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MotoGP Barcelona 2020: Die Reaktionen zum Trainings-Freitag

Franco Morbidelli hat sich die frühe Bestzeit in Barcelona geschnappt, Johann Zarco hatte ein Nachsehen. Die Reaktionen zum Trainings-Freitag in Katalonien.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Franco Morbidelli (Petronas Yamaha): "Ich habe mich auf Anhieb wohl gefühlt auf meinem Motorrad. Daher war ich schon am Vormittag schnell. Danach haben wir die richtigen Anpassungen vorgenommen und daher konnte ich meine Pace am Nachmittag verbessern. Auf meiner ersten fliegenden Runde wollte ich in Kurve 10 auf kalten Reifen leider etwas zu viel. Ich habe zu früh gepusht und landete am Boden. Ich wollte eigentlich mit den gebrauchten Reifen weiterarbeiten, konnte das Bike aber nicht mehr an die Box bringen. Daher habe ich mein Hauptaugenmerk danach auf eine schnelle Runden mit weichen Reifen gelegt."

2. Johann Zarco (Avintia Ducati): "Ich mag diese Strecke und habe daher erwartet, dass ich hier eine gute Leistung abliefern kann. Es war nicht einfach, weil ich am Nachmittag direkt mit einem Crash in Turn 5 begonnen habe. Der Reifen war wohl noch nicht bereit. Mit den weichen Reifen sind mir aber einige gute Runden gelungen. Die richtige Rennpace für Sonntag zu erarbeiten, wird aber sehr schweirig."

3. Brad Binder (KTM): "Es war gut heute. Der Vormittag war etwas schwierig, weil ich hier noch nie auf einem MotoGP-Bike gefahren bin. Ich hatte Probleme den Hinterreifen auf Temperatur zu bekommen und bin daher wie auf Eis gefahren. Am Nachmittag lief es besser. Dort habe ich mich auf neuen Reifen sofort besser gefühlt. Es scheint, dass unser Motorrad hier gut funktioniert. Morgen müssen wir aber zunächst einen Longrun fahren, damit wir einschätzen können, was am Sonntag geschieht."

4. Maverick Vinales (Yamaha): "Der erste Tag lief gut. Ich habe mich heute Morgen von Beginn an schnell gefühlt, aber am Nachmittag wurden die äußeren Bedingungen etwas schwieriger. Meine Rundenzeit war ganz gut, aber wichtiger ist mir, dass ich mit einem guten Gefühl in dieses Wochenende starte. Ich habe keine ganz schnelle Runde gezeigt, weil ich auf dem Medium-Vorderreifen unterwegs war und nicht zu viel Risiko nehmen wollte."

5. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Die Bedingungen auf der Strecke waren nicht die besten. Üblicherweise bemerkst du, wie zwischen FP1 und FP2 der Grip zunimmt, weil mehr Gummi auf die Strecke kommt. Das war diesmal aber nicht der Fall. Aufgrund des Windes hatte ich vor allem am Nachmittag Schwierigkeiten, die Kontrolle über mein Motorrad zu behalten. Im Hinblick auf die volle Rendistanz müssen wir uns auf jeden Fall verbessern."

6. Fabio Quartararo (Petronas Yamaha): "Gestern habe ich mich nicht wohlgefühlt. Heute ging es mir zwar besser, aber ich bin noch immer nicht hundertprozentig fit. Das Gefühl auf dem Motorrad war aber dennoch großartig. Die Streckenbedingungen waren leider ein wenig seltsam, aber wir haben den Tag in einer guten Position abgeschlossen. Als ich auf die Jagd nach der Bestzeit gehen wollte, hatte ich leider ein Problem mit den Bremsen und brachte keine gute Runde zusammen."

7. Joan Mir (Suzuki): "Heute war für alle ein harter Tag, weil die Strecke sehr rutschig war. Es ist auch nicht einfach, die richtige Reifenoption zu finden. Es war außerdem ziemlich windig. Wir haben am ersten Tag nicht wirklich gesehen, wer die beste Pace hat. Ich habe viel mit einem gebrauchten Hinterreifen gearbeitet, das mir viele Infos für das Rennen geliefert hat. Ich habe mich noch nicht wirklich auf schnelle Runden konzentriert."

Suzuki-Pilot Joan Mir stellte seine GSX-RR am Freitag auf Rang sieben - Foto: MotoGP.com

8. Pol Espargaro (KTM): Kommentar folgt

9. Alex Marquez (Repsol Honda): "Es war kein schlechter Tag für uns. Der neunte Platz ist super. Vielleicht haben noch nicht alle Fahrer bis zu ihrem Maximum gepusht, aber es ist ein gutes Zeichen. Ich fühle mich wohl auf dem Bike, auch wenn wir Probleme mit dem Hinterrad-Grip haben. Aber ich denke, das ist für alle Fahrer ein Problem."

