Motorsport-Magazin.com Plus
MotoGP

MotoGP - Marc Marquez glücklich: Weiterer Schritt nach vorne

Trotz zweier heftiger Abflüge in Jerez zieht Marc Marquez in Jerez ein positives Fazit. Was gibt dem sechsfachen MotoGP-Champion Hoffnung?
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez holte beim MotoGP-Rennen in Jerez auch im zweiten Einsatz nach dem Comeback ein passables Resultat. Als Neunter ließ er diesmal seine beiden Markenkollegen Pol Espargaro und Stefan Bradl hinter sich. Zuvor hatte er im 3. Training und dem Warm-Up seine ersten beiden Crashes seit der Verletzung hinter sich gebracht.

"Ich bin glücklich", gestand Marquez in seinem Videocall am frühen Sonntagabend. "Nicht mit dem Ergebnis, aber mit meinem Gefühl auf dem Motorrad. Und körperlich habe ich diesmal weniger gelitten als zuletzt in Portimao."

Die Stürze haben ihn dennoch mitgenommen und die Beweglichkeit seines Nackens deutlich eingeschränkt. "Mein Nacken ist im Grunde komplett blockiert, aber das gehört zu Rennfahren nunmal dazu", so Marquez.

Armpump zerstört Quartararos Rennen: MotoGP-Analyse Jerez-GP: (10:44 Min.)

Marquez hält gut mit

Über weite Teile des Rennens konnte Marquez in Jerez sogar mit Maverick Vinales und Johann Zarco mithalten und musste erst gegen Ende abreißen lassen. "Die beiden waren gemeinsam mit Mir irgendwann zu schnell und prompt in diesem Augenblick ließ auch meine Kondition ein wenig nach. Acht Runden vor dem Ende habe ich dann aufgegeben", gestand der sechsfache MotoGP-Champion.

"Dieses Wochenende war aber ein Schritt in die richtige Richtung. Ich konnte zum ersten Mal spüren, in welche Richtung wir mit diesem Motorrad arbeiten müssen", so Marquez. "In der Mitte des Kurvenausgangs verlieren wir zu viel Zeit. Genau dort muss man aber stark sein, um schnelle und konstante Runden fahren zu können."

Nach schweren Stürzen: MotoGP-Sicherheitsdebatte in Jerez: (09:24 Min.)

Am Montag wird Marquez am MotoGP-Test in Jerez teilnehmen. Allerdings will er nicht mehr als 30 bis 40 Runden absolvieren, um seinen Körper nicht zu überanstrengen. Am Mittwoch steht ein weiterer Check bei seinen Ärzten an, bei dem entschieden werden soll, ob das Training zu Hause weiter intensiviert werden kann.

Bis Le Mans im Schongang

"Heute habe ich mich zerstört gefühlt durch den gestrigen Crash. Aber der Arm hat nichts abbekommen und fühlt sich immer besser an. Morgen ist dann auch schon der letzte Tag vor Le Mans, an dem ich auf ein Motorrad steigen werde", beteuerte Marquez.

In der WM-Wertung liegt Marquez nach nur zwei Einsätzen bereits vor Stefan Bradl und seinem Bruder Alex. Auf den Teamkollegen Pol Espargaro fehlt nur noch ein Punkt, auf den bestplatzierten Honda-Fahrer Taka Nakagami drei Zähler. Beide haben allerdings die doppelte Anzahl an Saisonrennen auf dem Konto.


Weitere Inhalte:
Tissot