Antonio Giovinazzi setzt seine Karriere bei Ferrari in der WEC fort: Wie der Autobauer aus Italien an diesem Dienstag bekanntgab, hat der frühere Formel-1-Pilot seinen Vertrag um mehrere Jahre verlängert. Die genaue Laufzeit wurde nicht genannt. Der 31-Jährige zählt seit 2023 zu Ferraris Langstrecken-Kader und betätigt sich zudem als Test- und Ersatzfahrer beim Formel-1-Team der Scuderia.

Giovinazzi teilt sich den #51 Ferrari 499P im dritten aufeinanderfolgenden Jahr mit seinen Teamkollegen Alessandro Pier Guidi und James Calado. Das Trio führt die WEC-Tabelle vor dem bevorstehenden Rennwochenende in Sao Paulo (11.-13. Juli 2025) an. Giovinazzi/Pier Guidi/Calado liegen mit 105 Punkten an der Spitze, gefolgt von den frischgebackenen Le-Mans-Siegern-Siegern Robert Kubica/Yifei Ye/Phil Hanson (AF-Corse-Ferrari), die 89 Zähler auf dem Konto haben.

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Antonio Giovinazzi: "Ferrari ist viel mehr als nur ein Team"

"Vor acht Jahren begann mein Abenteuer mit Ferrari - für mich ist das viel mehr als nur ein Team: Es ist eine Familie", wird Giovinazzi in einer Pressemitteilung zitiert. "Die heutige Vertragsverlängerung bedeutet, dass ich eine Herausforderung weiterführe, die mich jeden Tag aufs Neue motiviert - in einem Umfeld, in dem Menschen, Teamarbeit und Ehrgeiz zählen."

Giovinazzi war mit dem Beginn von Ferraris Hypercar-Programm der einzige Fahrer, der neu zum Kader hinzustieß. Pier Guidi und Calado sowie die Crew des #50 Schwesterautos um Antonio Fuoco, Miguel Molina und Nicklas Nielsen fuhren zuvor GTE-Ferrari in der Langstrecken-Weltmeisterschaft.

So plant Ferrari für die WEC-Saison 2026

Giovinazzis größter Erfolg mit Ferrari und in seiner bisherigen Motorsport-Karriere war der Gewinn der 24 Stunden von Le Mans 2023 beim Topklassen-Comeback der Italiener. Seitdem gewann der 31-Jährige zwei weitere WEC-Rennen: die 6-Stunden-Läufe in Imola und Spa in der laufenden Saison 2025. Giovinazzi ist der etatmäßige Qualifying-Pilot auf dem #51 Ferrari und münzte dieses Vertrauen in drei Pole Positions um. Hinzukommen sieben Podestplätze für den Italiener, der zwischen 2019 und 2021 in der Formel 1 fuhr.

Mit Giovinazzi hat Ferrari seinen prominentesten Langstrecken-Werksfahrer langfristig an sich gebunden. Geht es nach Sportwagen-Chef Antonello Coletta, soll sich an den Fahrerbestzungen für die Saison 2026 ohnehin nichts ändern. "Im Moment haben wir keine Absichten, jemanden auszutauschen, deshalb hoffe ich, dass wir dasselbe Team in den nächsten Saisonen beibehalten können", sagte der Italiener zuletzt in Le Mans.

Welche Fahrer können sich Chancen auf ein Werks-Cockpit bei Ferrari in der WEC ausrechnen? Die Italiener geben erste Hinweise! Alle Infos findest du in diesem Artikel: