KTM und Red Bull: Diese Partnerschaft der beiden österreichischen Unternehmen läuft schon seit mehr als zwei Jahrzehnten. In der letzten Woche kamen aber Gerüchte auf, dass sich der Energy-Drink-Riese vom MotoGP-Hersteller aus Mattighofen trennen könnte und auf dem Weg in Richtung Honda sei. Da ist jedoch nichts dran, im Gegenteil.

Pit Beirer haut es raus: Neuer KTM-Vertrag mit Red Bull schon unterzeichnet!

Am Freitag zum Training in Ungarn wurde KTM-Sportchef Pit Beirer mit den Gerüchten von MotoGP-Boxenreporter Jack Appleyard konfrontiert. Der Deutsche konnte sich darüber nur wundern. Dann haute er der Gerüchteküche die Fakten vor den Latz: "Gott sei Dank, stimmt das nicht. Auch nur darüber nachzudenken, wäre verrückt. Es gibt viel bessere Neuigkeiten als das. Wir haben unseren Vertrag mit ihnen [mit Red Bull, Anm. d. Red.] vor ein paar Tagen verlängert. Es ist so eine lange Partnerschaft. Seit 2003 begannen wir mit Offroad und dann gingen wir zusammen auf die Rennstrecke."

KTM-Motorsportchef Pit Beirer
Pit Beirer räumte die Gerüchte mit Fakten auf, Foto: IMAGO / Alexander Trienitz

Also von wegen Wechsel. "Diese Partnerschaft bedeutet mehr für uns als nur einen Vertrag. Keine Ahnung, wo diese Gerüchte letzte Woche herkamen. Der Vertrag wurde verlängert. Wir sind sehr glücklich darüber und wir reden hier nicht nur über ein Jahr, sondern eine langfristige Partnerschaft", stellte Beirer klar.

KTM-Krise dank Red Bull überstanden, jetzt soll der Erfolg folgen

Die enorme Wichtigkeit des Hauptsponsors, der seit langem eng mit den Aktivitäten bei KTM verwoben ist, wurde vom 52-Jährigen noch einmal herausgestellt: "Wenn wir an den letzten Winter denken [das Insolvenzverfahren, Anm. d. Red.]...ohne unsere Freunde bei Red Bull hätten wir unser Projekt garantiert nicht auf diesem Level am Leben halten können und weiter so performen können. Wir haben die Rallye Dakar gewonnen und auch im Motocross- und Supercross Rennen gewonnen. In der MotoGP bringen wir immer noch unsere Leistung." Wie aufs Stichwort markierte kurz nach dem Interview Pedro Acosta die Bestzeit im Training. Mehr dazu hier:

Eine Bestzeit-Schwalbe macht natürlich noch keinen Sommer, aber genau deswegen wurde der neue Vertrag ja auch langfristig angelegt. Die Talsohle der Krise wurde mittlerweile durchschritten und nun soll wieder angegriffen werden. "Wir wollen zusammen mit unseren Freunden aus Fuschl [Hauptsitz von Red Bull, Anm. d. Red.] Rennen fahren. Wir haben eine solide Basis und diese war in den schwierigen Tagen zuletzt wichtiger als je zuvor. Also muss ich mich bei den Leuten von Red Bull sehr bedanken, sie sind großartige Freunde. Wir wollen zusammen noch viel mehr Erfolge erreichen", kündigt Beirer an, das Vertrauen seitens Red Bull zurückzahlen zu wollen.

Der KTM-Angriff auf Ducati findet also mit Red Bull statt, aber ohne Kurt Trieb. Über den Wechsel des 'Motorenpapsts' zu Honda informieren wir euch in unserem Video:

KTM verliert MotoGP-Motorenpapst an Honda! Die Folgen (05:19 Min.)