Das MotoGP-Training zum Ungarn GP endet mit einem etwas überraschenden Spitzenreiter. Nicht der am Vormittag noch dominante Marc Marquez', sondern KTM-Star Pedro Acosta führt die Session an - und das trotz eines hässlichen Sturzes in der Schlussphase.
Das Ergebnis: Acosta war in 1:37.061 Minuten um gerade einmal sechs Tausendstelsekunden schneller als Marc Marquez. Alex Marquez wurde Dritter vor Gresini-Teamkollege Fermin Aldeguer. Enea Bastianini landete auf Rang fünf, gefolgt von Franco Morbidelli und Joan Mir. KTM-Ersatzmann Pol Espargaro wurde starker Achter. Luca Marini und Fabio Quartararo schnappten sich die letzten Plätze für den direkten Einzug in Q2.
Bereits in Q1 müssen unter anderem Jorge Martin (11.), Marco Bezzecchi (12.), Fabio Di Giannantonio (13.) oder Francesco Bagnaia (14.) ran.
Stürze, Defekte & Zwischenfälle: Franky Morbidelli, der im FP1 bereits zwei Mal gestürzt war, kam in Kurve fünf von der Strecke, konnte seine Ducati dieses Mal aber auf den Rädern halten.
Auch Marco Bezzecchi verzeichnete einen Ausritt in das Kiesbett, konnte einen Sturz aber ebenfalls vermeiden.
Alex Marquez störte Francesco Bagnaia in einer schnellen Runde. Marquez bummelte auf der Ideallinie, Bagnaia quittierte das Verhalten seines Ducati-Kollegen mit wütenden Handgesten. Die Szene wird von den Stewards untersucht.
Pedro Acosta legte zwei Minuten vor Ende der Session einen üblen Highsider in Kurve zwei hin. Wenige Sekunden später ging Johann Zarco in Turn 11 zu Boden.
Das Wetter: Nach einem trüben Vormittag klarte es zum MotoGP-Training am Freitagnachmittag über dem Balaton Park Circuit auf. 26 Grad wurden erreicht, der Asphalt erhitzte sich durch den Sonnenschein auf 38 Grad. Gute Verhältnisse also, die allerdings von starkem Wind beeinträchtigt wurden.



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