MotoGP

MotoGP Sepang 2018: Die Reaktionen zum Qualifying

Das MotoGP-Qualifying verzögert sich lange durch starke Regenfälle. Marquez holt Pole, dann Strafe. Zarco erbt Startplatz 1. Die Reaktionen zum Samstag.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda, nach Strafe auf Startplatz 7): "Ich habe mich sehr gut gefühlt. Im FP4 war mein Gefühl nicht so gut, aber für das Qualifying haben wir etwas geändert. Dann lief es besser. Beim Sturz habe ich nicht mal wirklich gepusht. Im Rennen werden wir sehen, wie es läuft. Denn auch im Trockenen ist unsere Pace ganz gut."

2. Johann Zarco (Tech3 Yamaha, Startplatz 1): "Wir sind mit den weichen Vorderreifen ins Qualifying gestartet. Ich habe versucht, damit zu fahren, aber ich war zu schnell. Dann bin ich auf das andere Bike gewechselt und bin mit Medium-Reifen gefahren. Damit wusste ich dann, dass etwas möglich wäre. Auf der letzten Runde habe ich ein gutes Gefühl gehabt."

3. Valentino Rossi (Yamaha): "Am Ende war die Strecke sehr schnell trocken. Mit dem weichen Reifen lief es gut, aber wenn so viel Regen auf der Strecke ist, wäre es vielleicht auch mit dem Medium-Reifen gegangen. Ich hatte eigentlich erwartet, als Neunter zu starten, aber so ist es natürlich viel besser. Es ist gut, dass das Rennen morgen angepasst wurde. Ich hoffe auf ein trockenes Rennen, aber auch im Nassen bin ich schnell."

4. Andrea Iannone (Suzuki): "Der Tag heute war nicht einfach, aber er war viel besser als gestern. Wir haben das Bike und damit das Gefühl stark verbessert. Ich schließe den Tag mit einem positiven Eindruck ab, und das ist wichtig für mich. Leider wurde ich in meiner letzten schnellen Runde in Kurve 9 aufgehalten und habe vier Zehntel verloren. Ohne dem hätte meine beste Zeit noch schneller sein können. Das war schade, aber endlich starte ich morgen aus der ersten Reihe."

5. Andrea Dovizioso (Ducati): "Marquez und Vinales haben ihre Pace verbessert. Morgen werden wir glaube ich eine Gruppe an Fahrern haben, die um den Sieg kämpfen. In Q2 machte ich einen Fehler und flog auf meiner besten Runde ab. Wir mussten außerdem einen Vorderreifen verwenden, der zu hart war. Ich bin zu schnell in Kurve 9 angekommen und aufs Gras gerutscht. Schade, wir hätten aus der ersten Reihe starten können."

6. Jack Miller (Pramac Ducati): "Ehrlich gesagt war ich überzeugt, dass ich es in die erste Reihe schaffen könnte. Im zweiten Run begann der Vorderreifen stark nachzulassen. Startreihe zwei ist trotzdem ein gutes Ergebnis, auch hinsichtlich der Renn-Pace. Die war das ganze Wochenende über positiv."

Jack Miller verpasste im Qualifying von Malaysia knapp die Top-5 - Foto: Pramac Racing

7. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Nach dem ersten Run war ich zuversichtlich. Wir entschlossen uns, hinten den Soft-Regenreifen aufzuziehen. Erst danach haben wir realisiert, dass der weniger gut ging als der Medium. Ich weiß nicht, wie das Wetter morgen wird, aber ich bin optimistisch für ein Top-fünf-Ergebnis."

8. Alex Rins (Suzuki): "Der Tag heute war glaube ich richtig gut und solide. Besonders unser Rhythmus auf alten Reifen, den haben wir getestet und er war nicht schlecht. Qualifying war bitter, weil unsere Strategie anders aussehen hätte können. Wäre ich zum Reifenwechsel reingekommen, hätte ich näher an der Spitze sein können."

