Pedro Acosta tat seinen Unmut über die mangelnde Konkurrenzfähigkeit von KTM zuletzt mehrfach kund. Wer glaubt, der Spanier habe sich vor dem Heimrennen in Aragon etwas beruhigt, der liegt falsch. Da ist weiter ordentlich Druck im Kessel.

Pedro Acosta: KTM hatte genug Zeit seit Silverstone

"Sie hatten 12 Tage, um mich zu überraschen. Das ist genug Zeit", antwortete Acosta auf die Frage, ob KTM seit Silverstone etwas gefunden hätte. Auch ein Werksbesuch in Mattighofen hat ihm wohl keine neuen Erkenntnisse gebracht. Das Supertalent der MotoGP wird zunehmend sarkastisch: "Menschen haben schon in weniger Zeit größeres auf die Beine gestellt."

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Dabei geht es ihm vor allem um eines: "Wir müssten das Qualifying und den Freitagnachmittag verbessern, das killt uns momentan. Das ist momentan das dramatischste Problem." Abgesehen von Maverick Vinales konnte zuletzt kein KTM-Pilot einen halbwegs guten Startplatz einfahren. Es erinnert an alte Muster, als die schnelle Runde auf frischen Reifen der Problemfall war.

Gute Rennpace bringt nichts ein: MotoGP-Startplatz entscheidend

"Alles hängt vom Freitag ab, denn wenn du ins Q2 kommst, dann kannst du schlechtesten Falls als Zwölfter starten. Platz zwölf ist nicht gut, aber du bist wenigstens nicht auf 14, 17, 18 oder 19", meint Acosta. Tatsächlich sind das Positionen, auf denen sich er und seine Kollegen am Freitag und in der Startaufstellung zuletzt wiederfanden.

Pedro Acosta (Red Bull KTM Factory Racing)
Im Qualifying kommt KTM nicht in Fahrt, Foto: IMAGO / Action Plus

Von dort aus sei einfach nicht mehr als leichte Schadensbegrenzung möglich. "Das Rennen in Silverstone war in Ordnung, wenn man bedenkt, dass es keine leichte Strecke für mich und das Motorrad war", gibt er an. Dort gab es von Startplatz 14 aus am Ende immerhin noch den sechsten Rang, allerdings auch dank einiger Ausfälle. Doch auch ein sechster Rang entspricht nicht der Erwartungshaltung. In seinem Rookie Jahr hatte er nach sieben Rennen 101 Punkte auf dem Konto. 2025 sind es nurmehr 58.

Mit Aussagen wie diesen heizt Pedro Acosta natürlich immer wieder Wechselgerüchte an. Doch er ist bei weitem nicht der einzige Wechselkandidat. Wir haben uns einmal die Szenarien für die 'Silly Season' angesehen: