Startplatz 13 in Le Mans, Startplatz 14 in Barcelona: Die MotoGP-Qualifyings liefen für Marc Marquez zuletzt alles andere als nach Wunsch. In Mugello präsentierte er sich am Freitag deutlich konkurrenzfähiger. Er beendete das Training am Nachmittag auf Rang fünf und fixierte so den direkten Einzug in Q2.

Marc Marquez: Q2-Einzug sollte normal sein

"Ich bin natürlich zufriedener und entspannter als an den vergangenen Freitagen, aber schlussendlich ist es nur ein Q2-Einzug. Das sollte für mich eigentlich normal und keine Frage wert sein", brach Marquez am Freitagabend in seiner Medienrunde nicht in Jubelstürme aus. "Wir haben heute die Strategie im Training etwas geändert, um mich besser auf die Time-Attacks am Ende vorzubereiten. Ich bin da jetzt auch näher dran, aber es ist noch nicht genug." Auf den zweitplatzierten Alex Rins fehlte Marquez nur etwas mehr als eine Zehntelsekunde, gegenüber Spitzenreiter Francesco Bagnaia verlor er aber 0,407 Sekunden.

Insgesamt war Marquez mit seinem Auftritt am Freitag durchaus glücklich: "Ich bin gut gefahren und hatte eine Menge Spaß. Die Ducati funktioniert hier in Mugello wirklich gut. Wir mussten heute nichts am Motorrad verändern. Ich bin mit gewissen Erinnerungen hierhergekommen und in den ersten Runden habe ich mir gedacht, dass das eine andere Strecke sein muss. Es hat sich alles viel geschmeidiger angefühlt als in der Vergangenheit."

Was macht Marc Marquez 2025?

Auf der Strecke verzeichnet Marquez also positive Entwicklungen. Im Transferpoker scheint sich die Lage für den MotoGP-Superstar aber zuzuspitzen. Jorge Martin bekommt laut einem Bericht der Gazzetta dello Sport 2025 den Platz im Ducati-Werksteam neben Francesco Bagnaia. Pramac Racing wird erneut zwei aktuelle Motorräder erhalten, doch Marquez will nicht zum Rennstall von Paolo Campinoti wechseln. Und eine Desmosedici GP25 für Gresini wird es aller Voraussicht nach nicht geben.

Keine Option! Durchkreuzt Marc Marquez' Ducatis MotoGP-Pläne? (06:18 Min.)

Will Marquez also sein zuletzt immer wieder ausgegebenes Ziel erreichen und 2025 ein aktuelles Motorrad fahren, ist ein Wechsel zu einem anderen Hersteller wohl seine einzige Option. KTM befindet sich laut Fahrerlagergerüchten in der Pole Position, auch Aprilia könnte eine Alternative darstellen.

Marquez selbst gab sich am Freitag betont entspannt. Dass er sich nun wieder mit unterschiedlichen Zukunftsplänen beschäftigen muss, macht ihm demnach nichts aus. "Genau das wollte ich. Deshalb habe ich mich für diesen Einjahresvertrag bei Gresini entschieden. Ich habe an mich und mein Potenzial geglaubt und wusste, dass ich mehrere Optionen haben werde, wenn ich mein Potenzial zeige. Glücklicherweise habe ich jetzt diese Optionen. Natürlich gibt es Prioritäten. Über die wissen die entscheidenden Menschen auch Bescheid", so der 31-Jährige.