Was ist das für ein turbulenter MotoGP-Samstag für Fermin Aldeguer? Erst schreibt der Gresini-Pilot mit zwei Stürzen im Qualifying - einem davon auf der Strecke und einem im Paddock - die Schlagzeilen, dann zeigt er im Sprint zum Malaysia-Grand-Prix groß auf. Von Platz sechs ins Rennen gegangen, kämpft er sich bis auf Rang drei nach vorne und sichert sich damit das vierte Sprintpodium seiner Rookiesaison - aber nur vermeintlich.
Dass dem 20-Jährigen aus El Palmar nachträglich noch Ärger drohen könnte, wurde nämlich schon wenige Momente nach Zielankunft bekannt. Die MotoGP-Stewards verkündeten noch während der Auslaufrunde, dass Aldeguer potenziell gegen den vorgeschriebenen Mindestdruck im Vorderreifen verstoßen haben könnte und deshalb nun gegen ihn untersucht werde.
Reifendruck unterschritten? Fermin Aldeguer hofft auf Technik-Defekt
Nach den Erfahrungen der letzten zweieinhalb Jahre normalerweise eine nahezu sichere Strafe für Aldeguer, die da also drohte. Doch der Gresini-Youngster hoffte beim Interview im Parc ferme noch, seinen Podestplatz behalten zu können: "Das war ein verrücktes Rennen, auch wegen dem Reifendruck an der Front. Ich habe alles gegeben. Ich dachte, dass der Reifendruck im Rahmen gewesen wäre. Es gab ein Problem mit dem Dashboard, mit der Elektronik. Das muss jetzt bestätigt werden."
Womöglich also nur ein technisches Versagen, aber keine tatsächliche Unterschreitung des Mindestreifendrucks? Das war jedenfalls Aldeguers Hoffnung und musste nun von den Stewards bestätigt oder widerlegt werden. Es dauerte, ehe um kurz vor 11:30 Uhr MEZ dann das finale Urteil veröffentlicht wurde. Aldeguer hatte sich geirrt, der Reifendruck war nicht im erlaubten Fenster geblieben. Die logische Konsequenz: Die Stewards um Simon Crafar sprachen eine Zeitstrafe von acht Sekunden aus, die nachträglich auf das Rennergebnis der Nummer 54 addiert wurde.
Fermin Aldeguer verliert Podium, bleibt aber MotoGP-Rookie des Jahres 2025
Im finalen Sprint-Klassement fällt Aldeguer damit auf Platz sieben zurück. Pedro Acosta erbt den dritten und letzten Podiumsplatz, auch Franco Morbidelli, Fabio Quartararo und Marco Bezzecchi rücken eine Position auf. Das Gute aus Sicht des Spaniers: Der Gewinn des 'Rookie of the year'-Titels ist ihm auch mit Platz sieben sicher, Ai Ogura kann ihn in den verbleibenen fünf Rennen nicht mehr abfangen.



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