10. Valentino Rossi (Yamaha): "Das Grip-Niveau ist sehr niedrig, daher muss ich das Motorrad anders fahren als noch vor einer Woche in Misano. Man muss das Rutschen und das Spinning viel mehr managen, was sehr schwer ist. Ich fühle mich aber nicht so schlecht. Meine Pace war ganz gut und ich fühle mich auf dem Motorrad wohl. Ich bin zwar nur Zehnter, aber ich denke, mein Potenzial ist viel höher. Morgen müssen wir uns verbessern, denn es werden alle Fahrer mit Sicherheit zulegen können."

11. Alex Rins (Suzuki): "Heute hatte ich ein gutes Gefühl, dass ich in Misano nicht hatte. Ich habe mit dem geringen Grip zu kämpfen gehabt, aber am Nachmittag lief es dann besser. Ich konnte konstantere Rundenzeiten fahren. Mein Ziel ist es jetzt, morgen in Sachen Rennpace einen Schritt nach vorn zu machen."

12. Jack Miller (Pramac Ducati): "Leider waren heute nur wenige Dinge hilfreich: ich hatte keinen Grip und der Wind war sehr stark, was mir große Probleme am Vorderrad beschert hat. Ich hoffe, dass das morgen besser wird, doch die Wetterprognose sieht gut aus."

Cal Crutchlow kämpfte sich trotz mehrerer Verletzungen durch den Trainings-Freitag in Barcelona - Foto: MotoGP.com

13. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Die ersten Runden am Morgen waren seltsam, aber danach hatte ich mit dem Knöchel kein Problem. Allerdings sieht die Sache bei meinem Arm anders aus. Ich habe im Unterarm Schmerzen im Bereich der Sehne. Schon nach der ersten Session war der Arm wieder ziemlich angeschwollen. In der zweiten Session ging es aber ein bisschen besser. Vielleicht wird es durch das Fahren ja besser."

14. Aleix Espargaro (Aprilia): "Es war ein schwieriger Tag, aber ich habe mich gut gefühlt. Mir gefällt das Layout der Stecke und ich hatte Spaß daran, zu fahren. Der Grip ist sehr niedrige, vor allem im Vergleich zu Misano. Deshalb bin ich nicht allzu viele Risiken eingegangen, weil es sehr einfach gewesen wäre, einen Fehler zu machen."

15. Andrea Dovizioso (Ducati): "Wie erwartet gibt es hier deutlich weniger Grip als in Misano. An diese Bedingungen mussten wir uns am Vormittag erst anpassen. Im Vergleich zu den anderen Fahrern, haben wir heute völlig anders gearbeitet und daher kann man unsere Zeiten nicht vergleichen. Wir hoffen, dass morgen andere Bedingungen herrschen. Ich will im 3. Training auf jeden Fall in die Top-10."

16. Iker Lecuona (Tech3 KTM): "Ich muss zugeben, dass ich heute viele Probleme mit der Front hatte. Ich bin zweimal gestürzt und habe nicht wirklich verstanden, weshalb. Es gab keine Warnungen. Ich habe mich gut gefühlt und auf einmal verliere ich die Front. Ich muss jetzt weiter mit dem Team arbeiten, um eine gute Lösung für morgen zu finden. Dann können wir uns hoffentlich verbessern."

17. Miguel Oliveira (Tech3 KTM): "Heute war kein einfacher Tag für uns. Wir konnten nicht die richtige Balance mit dem Bike finden, um mehr Grip auf der Strecke aufzubauen. Wir wussten, dass der Grip hier nicht sehr hoch sein würde, aber wir hätten nicht erwartet, so viele Probleme zu haben."

18. Bradley Smith (Aprilia): "Ich denke, es war ein anstrengender Tag für alle, vor allem, was den Grip am Hinterrad angeht. Es war schwer, die Reifen auf Temperatur zu bekommen, vor allem, weil es viel kühler als sonst, wenn wir hier sind. Wir haben ein paar Schritte in die richtige Richtung gemacht und ich bin gespannt, wie es morgen läuft."

Platz 19 am ersten Trainingstag in Barcelona: Repsol-Ersatzpilot Stefan Bradl - Foto: MotoGP.com

19. Stefan Bradl (Repsol Honda): "Meinem Arm geht es wieder gut. Heute Morgen habe ich mich viel besser gefühlt, als noch am letzten Wochenende. Ich hatte keine Probleme damit. Der Tag hat gut angefangen und ich freue mich, dass das Setup des Bikes generell gut funktioniert hat. Es sieht so aus, als hätte Honda seit Misano einen Schritt nach vorn gemacht."

20. Francesco Bagnaia (Pramac Ducati):"Es war ein harter Tag, denn ich hatte weder ein gutes Gefühl, noch genug Grip. Die Datenanalyse hat ergeben, dass ich die Reifen nicht genug aufgewärmt habe. Morgen sollte es aber wegen des Wetters mehr Grip geben und Vieles damit besser laufen."

21. Tito Rabat (Avintia Ducati): Kommentar folgt

22. Danilo Petrucci (Ducati): "Es war ein schwieriger Tag - hauptsächlich wegen des starken Windes. Nach der ersten Session haben wir leider eine Entscheidung getroffen, die sich als nicht richtig herausstellte. Daher mussten wir einen Schritt zurück machen. Zum Glück haben wir am Ende des Tages den Faden doch noch bekommen."


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