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MotoGP: Fabio Quartararo will 2021 auf Mentalcoach setzen

Im Laufe der Saison 2020 legte Fabio Quartararo einen Absturz hin, wie ihn die MotoGP nur selten gesehen hat. Das soll ihm nicht noch einmal passieren.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Fabio Quartararo legte 2020 einen Auftakt nach Maß hin. Er gewann beide MotoGP-Rennen in Jerez und reiste mit dem Punktemaximum von 50 Zählern aus Andalusien ab. In den folgenden elf Grands Prix stand der Franzose aber nur noch ein weiteres Mal auf dem Podium und rutschte in der Gesamtwertung auf den aktuell fünften Rang ab. Im schlimmsten Fall wird Quartararo die Saison nur auf Platz neun beenden.

Eine Talfahrt, die sicherlich der bei schlechten Grip-Verhältnissen oft nicht konkurrenzfähigen Yamaha M1 geschuldet ist. Von jeglicher Schuld freisprechen kann man auch Quartararo selbst nicht. Vor allem in den vergangenen Wochen schien sich der Youngster in eine Negativspirale gebracht zu haben, aus der er nur schwer entkommen kann.

Das scheint Quartararo aber selbst erkannt zu haben und will daran arbeiten. "Ich werde auch 2021 keinen eigenen Riding-Coach haben, aber ich will an der emotionalen Komponente arbeiten - am Bike, in der Box und auch außerhalb davon", verriet der 21-Jährige am Freitagabend in Portimao. "Meine Emotionen besser unter Kontrolle zu haben, wird für die kommende Saison sehr wichtig sein."

Fabio Quartararo: "Bike funktioniert nicht" zu wenig

Denn sein Temperament stehe ihm und Yamaha bei der Weiterentwicklung der M1 oft im Weg, glaubt Quartararo: "Ich will meinem Crewchief und den Ingenieuren besseres Feedback geben. Wenn du emotional bist, dann sagt du nur, dass das Bike nicht funktioniert, aber nicht was genau das Problem ist. Das ist aber extrem wichtig. Daran muss ich arbeiten."

Bei schlechtem Grip kam Quartararo 2020 nie auf Touren - Foto: MotoGP.com

Wie viel gute Arbeit in diesem Bereich bewirken kann, bewies in jüngster Vergangenheit etwa Andrea Dovizioso. Erst durch die Zusammenarbeit mit einem italienischen Sportpsychologen wurde er zu einem echten Spitzenfahrer der MotoGP. Wobei 'Dovi' andere Probleme sagten, als Quartararo. Während der mit seinem Temperament kämpft, ging Dovizioso oftmals zu rational an die Sache heran.


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