9. Alvaro Bautista (Angel Nieto Ducati): "Wenn es trocken ist, dann passt das Feeling und dann passt die Pace. Aus der dritten Reihe raus sollte ich mit der Spitzengruppe vom Start weg mithalten können. Körperlich wird es ein hartes Rennen. Mein Ziel sind die Top 10, darauf hoffen wir. Das Rennen früher zu starten ist meiner Meinung nach eine gute Entscheidung."

10. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Heute haben wir einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Es reicht trotzdem noch immer nicht, um mit der Spitzengruppe mitzuhalten. Im Nassen hatte ich dann viele Probleme, sowohl auf dem Medium als auch auf dem Soft. Daher starten wir morgen wieder von weit hinten, und das ist nicht gut."

11. Maverick Vinales (Yamaha): "Wir hatten in diesem Qualifying keinen guten Versuch. Das Bike hat nicht gut funktioniert, also war es schwierig. Es war nicht der Reifen, sondern das Regen-Setup, also muss das Team daran arbeiten. Im Trockenen hatten wir das Bike schon gut vorbereitet. Ich weiß nicht, was ich für morgen erwarten soll, aber es wird interessant. Ich hoffe, dass die Strecke trocken bleibt, weil ich mich da am besten fühle."

12. Aleix Espargaro (Aprilia): "Wenn die Bedingungen gleich wie heute sind, wird es ein anspruchsvolles Rennen. Wir müssen aufpassen und keine Fehler machen. Ich würde eine trockene Strecke vorziehen, aber ich habe mich in allen Sessions heute gut gefühlt. Beim Wetter in Q2 wusste ich, dass ich die Zeit in der ersten oder zweiten Runde fahren musste. Ich habe hart gepusht, war schnell, und habe dann leider die Front verloren und bin abgeflogen."

Im Q1 von Sepang zeigte Aleix Espargaro tolle Leistungen - Foto: Aprilia

13. Scott Redding (Aprilia): "Ich bin zwar auf Platz 13, aber vom Qualifying habe ich mehr erwartet. Ich war schon immer in Nassen schnell, aber wir haben unsere Probleme nach wie vor nicht gelöst. Ich habe mit den Kurven Probleme und mir fehlt der Grip. Nach ein paar Runden habe ich meinen Vorderreifen zu sehr belastet, deshalb kann ich nicht mehr schneller. Wir werden versuchen, vor dem Rennen da eine Lösung zu finden."

14. Michele Pirro (Ducati): "Ich bin mit meinem Tag zufrieden und freue mich, dass ich hier auf die Strecke zurückkomme. Da macht es nichts, dass ich nur heute fahren konnte. Leider habe ich in Q1 einen kleinen Fehler eingebaut, als ich auf Verbesserungskurs war. Wir haben Stahlbremsscheiben montiert, weil ich die Karbonbremsen noch nie im Regen gefahren bin. Ich war schnell, bevor ich mich vor Kurve 9 verschätzt habe. Q2 habe ich um nur ein paar Zehntel verpasst."

15. Xavier Simeon (Avintia Ducati): "Im Regen komme ich mit diesem Bike sehr gut zurecht, aber heute waren es zum ersten Mal richtig nasse Bedingungen. Ich hatte nur 15 Minuten, um das Beste rauszuholen. In den ersten Runden ging ich es vorsichtig an. Dann sah ich, dass ich vielleicht einen Fehler gemacht habe, weil die ersten Runden die schnellsten waren. Trotzdem bin ich zufrieden, weil das mein bestes Ergebnis des Jahres war."

16. Pol Espargaro (KTM): "Ich bin mit dem Ergebnis nicht glücklich. Im Vorjahr kamen wir hier ins Q2. Im Trockenen, mit dem Soft-Reifen, fanden wir ein gutes Setup, aber dann hat es geregnet! Ich entschied mich für den Medium-Hinterreifen und der war in einigen Bereichen gut, der Soft in anderen. Ich hatte nicht genügend Runden, um auf dem Medium eine gute Zeit zu fahren."

