MotoGP

MotoGP Valencia 2017: Die Reaktionen zum Trainings-Freitag

Der Fight zwischen Marc Marquez und Andrea Dovizioso nahm am Freitag in Valencia seinen Anfang. Das sagen die MotoGP-Piloten zum Trainingstag in Valencia:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Jorge Lorenzo (Ducati): "Heute hat ich ein hervorragendes Gefühl und konnte zum ersten Mal in diesem Jahr einen Trainingstag mit einer überzeugenden Führung beenden. Ich bin wirklich gut gefahren und konnte die Qualitäten unseres Motorrads gut ausspielen. Obwohl wir immer noch ein paar Schwächen haben, sind unser Speed und die Pace auf allen Reifen gut. Ich mag die Strecke hier in Valencia einfach. Am Samstag müssen wir genau so weitermachen."

2. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich bin zufrieden. Vor allem am Nachmittag bei höheren Temperaturen und besserem Grip habe ich mich wohler auf dem Motorrad gefühlt. Wenn das Wetter wie prognostiziert so bleibt, dann wird der Grip noch deutlich zunehmen. In diese Richtung müssen wir also arbeiten."

3. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war ein produktiver Tag. Wir haben viele Dinge ausprobiert und jetzt einen guten Plan für das Rennen. Mit meinem Speed bin ich zufrieden, mit dem Gefühl für das Motorrad noch nicht besonders, denn im Rennen werde ich sanfter fahren müssen als heute. Marc und Dani haben im Moment die beste Pace, aber wir haben im Bereich der Elektronik und des Chassis noch Luft nach oben."

4. Andrea Iannone (Suzuki): "Mit der Morgen-Session bin ich zufrieden, denn wir waren schnell und hatten ein gutes Gefühl für das Bike. Am Nachmittag haben wir mit benutzten Reifen weitergemacht, um die Pace zu finden. Wir konnte eine wichtige Distanz fahren, über Renndistanz hinaus. Unsere Performance war gut. Am Ende haben wir auf neue weiche Reifen gewechselt. Leider habe ich in einer Rechtskurve die Front verloren. Die sind hier in Valencia entscheidend. Vielleicht waren die Reifen nicht auf der richtigen Temperatur."

5. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Mit dem heute Erreichten bin ich zufrieden. Wir hatten hier einen guten Start und unsere Pace stimmt. Ich bin viel mit dem Medium gefahren und konnte mich dann mit dem Soft noch einmal steigern, auch wenn ich ehrlich gesagt etwas mehr erwartet hatte. Das Wichtigste ist aber, dass ich in den Top-Ten bin. Die heute gesammelten Informationen werden für das Qualifying sehr nützlich sein. Hoffentlich kann ich da mit den Spitzenpiloten mithalten und so eine gute Ausgangsposition für Sonntag schaffen."

6. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich habe mich heute sehr gut gefühlt, also haben wir gleich viel für das Rennen gearbeitet. Ich bin lange mit gebrauchten Reifen gefahren und wir haben versucht, die richtige Abstimmung zu finden. Am Samstag werden wir noch ein paar Details anpassen und dann auf eine schnelle Runde gehen. Bei meinem Sturz heute habe ich einfach zu viel gepusht."

Marc Marquez stürzte im FP2 von Valencia - Foto: Screenshot/MotoGP

7. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Heute morgen habe ich trotz des Sturzes am Ende von FP1 eine wirklich gute Leistung gezeigt. Beim Crash habe ich in Kurve sechs einfach zu hart gepusht, nachdem wir etwas am Mapping verändert haben. Ich hatte zuvor einen ziemlich heftigen Wheely und bis das Vorderrad wieder am Boden war, bin ich völlig von der Linie abgekommen. Dann ist das Vorderrad weggerutscht. Mit meiner Pace bin ich in beiden Sessions zufrieden."

8. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Mir fällt es etwas schwer, nach den drei Überseerennen mit den breiten, offenen Strecken auf so einen engen Kurs zu kommen. Valencia ist generell schwierig. Man stürzt extrem leicht auf der rechten Seite des Reifens. Vor allem mit unserem Motorrad ist das knifflig. Wir haben es aber heute gut hinbekommen. Ich bin zufrieden."

