MotoGP

Andrea Dovizioso: Seine Erklärung für den Sturz in Motegi

Andrea Dovizioso konnte bis zur vorletzten Runde des MotoGP-Rennens in Motegi mit Marc Marquez mithalten. Dann unterlief ihm ein folgenschwerer Fehler.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Im MotoGP-Rennen von Motegi versuchte Andrea Dovizioso alles, um Marc Marquez' Titelfeierlichkeiten zumindest ein weiteres Rennwochenenden hinauszuzögern. Er führte den Grand Prix von Japan aus der Pole Position die ersten 20 von 24 Runden an. Dann setzte sich aber Marquez an die Spitze und Dovizioso stürzte beim Versuch, den Repsol-Honda-Piloten noch einmal abzufangen.

In der vorletzten Runde klebte Dovizioso am Hinterrad von Marquez. In Kurve zehn, der Haarnadel vor der langen Geraden, klappte ihm aber das Vorderrad an seiner Ducati GP18 ein. Er schlitterte in den Kies, konnte das Rennen zwar noch fortsetzen, blieb als 18. aber ohne Weltmeisterschaftspunkte, wodurch Marquez seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 102 Punkte schrauben konnte und somit bei noch drei ausstehenden Rennen bereits als MotoGP-Champion feststeht.

Dovizioso legte aber Wert darauf, dass er es bei der Jagd auf Marquez nicht übertrieben habe. "Ich war nicht über dem Limit, als ich gestürzt bin", stellte er fest. "Ich habe versucht, das Rennen zu gewinnen, dabei aber einen kleinen Fehler gemacht. Ich hatte etwas zu viel Schräglage und der Vorderreifen hat nicht mehr mitgespielt.

Andere Linie einzige Chance für Andrea Dovizioso

Der Ducati-Pilot sah seine einzige Chance, an Marquez vorbeizugehen, in der engen 90°-Kurve am Ende der Geraden, wo er auch im Vorjahr Marquez im Kampf um den Sieg ausgebremst zu haben. Um dort nah genug an seinem Rivalen dran zu sein, musste er in der Haarnadel zuvor aber eine ungewöhnliche Linie wählen.

Dovizioso gelang in Motegi keine Wiederholung von 2017 - Foto: Repsol

"Ich wollte mich gut auf den Kurvenausgang vorbereiten", erklärt Marquez. "Meine Beschleunigung dort war zwar gut, aber ich war sonst nie nah genug dran, um Marc zu überholen." Doviziosos Plan ging nicht auf und so bleibt ihm, wie schon 2017, nichts anderes übrig, als Marquez zum Weltmeistertitel zu gratulieren. "Marc musste heute Besonderes leisten, um bis zum Ende mit mir mitzuhalten. Man kann ihm nur gratulieren. Er ist ein verdienter Weltmeister. Marc und sein Team waren besser als alle anderen", gab sich Dovizioso wie gewohnt ganz als MotoGP-Gentleman.


Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter