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MotoGP - Marc Marquez stellt klar: Rennsiege oder Karriereende

Marc Marquez macht keine halben Sachen. Für ihn steht fest: Wenn er nicht mehr um Spitzenresultate kämpfen kann, hängt er den Helm an den Nagel.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Vor einigen Jahren eroberte Marc Marquez als Youngster die MotoGP im Sturm. Mittlerweile zählt der 28-Jährige zu den routinierteren Fahrern der Königsklasse. Nur Danilo Petrucci, Aleix Espargaro und natürlich Valentino Rossi sind aus dem aktuellen Starterfeld länger mit dabei.

Altmeister Rossi ist das perfekte Beispiel dafür, dass sich die Zeit eben auch in der MotoGP nicht aufhalten lässt. Lange fuhr 'Il Dottore' ganz vorne mit, kämpfte 2015 im Alter von 36 Jahren noch bis zum letzten Rennen um die Weltmeisterschaft. In den vergangenen Jahren konnte Rossi mit der jüngeren Generation aber kaum mehr mithalten. Seit 2017 gelang ihm kein Sieg mehr, bei seinen jüngsten zehn Starts holte er gerade einmal zwölf Punkte.

Ein Karriereausklang, den sich Marquez nicht vorstellen kann. "Wenn ich mich nicht mehr stark genug fühle, um Rennen zu gewinnen, dann ist es besser, ich bleibe zuhause. Ich bin hier, um gegen alle Gegner zu kämpfen", so der Repsol-Honda-Star. "Der Tag, an dem die nächste Generation besser ist als du selbst, kommt für jeden Athleten irgendwann. Dann musst du dich entscheiden: Mache ich weiter, oder lasse ich es gut sein."

Noch sieht sich Marquez, trotz eines schwierigen Weges zurück nach der Verletzung, nicht als altes Eisen. "Ich fühle mich immer noch konkurrenzfähig und eigentlich auch jung. Das ist das Wichtigste", stellt er klar. Anerkennung für die junge Garde gibt es von Marquez aber allemal. "Ich war jetzt ein Jahr weg und in dieser Zeit haben sich die Fahrstile und auch Motorräder teilweise stark verändert. Das ist interessant zu sehen, macht es für mich aber nicht einfach."

MotoGP - Riding-Coach-Analyse: So lief Marc Marquez' Comeback: (14:04 Min.)

Marc Marquez: Hartes Comeback

Die Rückkehr in die Königsklasse nach fast neun Monaten Verletzungspause lief für Marc Marquez bislang nicht reibungslos. Nach einem guten Auftakt in Portimao mit Rang sieben musste er zuletzt in Jerez mächtig einstecken. Am Samstag verzeichnete der achtfache Weltmeister einen schlimmen Abflug, der ihm sichtlich zusetzte. Das Ergebnis: Nur Startplatz 14 und Rang neun im Rennen. Zumindest körperlich verzeichnete er Fortschritte.


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