9. Michele Pirro (Ducati): "Unser Fokus lag heute auf einigen Tests, um wertvolle Informationen für das Rennen zu sammeln. Ich bin mit meinem Speed auf dieser Strecke trotzdem zufrieden, denn hier war ich auf dem MotoGP-Bike nie wirklich schnell. Ich bin glücklich, weil Dovi und Jorge wirklich schnell waren und ich nicht weit hinter ihnen liege."

10. Pol Espargaro (KTM): "Es läuft ganz gut für uns. Wir waren in den Sessions immer in den Top-Ten. Vor allem am Vormittag habe ich mich gut gefühlt, am Nachmittag war ich etwas langsamer. Für andere Piloten ist es genau umgekehrt. Das ist etwas eigenartig. Leider hatte ich auch einen Sturz in FP2, aber wir wissen wo das Problem lag und können es jetzt lösen."

11. Valentino Rossi (Yamaha): "Es war ein schwieriger Tag für uns, vor allem am Morgen hatte ich kein gutes Gefühl für das Motorrad. Am Nachmittag sind uns ein paar Verbesserungen mit dem Setup gelungen. Da war mein Speed dann zwar nicht fantastisch, aber in Ordnung. Valencia ist immer schwierig, weil der Grip relativ schlecht ist. Genau bei diesen Bedingungen hatten wir schon die ganze Saison über Probleme."

12. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich habe Probleme beim Bremsen und es fällt mir schwer, das Motorrad einzulenken. Es ist schwierig, die Situation richtig zu verstehen. Ich kann nur versuchen, das Bike bestmöglich zu fahren. Das ist nun das Ergebnis und wir müssen versuchen, uns zu verbessern. Ich glaube, dass wir das Potenzial haben, um in die Top-Five zu kommen. Es wird aber wohl ein schwieriges Wochenende."

Maverick Vinales landete am Freitag auf Platz zwölf - Foto: Ronny Lekl

13. Aleix Espargaro (Aprilia): "Heute war kein einfacher Tag, denn ich fühle mich seit Mittwoch nicht gut und habe ein bisschen Fieber. Davon und von den Schmerzen in meiner Hand abgesehen konnte ich ein paar gute Runden fahren. Wir haben im FP2 unser Setting verbessert und eine vielversprechende Pace. Leider habe ich in meinem letzten Run die Front verloren und bin gestürzt. Allerdings ohne irgendwelche Konsequenten. Ich hoffe, dass ich morgen besser sein und meine Zeiten drücken kann. Ich möchte gleich ins Q2 gehen."

14. Scott Redding (Pramac Ducati): "Alles in allem lief alles gut. Ich hatte ein gutes Gefühl, auch wenn ich mich noch verbessern muss, um ins Q2 zu kommen. Ich will mir keine Ziele für morgen setzen, außer die beste Satelliten-Ducati in der letzten Qualifying-Session des Jahres zu werden."

15. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Heute Morgen haben wir etwas mit meiner Lederkombi ausprobiert, was nicht wirklich funktioniert hat. Ich musste wieder in meine normale Kombi wechseln. Deshalb haben wir am Morgen etwas an Zeit verloren. Ich habe hart gepusht. Es lief nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Wir wussten, was vor sich ging und dieser Nachmittag war wichtig. Wir waren wieder sehr dicht an den Top-10, nur 0.2 Sekunden dahinter. Das ist schade, aber wir haben hart gepusht und sind einige schnelle Runden gefarehn. Darüber freue ich mich."

16. Alex Rins (Suzuki): "Am Morgen lief alles ganz gut. Auch wenn wir nicht um schnelle Runden kämpfen konnten, war unsere Pace nicht schlecht. Morgen werden wir versuchen, direkt ins Q2 zu kommen. Wir werden morgen die Winglets ausprobieren, denn heute haben wir sie kaum verwendet. Wir haben Raum für Verbesserungen."

