Lange musste er warten, doch am Mittwoch konnte MotoGP-Weltmeister Jorge Martin endlich die ersten Testrunden seit seinem verhängnisvollen Unfall beim Katar GP Mitte April fahren. Der Spanier absolvierte 64 erfolgreiche Runden mit der RS-GP in Misano. So erfolgreich, dass er schon in Brünn das Comeback wagen will.
MotoGP-Test für Jorge Martin: Erstmal die Basics mit Aprilia checken
Entsprechend der neuen Regelung, die Privattests für verletzte Piloten ermöglicht, hatte der 'Martinator' drei Reifensätze von Michelin zu Verfügung. Aprilia lies ihn dabei die neueste Version ihres MotoGP-Motorrads fahren.

Bei dem Test ging es natürlich in erster Linie darum, den körperlichen Fitnesszustand von Martin zu prüfen und damit einen Eindruck zu erhalten, wann er wieder ins Renngeschehen eingreifen kann. Laut dem Team wurde aber auch an einigen anderen Dingen gearbeitet. Da Martin aufgrund seines Verletzungsdramas bisher nur sehr wenige Runden mit der Aprilia absolvierte war beispielsweise auch seine Sitzposition ein wichtiges Thema.
Jorge Martin: Comeback bereits in Brünn geplant!
Der Test war offenbar ein großer Erfolg. Laut Informationen unserer stets gut über Martin informierten spanischen Kollegen von 'motorsport.com' haben der Weltmeister und Aprilia entschieden, dass es bereit am übernächsten Rennwochenende in Brünn (18. bis 20. Juli) zum Comeback kommen soll. Martin habe sich zu jeder Zeit wohl gefühlt auf dem Motorrad. Sogar eine Rückkehr am Sachsenring sei angedacht worden, doch MotoGP-Arzt Dr. Angel Charte hat erst für das Rennen in Tschechien den Daumen gehoben. Demensprechend wird beim Deutschland GP noch Lorenzo Savadori für Noale am Start sein.
+++Update: Das sagt Jorge Martin zu seinem Test und dem MotoGP-Comeback+++
Später bestätigte auch Aprilia selbst den Comeback-Plan und stellte uns ein kurzes Interview des Weltmeisters zur Verfügung. "Ich bin wirklich sehr glücklich, wieder hier zu sein. Das war eine sehr schwierige Reise in den letzten drei Monaten, ohne ein MotoGP-Bike zu fahren", zeigte sich der 'Martinator' erleichtert.

"Das Gefühl heute war großartig. Wir haben einen großartigen Job geleistet und haben uns über den gesamten Tag immer weiter gesteigert. Am Ende konnten wir an vielen Dingen arbeiten. Darüber bin ich sehr glücklich und freue ich mich nun auf das, was kommt", beurteilte er den Testtag durchweg positiv. Und so freut er sich auf das baldige Renncomeback: "Der Plan ist die Rückkehr in Brünn. Ich hoffe alles läuft glatt in der nächsten Woche. Ich kann unter normalen Bedingungen trainieren."
Während Martin also nun wieder fahren wird, läuft auch immer noch der Vertragsstreit mit Arbeitgeber Aprilia. Wir haben uns dazu die Einschätzung eines Rechtsexperten geholt. Mehr dazu im Video:



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