MotoGP

Jorge Lorenzo: Ducatis Flügel haben in Australien wenig Sinn

Jorge Lorenzo baut seit Sommer auf die Winglets der Ducati. Auf Phillip Island könnte der MotoGP-Pilot seinem Motorrad aber die Flügel stutzen. Der Grund:
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Jorge Lorenzo könnte auf Phillip Island wieder auf die alte Ducati-Verkleidung ohne Winglets wechseln. Der Mallorquiner verpasste im MotoGP-Training am Freitag die Top-10 und hatte mit deutlich gravierenderen Problemen zu kämpfen als zuletzt.

"Das Problem bei dieser neuen Verkleidung ist hier vor allem der Wind. An einigen Stellen verhielt sich das Motorrad dadurch unvorhersehbar und daher könnte diese Verkleidung hier mehr Negatives als Positives bewirken", analysierte Lorenzo.

Ducati überlegt daher, Lorenzo am Samstag auf die alte Verkleidung umzurüsten, falls es trocken bleiben sollte. Denn alle Versuche, das Motorrad schneller zu machen, scheiterten am Freitag.

Lorenzo führte aus: "Es war schwierig die richtige Balance zu finden. Wir haben versucht, den Schwerpunkt tiefer zu legen um das Motorrad stabiler zu machen. Aber dann ließ es sich nicht mehr wie gewohnt umlegen in den Kurven. Es wird schwierig, hier einen Kompromiss zu finden."

Dovizioso ohne Flügel unterwegs

Teamkollege Andrea Dovizioso fuhr am Freitag auf Phillip Island ohne die Winglets und landete als Dritter deutlich vor Lorenzo. Der Mallorquiner hatte die Konstruktion seit der Sommerpause in jedem einzelnen Rennen eingesetzt. Lorenzo braucht viel Bodenkontakt mit dem Vorderrad, damit er das nötige Vertrauen aufbaut, um schnell zu sein.

Genau dafür sorgten die Flügel bislang. Doch Lorenzo erklärte am Freitag: "Da hier nicht so hart beschleunigt wird, ist Wheelie eigentlich gar kein so großes Problem." Auf Phillip Island bietet die Konstruktion zusätzliche Angriffsfläche für die starken Windböen, die das Motorrad instabil machen. Im Zusammenspiel mit schlechtem Grip aufgrund der tiefen Asphalttemperaturen eine schlechte Kombination.

Dovizioso hingegen verzichtete in Brünn, Silverstone und Aragon auf die Flügel und wird dies wohl auch in Australien tun. Lorenzo könnte es dem WM-Zweiten gleichtun: "Die Verkleidung löst hier unsere Probleme einfach nicht, deshalb haben wir hier mehr Schwierigkeiten als auf den letzten sechs Strecken."

Muss Ducati Lorenzo also erst die Flügel stutzen, damit er am Samstag durchstarten kann? Aufschluss wird das dritte Training geben, dass ab 1:55 Uhr unserer Zeit auf dem Programm steht.


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