17. Mika Kallio (KTM): "Uns war in etwa klar, was wir hier erwarten können, weil wir vor ein paar Wochen in Valencia getestet haben. Die Zeiten heute waren dann auch ziemlich ähnlich wie damals. Am Vormittag war unser Speed okay, aber am Nachmittag konnten wir uns nicht steigern. Wir müssen herausfinden warum das so ist, denn Pol hatte dasselbe Problem. Dafür müssen wir eine Lösung finden. Hoffentlich gelingt uns das am Samstag mit einem anderen Setup."

18. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Heute ist es nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir sind aber nicht weit zurück, mit einer Verbesserung von zwei Zehntelsekunden wären wir in den Top-Ten. Wir haben heute auch etwas gefunden, dass uns rund eine halbe Sekunde bringen könnte. Hoffentlich können wir das am Samstag im Qualifying umsetzen."

Danilo Petrucci beendete Tag eins in Valencia nur auf Rang 20 - Foto: Ronny Lekl

19. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Mit dem heutigen Tag bin ich sehr zufrieden. Ich hatte einen konstanten Rhythmus. Ich bin vor allem glücklich, dass ich alle meine Runden ohne jemanden vor mir gefahren bin. Darauf müssen wir jetzt aufbauen, um meine Zeit bei Marc VDS mit einem guten Wochenende zu beenden."

20. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es war ein schwieriger Tag. Die Richtung, in die wir gegangen sind, hat nicht die gewünschten Resultate gebracht. Das Positive ist, dass wir das verstanden haben. Deshalb werden wir morgen versuchen, am Setup zu arbeiten, um konkurrenzfähig zu sein."

21. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Heute Morgen hatte ich einen kleinen Sturz auf den Bremsen. Ich habe am Kurveneingang die Front verloren und hatte keine Chance, den Sturz noch zu retten. Am Nachmittag hatten wir ein kleines Problem mit jedem Bike. Ich konnte keinen Rhythmus finden und habe ein paar Zehntel verloren, die wichtig für mich gewesen wären. Das Wichtigste ist jetzt, die Probleme zu beheben und mein Gefühl für das Bike zu verbessern. Unser Hauptziel ist das Q2."

22. Loris Baz (Avintia Ducati): "Diese Strecke war für unser Motorrad immer schwierig, das war uns schon vor dem Wochenende klar. Das erste Training heute ist dann auch gar nicht gut verlaufen. Wir haben etwas ausprobiert, aber es war keine Verbesserung. Am Nachmittag haben wir dann aber wohl die richtige Richtung eingeschlagen. Hoffentlich können wir im Rennen eine gute Pace erreichen, denn eine schnelle Runde ist im Moment fast unmöglich."

23. Bradley Smith (KTM): "Der Tag war irgendwie eigenartig. Ich hatte erwartet, dass die Strecke bei den wärmeren Bedingungen am Nachmittag schneller wird, aber das war nicht der Fall. Zumindest hat uns das die Möglichkeit gegeben, alle drei Hinterreifen zu testen. Ich denke, dass der Soft für uns funktionieren wird. Jetzt müssen wir sehen, wie er sich über eine Renndistanz verhält."

24. Sam Lowes (Aprilia): "Ich bin zufrieden, denn meine Rennpace ist im Vergleich zu den Tests jetzt schon besser. Leider konnte ich am Ende von FP2 keine schnelle Runde fahren. Ich bin langsamer geworden, als Aleix vor mir gestürzt ist und die Reifen brauchen ein paar Runden, bis sie auf dem höchsten Niveau sind."

25. Michael van der Mark (Tech3 Yamaha): "Ich musste mich erst wieder an das Bike gewöhnen und bin auf dieser Strecke auch schon lange nicht mehr gefahren. Im ersten Training hatte ich kein wirklich gutes Gefühl, aber in FP2 am Nachmittag war ich dann stärker und sicherer. Vor allem in der Schlussphase habe ich einen guten Schritt nach vorne gemacht. Ich genieße jede einzelne Runde. Hoffentlich können wir am Samstag das Bike noch besser an meinen Fahrstil anpassen."


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