Ganz oder gar nicht - das scheint das Motto von Francesco Bagnaia in der MotoGP-Saison 2025 zu sein. Nach zwei desaströsen Rennwochenenden in Indonesien und Australien schnappt er sich die Pole Position zum Malaysia-Grand-Prix. Alex Marquez steht auf Platz zwei, Marco Bezzecchi scheitert bereits in Q1.

So lief Q1 in Sepang: Fermin Aldeguer setzt sich im ersten Umlauf an die Spitze, wird aber eine Runde später von Luca Marini verdrängt. Hinter Marini und Aldeguer liegen Francesco Bagnaia, Raul Fernandez und Marco Bezzecchi - in dieser Reihenfolge geht es zum Reifenwechsel. Bagnaia startet als erster Fahrer und damit auf freier Strecke in seinen zweiten Run. Der Ducati-Star nutzt dies perfekt und unterbietet Marinis Bestmarke um 0,346 Sekunden. Die Geschichte der letzten Minuten in Q1 schreibt aber Aldeguer: Er ist noch einmal 0,042 Sekunden schneller als Bagnaia. Anschließend ist Aldeguer auf Kurs, seine eigene Bestzeit noch einmal zu unterbieten, stürzt dabei aber in Kurve vier.

Die Zeitenjagd ist damit vorbei und Aldeguer muss mit seiner Ducati über die Service Road zurück an die Box, da eine vor diesem Wochenende eingeführte Regel ein Neustarten des Motorrad nach einem Sturz in den letzten drei Minuten des Qualifyings verbietet. Zu allem Überfluss kracht Aldeguer bei der Ankunft an der Gresini-Garage auch noch in die Wand des Boxengebäudes, die Ducati landet auf dem Boden.

Aldeguer steigt dennoch zusammen mit Bagnaia in Q2 auf. Marini muss sich mit Rang drei und damit Startplatz 13 begnügen. Neben ihm stehen Marco Bezzecchi und Raul Fernandez. Reihe sechs bilden Miguel Oliveira, Ai Ogura und Brad Binder. Die Startpositionen 19 bis 21 gehen an Enea Bastianini, Somkiat Chantra und Lorenzo Savadori. Am Ende des Feldes stehen Michele Pirro und Augusto Fernandez.

Das war Q2 zum Malaysia-Grand-Prix: Bagnaia verzichtet nach seinem Gang durch Q1 auf den ersten Run im Q2 und spart Reifen. Aldeguer mischt mit, ist nach seinen Crashes in Q1 aber auf einem Ersatzmotorrad unterwegs. Pedro Acosta setzt unterdessen den ersten Richtwert und sich vor Johann Zarco an die Spitze. Anschließend verdrängt Mir Zarco auf P3. Den Schlussakt in diesem ersten Outing von Q2 liefert aber Fabio Quartararo, der Acosta noch um 0,168 Sekunden abfängt und sich die provisorische Pole Position holt. Quartararo vor Acosta, Mir und Zarco - so geht es zum Boxenstopp.

Im finalen Showdown greift schließlich auch Bagnaia ein, der einmal mehr erster Fahrer auf der Strecke ist. Und er setzt direkt ein Ausrufezeichen: Mit einem überragenden letzten Sektor geht er 0,194 Sekunden vor Quartararo in Führung. Nun startet auch das restliche Feld die Schlussattacke, die für Acosta allerdings schnell zu Ende ist. Er versenkt seine KTM im Kies von Kurve eins. Alex Marquez entkommt den Gelben Flaggen gerade noch und verpasst eine neue Bestzeit nur ganz knapp, 0,016 Sekunden fehlen ihm auf Bagnaia. Quartararo startet eine letzte Attacke und ist bis zur Zielkurve auf Kurs in Richtung einer neuen Bestzeit, leistet sich dort aber einen Fehler und kann sich nicht mehr verbessern.

Bagnaia holt die Pole Position, Alex Marquez und Franco Morbidelli stehen neben ihm in Reihe eins. Quartararo führt Reihe zwei mit Acosta und Aldeguer an. Die Startplätze sieben bis neun gehen an Mir, Fabio Di Giannantonio und Zarco. Alex Rins landet auf P10 vor Jack Miller und Pol Espargaro.

Das Wetter: Pünktlich zum MotoGP-Qualifying um 10:50 Uhr Ortszeit knackte die Quecksilbersäule die 30-Grad-Marke. Bei leichte Bewölkung wurden 35 Grad Außentemperatur gemessen.