17. Bradley Smith (KTM): "Hat was von einer verpassten Chance, und die tun am meisten weh. Wenn wir es ins Q2 geschafft hätten, dann glaube ich, dass die vorderen Startreihen möglich gewesen wären. Dann wäre unser Leben morgen viel einfacher. Ich glaube, dass wir die Pace haben. FP4 war eine meiner besseren Sessions im Trockenen. Wenn es morgen regnet, dann lassen wir alles so und hoffen auf das Beste."

18. Tom Lüthi (Marc VDS Honda): "Es war ein guter Tag. Im Qualifying war ich ziemlich schnell. Dann habe ich leider einen kleinen Fehler gemacht und bin abgeflogen. Sonst hätte es besser enden können. Trotzdem bin ich noch immer der Schnellere der Hondas, das ist nicht schlecht."

Tom Lüthi war im Qualifying von Sepang schneller als Teamkollege Franco Morbidelli - Foto: Estrella Galicia Marc VDS

19. Franco Morbidelli (Marc VDS Honda): "Ich hatte ein gutes FP4, und gute Pace. Im Qualifying haben wir uns für die falschen Reifen entschieden, damit konnte ich nicht mehr rausholen. Das war schade, aber ich bin ganz zufrieden. Das Gefühl auf der nassen Strecke war abgesehen vom fehlenden Grip gut. Mal schauen, wie das Wetter morgen aussieht."

20. Stefan Bradl (LCR Honda): "Leider kam im Qualifying der Regen. Ich bin aber seit ungefähr sechs Monaten nicht mehr im Regen gefahren. Ich hatte von Q1 weg kein Vertrauen, und es hat viel zu lange gedauert, um Speed zu finden. Im Trockenen haben wir bis jetzt gute Arbeit geleistet. Wir haben heute in FP3 einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht, genau wie in FP4. Wir waren konstant, schnell, und in den Top 12 oder in der Nähe."

21. Karel Abraham (Angel Nieto Ducati): "FP3 war okay, FP4 lief zuerst ganz gut, aber dann kam ich in Kurve fünf an, wo es ohne Vorwarnung stark regnete. Ich stürzte, das Motorrad ist zerstört, und ich habe mir wehgetan. Zum Glück habe ich mir nichts gebrochen, aber die Hände tun mir weh, der Rücken auch, und ich habe Kopfschmerzen. Ich bin richtig sauer, weil die Streckenposten meiner Meinung nach die Flaggen nicht gezeigt haben. Andere Fahrer hat es noch schlimmer erwischt."

22. Takaaki Nakagami (LCR Honda): "Natürlich bin ich mit dem Ergebnis enttäuscht. Es war eine schwierige Situation, mit den Verzögerungen, und die Bedingungen wechselten von trocken zu nass und es war nicht perfekt. Ich glaube, wir haben die Reifenwahl nicht ganz hinbekommen, wir nahmen Soft und die waren für mich zu weich. Das Gefühl vorne war nicht gut. Wir haben beim Bremsen viel Zeit verloren."

23. Hafizh Syahrin (Tech3 Yamaha): "Es tut mir leid, ich konnte nicht mein Bestes geben. Die Reifen haben stark durchgedreht und ich bin von mir selbst enttäuscht. Egal, morgen ist ein neuer Tag und da will ich alles geben. Wir verstehen langsam, welchen Reifen wir brauchen. Bisher hatte ich noch keine Erfahrung im Regen, es braucht Zeit um das zu verstehen. Ich will es einfach genießen, hoffentlich kann ich für meine Fans hier alles geben."

Jordi Torres (Avintia Ducati): "Der Tag war desaströs. Wir hatten die Chance, etwas zu schaffen, aber genau das Gegenteil war der Fall. Am Morgen gab es ein paar feuchte Stellen, eine habe ich in Kurve 9 erwischt und bin gestürzt. Zum Glück war ich dabei langsam. In FP4 wollten wir unsere Rennpace verbessern, aber ohne Vorwarnung begann es stark zu regnen. Da flog ich beim Beschleunigen vom Bike. Zum Glück habe ich nur meinen linken Daumen gebrochen, aber leider ist mein Wochenende vorbei."


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