MotoGP

MotoGP Motegi 2018: Marc Marquez siegt und ist Weltmeister!

Andrea Dovizioso stürzt im MotoGP-Rennen von Motegi im Kampf gegen Marc Marquez. Der holt sich den Sieg und krönt sich zum Weltmeister 2018.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez ist MotoGP-Weltmeister 2018! Er gewinnt den Grand Prix von Japan in Motegi nach einem Duell mit Andrea Dovizioso, der in der vorletzten Runde aber stürzt und Marquez somit den Titel serviert.

Cal Crutchlow und Alex Rins komplettieren das Podium.

Die Schlüsselszene im MotoGP-Rennen von Motegi

Dovizioso versucht alles, um Marquez in Motegi zu schlagen. In der vorletzten Runde riskiert er aber zu viel und geht in Kurve zehn zu Boden. Er kann das Rennen zwar fortsetzen, Marquez hat den Sieg aber in der Tasche.

MotoGP Motegi 2018: Der Rennfilm

Start: Dovizioso verteidigt seine Pole Position souverän. Miller und Zarco kollidieren von den Startplätzen zwei und drei aus beinahe. Miller geht als Zweiter in Kurve eins, Zarco fällt auf P6 zurück. Marquez schießt schon P6 auf Rang drei nach vorne, dahinter reihen sich Crutchlow und Rins ein.

1. Runde: Marquez geht in Kurve neun auch an Miller vorbei und ist bereits Zweiter. Rossi ist ebenfalls auf dem Vormarsch. Er verbesserte sich am Start von Rang neun auf sieben und schnappt sich im Lauf der ersten Runde auch Zarco und Rins, ist somit bereits Fünfter.

2. Runde: Rins holt sich Platz fünf von Rossi zurück, der kontert aber in der 90°-Kurve nach der Gegengeraden.

3. Runde: Crutchlow geht an Miller vorbei und ist neuer Dritter.

5. Runde: Crutchlow überholt auch Marquez. Er drückt sich in Kurve sieben an seinem Honda-Kollegen vorbei und ist bereits Zweiter. Rossi schnappt sich Miller und damit Rang vier.

6. Runde: An der Spitze hat sich eine Dreiergruppe mit Dovizioso, Crutchlow und Marquez gebildet. Knapp eine Sekunde dahinter führt Rossi die Verfolger mit Rins, Iannone und Miller an.

7. Runde: Marquez holt sich Platz zwei von Crutchlow zurück. Der hatte im vorigen Umlauf mit der schnellsten Rennrunde die Pace angezogen.

10. Runde: Rossi gerät im Kampf um Platz vier unter gehörigen Druck der Suzuki-Piloten Iannone und Rins. In Kurve elf holt sich Iannone P4 von Rossi.

11. Runde: Nun geht auch Rins an Rossi vorbei. Er bremst sich in Kurve fünf vorbei. Rossi ist nur noch Sechster, sein Yamaha-Teamkollege Maverick Vinales fährt auf Platz elf ein einsames Rennen.

Miller stürzt auf Platz sieben liegend in Kurve neun. Sein Rennen ist vorbei.

12. Runde: Iannone macht Boden auf das Führungstrio gut. Kann er für einen Vierkampf um den Sieg sorgen?

14. Runde: Marquez übernimmt die Führung! Dovizioso lässt in Kurve neun die Tür weit offen und Marquez sticht innen durch. In Turn 10 kommt er aber am Ausgang auf das Gras, verliert an Schwung und Dovizioso kann sich in Kurve elf die Führung zurückholen.

15. Runde: Iannone ist gestürzt! Er verbremst sich in Kurve zehn und landet mit seiner Suzuki im Kies.

17. Runde: Crutchlow verliert etwas den Anschluss zu Dovizioso und Marquez, gleichzeitig gerät er unter Druck von Rins.

18. Runde: Dovizioso erhöht die Schlagzahl. Er fährt die schnellste Rennrunde.

19. Runde: Marquez kontert seinerseits mit der schnellsten Rennrunde. Die Entscheidung um den Sieg fällt zwischen ihm und Dovizioso, Crutchlow und Rins machen sich anderthalb Sekunden dahinter Rang drei aus.

21. Runde: Marquez drückt sich mit einem Blockpass in Kurve neun an Dovizioso vorbei. Dieses Mal kann er seine Führung behaupten.

22. Runde: Dovizioso lässt sich nicht abschütteln. Er klebt am Hinterrad von Marquez.

23. Runde: Dovizioso stürzt in Kurve zehn! Er kann das Rennen fortsetzen, kommt aber nur auf Platz 14 zurück auf die Strecke.

Ziel: Marquez fährt den Sieg und Titelgewinn ganz trocken nach Hause. Crutchlow kann Rins hinter sich halten und wird Zweiter. Rang vier geht an Rossi vor Bautista und Zarco. Vinales wird Siebter. Pedrosa, Petrucci und Syahrin komplettieren die Top-Ten. Morbidelli, Smith, Pol Espargaro, Katsuyuki Nakasuga und Takaaki Nakagami holen die letzten Punkte. Dovizioso wird 18, Tom Lüthi kommt auf P20.

So lief das MotoGP-Rennen von Motegi für Tom Lüthi

Von Startplatz 23 ins Rennen gegangen kann sich Tom Lüthi in Motegi nicht steigern. Er kann nur Suzuki-Wildcard-Pilot Sylvain Guintoli hinter sich halten und wird durch vier Ausfälle vor ihm am Ende 20. Knapp 53 Sekunden fehlen ihm auf Sieger Marquez.

Die Stimmen vom MotoGP-Podium in Motegi

Marc Marquez (Sieger, Repsol Honda): "Das ist ein wirklich, wirklich, wirklich tolles Gefühl. Schon nach Aragon habe ich gedacht, dass es in diesem Jahr möglich sein wird, Weltmeister zu werden. Es ist aber besonders schön, es bei der ersten Möglichkeit zu schaffen. Das hier war für uns nicht die beste Strecke, aber wir haben das gesamte Wochenende über hart gearbeitet und ich konnte Dovi im Rennen folgen. Ich hatte die selbe Strategie wie in Thailand, nämlich schon vor der letzten Runde zu attackieren, weil ich das Gefühlt hatte, dass ich etwas schneller sein kann. Dovi ist dann auch tatsächlich gestürzt. Das ist schade, denn er hätte es verdient, auf dem Podium zu stehen."

Cal Crutchlow (Zweiter, LCR Honda): "Mein Problem war, dass Dovi die Pace sehr niedrig gehalten hat, wodurch die Leute hinter mir herankommen konnten. Ich habe die Situation aber gut kontrolliert, obwohl ich auf der linken Seite Probleme mit dem Grip hatte. Mein Plan war, den Reifen für das Rennende zu schonen und Rins hinter mir zu halten, was mir auch gelungen ist. Durch Dovis Crash bin ich dann sogar noch Zweiter geworden. Damit bin ich sehr zufrieden."

Alex Rins (Dritter, Suzuki): "Ich bin sehr zufrieden. Es war ein fantastisches Rennen in der Heimat von Suzuki. Im Rennen habe ich ständig voll gepusht, nach Iannones Crash war ich aber etwas weit von der Spitze entfernt. Am Ende hat es dennoch für das Podium gereicht."

Die Lehren aus dem Motegi-GP

  • Marc Marquez verteidigt seinen MotoGP-Titel erneut
  • Alex Rins präsentiert sich erneut stark
  • Yamaha ist auch in Motegi nur vierte Kraft

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