Das 100. MotoGP-Rennen von Alex Marquez wäre allein aufgrund dieses Jubiläums ein besonderes gewesen. Doch am Sachsenring fuhr der Spanier nach seinem Handbruch mit höchster Vorsicht - und dennoch zum Erfolg. Wenn ein zweiter Platz zum Sieg wird.
Alex Marquez dankbar für Trockenrennen: Im Regen noch große Sturzangst
"Nach dem, was in Assen passiert ist, gibt mir der zweite Platz hier viel Selbstvertrauen. Wir werden sehen, ob es in Brünn noch besser geht, aber hier auf dem Podium zu stehen, ist fantastisch", resümierte der Gresini-Pilot. Der Sturz und die Verletzung bei der Dutch TT fuhren in Deutschland nicht nur in der gebrochenen linken Hand, sondern auch im Kopf mit. Die klare Ansage der Ärzte: Nicht stürzen!
Das Wetter hatte am Samstag dann noch sein Übriges getan. Im Regen hielt sich der WM-Zweite stark zurück. Der Blick in dem Himmel am Rennsonntag hellte die Miene auf: "Als ich sag, dass es trocken sein würde, wusste ich, dass wir mehr Punkte retten können. Gestern im Regen habe ich einfach zu viel verloren, weil ich stets daran dachte, nicht zu stürzen. Heute fuhr ich besser."
Verletzung als Vorteil? Alex Marquez vorsichtiger als stürzende MotoGP-Konkurrenz
Doch auch das Trockenrennen war mehr als gefährlich. Eine wahre Sturzflut ergoss sich über den Sachsenring, insbesondere in Kurve Eins. So wurde Alex Marquez durch die Ausfälle von Di Giannantonio und Bezzecchi bis auf Rang zwei nach vorn gespült. Er glaubt, dass seine lädierte Hand dabei sogar einen gewissen Vorteil brachte: "Dass ich verletzt bin, hat mir wohl geholfen, nicht zu stürzen. Da achtest du mehr auf die Details. Ich fuhr weniger im Fluss und nahm mehr Rücksicht. Als ich ihre Stürze sah, da versuchte ich nurmehr, Pecco [Bagnaia] hinter mir zu halten. Dieser zweite Platz fühlt sich wie ein Sieg an."

Im Prinzip ist es das wohl auch, denn jeder kennt das Niveau von Bruder Marc Marquez auf dessen Paradestrecke. Alex muss das auch niemand erklären: "Wenn du an den Sachsenring kommst, dann denkst du an Platz zwei, denn Marc ist hier sehr schwierig zu schlagen." Er richtete daher lieber den Blick nach hinten: "Ich habe Pecco hinter mir gelassen. Dieses Wochenende so zu retten ist fantastisch, aber ich möchte in Brünn ein bisschen besser sein."
Marc Marquez wurde von mancher Seite unterstellt, er hätte mit seinem Bruder und den anderen MotoGP-Fahrern nur gespielt. Eine gefährliche Unterstellung, findet Markus in seinem neuesten Kommentar:



diese MotoGP Nachricht