MotoGP

Alex Rins nach Jerez-Aufholjagd: Qualifying muss besser werden

Alex Rins kämpfte sich beim MotoGP-Rennen in Jerez von P9 auf P2 nach vorne. Solch eine Aufholjagd ist aber nicht immer möglich, weiß er.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Suzuki und Alex Rins sind in der MotoGP-Saison 2019 richtig gut dabei. Der Spanier wurde beim Heimrennen in Jerez Zweiter und liegt damit auch in der Gesamtwertung auf dem zweiten Rang. Ein einziges Pünktchen trennt ihm vom neuen Leader Marc Marquez, der den Spanien-GP gewonnen hat. Und dennoch ist Rins nicht rundum zufrieden mit dem zurückliegenden Wochenende.

Denn Rins musste wieder einmal eine Aufholjagd in den Asphalt zaubern. Im Qualifying am Samstag reichte es für den Suzuki-Piloten nur zu Rang neun. Und auch vor dem Spanien-GP galt das Qualifying schon als Rins' Achillesferse: In Katar reichte es zu Platz zehn, es folgten die Positionen 16 in Argentinien, sieben in Austin und nun eben neun in Jerez. Kein einziges Mal startete Rins in diesem Jahr aus den ersten beiden Reihen.

"Wir müssen uns im Qualifying verbessern. Bei einem Start aus der vierten Reihe ist es schwer, die Fahrer vor uns zu überholen", erklärt Rins folgerichtig. Die Folge der schlechten Startpositionen: Bereits zu Rennbeginn muss der Suzuki-Pilot große Risiken eingehen, um nicht schon in der Startphase zu viel Zeit zu verlieren. Entsprechend sah auch Rins' Taktik in Jerez aus: "Wir wussten, dass wir eine gute Rennpace haben. Der Plan war, schnell an den Fahrern vorbeizugehen."

Alex Rins mit viel Risiko zu Beginn

In der ersten Runde konnte Rins das auch gut umsetzen, er arbeitete sich von P9 auf P6 nach vorne. Was Rins massiv zugute kam: Seine Suzuki war in den Bremszonen richtig stark aufgelegt. Ein Bereich, an dem zuletzt massiv gearbeitet wurde. Trotzdem sieht Rins hier Verbesserungspotenzial: "Ich denke, uns fehlt noch ein wenig, um das Bike wirklich gut abzubremsen. Aber ich musste aggressiv sein, um zu überholen."

Nach der ersten Runde hing der Suzuki-Pilot allerdings hinter Andrea Dovizioso fest. Ein erster Angriff in Runde fünf wurde direkt gekontert, einen Umlauf später hatte es Rins dann vorbei geschafft. "Ich habe viel Zeit hinter Dovi verloren. Die Ducati ist sehr stark auf der Bremse und beim Beschleunigen", hat Rins erkannt. In der Tat: Das Top-Trio lag nach sechs Runden bereits knapp zwei Sekunden vor Rins, bevor dieser die Aufholjagd nach vorne weiter antrat. Eine Runde später fuhr Rins seine persönlich schnellste Runde des Rennens.

Führen die WM jetzt an: Marquez und Rins - Foto: LAT Images

Die Lücke zum Yamaha-Trio Quartararo/Morbidelli/Vinales konnte schnell geschlossen werden, und nach Quartararos unglücklichem Defekt in Runde 14 lag Rins an zweiter Stelle. Doch Marquez war zu diesem Zeitpunkt schon um fast vier Sekunden enteilt, sodass Rins auf einen Fehler des MotoGP-Weltmeisters hoffen musste. Dieser gab sich jedoch keine Blöße mehr und fuhr den Sieg sicher nach Hause.

Alex Rins: Weiter gleiche Herangehensweise

Die Top-2 des Rennens führen damit auch die Gesamtwertung in der MotoGP nach vier von 19 Rennen an. Rins gilt nach den Leistungen in der bisherigen Saison und in der zweiten Saisonhälfte 2018 zu den Mitfavoriten im Kampf um den WM-Titel. So weit möchte der Spanier aber noch nicht gehen. "Nach dem IRTA-Test vor dem Saisonstart habe ich gesagt, dass unser Bike stark ist und gut genug für Siege. Wir haben schon gute Rennen gezeigt, aber ich werde Rennen für Rennen immer gleich an die Sache herangehen", hält Rins den Ball flach. Er weiß, dass noch Arbeit vor ihm und seiner Suzuki-Crew liegt.


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