Für Francesco Bagnaia war der Red Bull Ring in den letzten Jahren eine einzige Erfolgsgeschichte. In Spielberg ist der Italiener seit 2022 in Sprint und Grand Prix ungeschlagen. Dieser Erfolgslauf ist angesichts der Probleme von 2025 sicher nicht aufrechtzuerhalten, oder? Vielleicht doch. Im Training waren alle Leiden wie vergessen, nur weiß 'Pecco' leider nicht, warum das der Fall war.
Francesco Bagnaia frohlockt: Endlich wieder richtig bremsen!
"Es ist unerwartet. Ich hatte gedacht, dass ich wieder dasselbe Gefühl wie bisher haben würde, unter dem ich leide", machte der Ducati-Pilot keinen Hehl daraus, mit der nächsten Pleite gerechnet zu haben. Doch es kam alles anders: "Vom ersten Run in FP1 an war ich sehr stark auf der Bremse." So glücklich war der Turiner seit Ewigkeiten nicht mehr: "Ich bin sehr zufrieden. Ich konnte konstant mit den Reifen haushalten und auf verschiedene Arten pushen."
"Ich konnte mit so viel Schräglage wie letztes Jahr bremsen. Außerdem gelang es mir, das Rutschen zu kontrollieren. Das ist mir dieses Jahr noch nie gelungen", staunte der zweifache MotoGP-Weltmeister über die Wende aus dem Nichts.
Was brachte die unverhoffte MotoGP-Wende? Bagnaia hat keine Ahnung…
Doch was war anders? Genau das ist das nächste Problem. Bagnaia weiß es nicht. Auch er kann nur über verschiedenste Faktoren spekulieren: "Natürlich hilft mir die Strecke, denn das war hier immer gut für mich. Dann ist es vielleicht die [hitzeresistente] Reifenmischung am Heck, mit der ich schon in Thailand recht nah am Sieg und den Führenden war. Dann benutzen wir hier die 355er [Bremsen], was noch ein Punkt ist. Aber vielleicht habe ich auch wieder etwas anders gemacht als in der ersten Saisonhälfte, was ich aber letztes Jahr noch getan habe. Es sind so viele Dinge, die es sein könnten."
Von einem Durchbruch kann also keineswegs gesprochen werden. "Ich hoffe, dass wir eine Lösung finden können, um überall dieses Gefühl zu haben. Aber es ist schwierig zu wissen, was es genau ist", drückte er dann auch wieder auf die Euphoriebremse. Und jetzt muss die gute Trainingsleistung auch erst einmal auf das weitere Rennwochenende übertagen werden: "Unsere Schwäche waren dieses Jahr aber die Rennen. Also will ich erstmal den Sprint von morgen abwarten, ob es wirklich besser ist, oder nicht."
Marc Marquez wappnet sich: Pecco war am schnellsten!
Ein anderer ist aber bereits davon überzeugt, dass es wirklich besser ist. Teamkollege Marc Marquez antwortete auf die Frage, wer sein ärgster Konkurrent, wie aus der Pistole geschossen: "Pecco. Der war heute in der Rennpace der schnellste." Er stellte klar, Bagnaia nie abgeschrieben zu haben: "Ich bin nicht überrascht, wir reden hier über Pecco. Ich bin überrascht, was in der ersten Saisonhälfte passiert ist. Er ist ein sehr schneller Fahrer und wir sind hier auf einer seiner Strecken."
Während Francesco Bagnaia also etwas Hoffnung schöpfen kann, erlebte sein alter Rivale Jorge Martin am Freitag einen Dämpfer. Mehr dazu hier:



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