Nächste Wendung im MotoGP-Transferkrimi rund um Marc Marquez. Er galt ja als heißer Anwärter auf einen Platz im Ducati-Werksteam für 2025. Diesen Platz soll nun laut einem Bericht der traditionell sehr gut informierten Gazzetta dello Sport aber Jorge Martin erhalten. Demnach soll es der Plan der Ducati-Bosse gewesen sein, Marquez dafür auf eine aktuelle Maschine im Pramac-Team zu setzen. Ein 2025er-Motorrad hatte er ja stets als großes Ziel für die kommende Saison genannt.
Marc Marquez: Pramac keine Option
Der Variante mit einem Transfer zu Pramac erteilte Marquez am Donnerstag in Mugello allerdings eine klare Absage. "Pramac ist ein sehr gutes Team mit großem Potenzial, aber für mich keine Option", so der MotoGP-Superstar, der auch seine Gründe für die Ablehnung nannte. "Ich werde nicht von einem Kundenteam in das nächste wechseln."
Eine Möglichkeit, Marquez' Wunsch nach einem aktuellen Motorrad zu erfüllen und gleichzeitig Jorge Martin ins Werksteam zu holen, hätte es für Ducati allerdings dennoch gegeben. Dann nämlich, wenn man eine oder beide Maschinen der letzten Ausbaustufe von Pramac Racing zu Gresini transferiert hätte. Auch dazu wird es aber wohl nicht kommen. "Wir werden auch 2025 die aktuellen Ducatis in unserem Team haben", verriet Pramac-Team-Manager Gino Borsoi am Freitagmorgen gegenüber 'DAZN'.
Alle Ducati-Türen für Marc Marquez verschlossen?
Damit sind aller Voraussicht nach auch 2025 die von Marc Marquez sehnlichst gewünschten Ducatis des letzten Modelljahrgangs nur im Werksteam und bei Pramac Racing zu haben. Denn die Ducati-Führungsebene rund um Gigi Dall'Igna erteilte einer Aufstockung auf fünf oder mehr aktuelle Bikes zuletzt stets eine Absage. Dieses Experiment hatte man 2022 gewagt - Luca Marini erhielt damals bei VR46 ebenfalls ein aktuelles Motorrad - sah allerdings eine gewisse Überforderung des Projekts.

Ist somit also für Marc Marquez die letzte Tür in Borgo Panigale zugefallen? Sicher ist das noch nicht, es scheint derzeit aber so. Um Marquez doch noch halten zu können, müssten sich die Berichte um eine Beförderung von Jorge Martin ins Werksteam als falsch herausstellen. Oder Ducati müsste von seiner bewährten Strategie abweichen und für Marquez doch ein weiteres 2025er-Motorrad bei Gresini aufbauen.
KTM? Aprilia? Das sind Marc Marquez' Alternativen
Sollte keine dieser beiden Varianten eintreten, wird Marquez nach nur einem Jahr Ducati wohl wieder verlassen. Aus dem KTM-Lager ist zwar zu hören, dass eine Verpflichtung des achtfachen Weltmeisters nicht realistisch sei, allerdings ist im Fahrerlager zu hören, dass es sehr wohl Gespräche zwischen Marquez' Management und dem österreichischen Hersteller geben soll. Auch Aprilia, wo man nach der Rücktrittsbekanntgabe von Aleix Espargaro einen Ersatz für 2025 sucht, könnte eine Option sein.



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