Platz zurückgefallen und stellt seine Honda schließlich an der Box ab.

Runde 6/10: Nächster Sturz - nun hat es Miguel Oliveira in Turn 1 erwischt.

Runde 7/10: Fermin Aldeguer ist auf dem Vormarsch. Er ist bereits Vierter und macht Jagd auf Acosta.

Runde 8/10: Aldeguer bremst sich in Kurve neun an Acosta vorbei und ist neuer Dritter.

Luca Marini und Pol Espargaro kollidieren in Turn 14 im Kampf um Platz acht. Marini kommt zu Sturz, Espargaro fällt auf Platz elf zurück. Der Vorfall wird von den Stewards untersucht, schließlich aber als Rennunfall deklariert.

Ziel: Bagnaia gewinnt überlegen mit 2,259 Sekunden Vorsprung auf Alex Marquez. Aldeguer kommt als Dritter ins Ziel, erhält aber wegen seines Reifendruckvergehens acht Sekunden Zeitstrafe und fällt auf P7 zurück. Acosta erbt die Bronzemedaille. Dahinter Morbidelli, Quartararo und Marco Bezzecchi. Die letzten Punkte hinter Aldeguer gehen an Johann Zarco und Enea Bastianini.

Die Stimmen vom MotoGP-Podium im Sprint von Sepang

Francesco Bagnaia (Sieger, Ducati):
"Ich kann das nicht beantworten (die Frage, ob er nun zurück sei, Anm. d. Red.). Trotzdem bin ich natürlich glücklich. Das Team verdient diese Resultate. Ich stecke in Problemen, aber damit sind sie auch in Problemen. Unsere Lage nachzuvollziehen, ist nicht gerade einfach. Vor einer Woche hatte ich nur Schwierigkeiten, und auch gestern noch ein bisschen. Heute bin ich plötzlich konkurrenzfähig. Wir müssen einfach mal herausfinden, was hier los ist. Ich glaube so etwas ist in der Vergangenheit noch nie jemandem passiert. Darauf müssen wir uns nun konzentrieren. "

Alex Marquez (Zweiter, Gresini):
"Ich bin immer noch nervös. Ich habe diese Nervosität das gesamte Rennen über gespürt. Ich saß sehr steif auf dem Bike und dachte nur daran. Am Ende haben wir es geschafft. Das war eine lange Reise, aber jetzt steht da der zweite Platz in der Weltmeisterschaft. Dazu habe ich zusammen mit Marc, der jetzt von zuhause zusieht, Geschichte geschrieben. Ich bin überglücklich und jetzt gilt es, das zu genießen. Wir haben jetzt noch drei Rennen vor uns, bei denen wir nur noch Spaß haben können."

Fermin Aldeguer (Siebter - ursprünglich Dritter, Gresini):
"Heute ist ein guter Tag. Der Rookie des Jahres zu sein, war eines unserer Saisonziele. Heute haben wir das erreicht. Wir waren da schon in Australien nah dran, aber bei dem schlechten Rennen dort, bin ich glücklicher, das nun hier zu feiern. Es war ein verrücktes Rennen, was den Reifendruck in der Front angeht. Ich habe versucht, es zu 100 Prozent einzuhalten. Ich dachte, es sei in Ordnung, aber es gab ein Problem mit der Elektronik des Dashboards. Ich weiß diesen Moment also nicht, ob sich das bestätigen wird. Wir müssen dennoch sehr zufrieden sein. Ich möchte mich bei Gresini, Ducati und meiner Familie bedanken."