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MotoGP

Marc Marquez: Antibiotikum schlägt an, Rückkehr nach Hause

Endlich gibt es zumindest etwas positive Neuigkeiten von Marc Marquez. Der Start seiner Antibiotika-Behandlung verlief wie gewünscht.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez ist nach mehr als anderthalb Wochen im Krankenhaus Ruber Internacional von Madrid zurück in seinem Haus in der Heimatgemeinde Cervera. Das gab sein Repsol Honda Team am Sonntagabend bekannt, Marquez postete außerdem auf seinen Social-Media-Kanälen ein Video, das ihn beim Empfang durch die Familienhunde zeigte.

"Marc Marquez' Heilung nach der am 3. Dezember durchgeführten Operation und der Start der antibiotischen Behandlung wurden vom medizinischen Team als zufriedenstellend eingestuft", ist in der Presseaussendung zu lesen. Vor allem die Tatsache, dass die Medikamente wie erhofft anschlagen dürften, ist positiv einzuordnen.

Nach der jüngsten Operation wurde ja erkannt, dass sich zu einem früheren Zeitpunkt der Verletzung Bakterien an der Bruchstelle eingenistet hatten. Diese könnten für den langsamen Heilungsverlauf verantwortlich sein. Wäre es nicht gelungen, mit Antibiotikum gegenzusteuern, hätte Marquez eine vierte Operation gedroht, bei der die Metallplatte entfernt und durch eine externe Fixierung ersetzt worden wäre, die mittels durch die Haut ragende Schrauben am Knochen verankert wird. Somit befindet sich direkt an der Bruchstelle kein Metall, weil sich eben dort besonders leicht Bakterien festsetzen.

Diese vierte Operation scheint nun also vorerst einmal vom Tisch, zumindest wurde sie deutlich unwahrscheinlicher. Für Marquez beginnt nun aber ohnehin ein Rennen gegen die Zeit. Im von ihm geposteten Video zeigt sich der MotoGP-Superstar zwar gewohnt gutgelaunt, den operierten Arm trägt er aber in einem Gips mit Schlinge und bewegt ihn quasi gar nicht. Kein Vergleich zum verfrühten Comeback im Juli, als er vier Tage nach der OP wieder auf dem Motorrad saß - mit hinlänglich bekannten Folgen.

Bis zum geplanten MotoGP-Saisonstart 2021 in Katar von 26. bis 28. März bleiben Marquez nur gut drei Monate, die Testfahrten gehen schon deutlich früher über die Bühne: Von 19. bis 21. Februar wird in Sepang gefahren, von 10. bis 12. März am Losail International Circuit. Dass Marquez die ersten Saisonrennen wie gewünscht in Angriff nehmen kann, gleicht aktuell einer reinen Wunschvorstellung.

Wer ersetzt Marc Marquez im Fall der Fälle?

Logischer Ersatzkandidat für den sechsfachen MotoGP-Champion wäre im Fall einer weiteren Zwangspause natürlich Test- und Ersatzfahrer Stefan Bradl, der seine Rennaufgaben vor allem zum Saisonende 2020 sehr gut erledigte. Fällt Marquez aber für einen größeren Teil oder sogar die gesamte Saison 2021 aus, könnte es zu einem sensationellen Comeback kommen: Honda soll für diesen Fall Andrea Dovizioso zu einer Rückkehr bewegen wollen. Der Vizeweltmeister von 2017, 2018 und 2019 wollte sich nach seiner Trennung von Ducati im kommenden Jahr ja eigentlich eine MotoGP-Auszeit gönnen und Motocross-Rennen bestreiten.


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