MotoGP

Die Stimmen zum Qualifying des Tschechien GP der MotoGP

Das Qualifying der Königsklasse in Brünn entschied Marquez für sich. Dahinter liegen Rossi und Pedrosa. Das gab es zum Qualifying zu sagen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich habe bis zum Limit gepusht, mit dem ersten Reifen. Irgendwas hat mit dem Hinterreifen nicht gestimmt. Ich hatte Probleme mit dem ersten Reifen, aber meine Rundenzeiten waren nicht so schlecht. Mit dem zweiten Reifen bin ich dann eine gute Runde gefahren und konnte einige Dinge verbessern. Ich bin zufrieden, das Wochenende läuft gut. Natürlich ist die Pace nicht so wie in Deutschland, aber ich will mindestens ums Podium kämpfen."

2. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich habe versucht, spät zu bremsen und früh ans Gas zu gehen. Ich habe mich von Anfang an gut gefühlt. Ich wusste, dass ich ein gutes Bike hatte. Ich hatte freie Fahrt und konnte ohne Fehler pushen. Es ist schade, dass ich es nicht auf die Pole geschafft habe, aber ich war sehr nahe dran. Aber es ist gut für uns, ins Rennen morgen aus Reihe eins zu starten."

3. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "In der zweiten Kurve war ich nicht stark, aber grundsätzlich bin ich mit dem Qualifying zufrieden. Das ist normalerweise der Punkt, in dem ich Probleme habe. Marc war stark, sicher ist er für morgen der Favorit. Wir sind aber auch ziemlich stark, uns fehlen nur 0.2 Sekunden auf Marc."

4. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich bin sehr zufrieden mit allem, was wir dieses Wochenende geschafft haben: Die Strecke ist sehr schwierig, aber wir arbeiten gut und machen jede Session Fortschritte. Im FP4 am Nachmittag fuhren wir ziemlich viele Runden auf gebrauchten Reifen, um uns auf das Rennen vorzubereiten, und unsere Pace war überhaupt nicht schlecht. Ich denke, dass es fünf oder sechs Fahrer mit einer ähnlichen Pace gibt, und so werden wir wahrscheinlich einiges Racing in einer Gruppe sehen. Aber unsere Basis ist wirklich gut und ich glaube, dass wir morgen ein gutes Rennen fahren können."

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich habe mich beim Fahren nicht allzu schlecht gefühlt. Natürlich hatte ich noch Schmerzen vom Sturz heute Morgen, aber das war einfach sehr unglücklich. Mir geht es gut, eigentlich habe ich mich schon das gesamte Wochenende über stark gefühlt. Gestern hatten wir Probleme beim Setup, aber wir mussten einfach nur an einem anderen Bereich arbeiten. Heute haben wir einen wirklich guten Job gemacht."

6. Jorge Lorenzo (Ducati): "Heute konnten wir einige Aspekte des Bikes verbessern. Auch wenn wir etwas Topspeed verloren haben, bin ich zufrieden mit der Performance. Ich brauche einfach mehr Abtrieb vorne und mit der neuen Verkleidung fühle ich mich viel sicherer. Es war ein gutes Qualifying, auch wenn sie mir die erste Zeit gestrichen haben. Dadurch konnte ich im zweiten Run nicht mehr so viel riskieren, wie ich gewollt hätte. Die zweite Reihe ist okay, aber wichtiger ist, dass wir eine gute Rennpace haben."

Maverick Vinales verpasste die ersten zwei Reihen - Foto: Yamaha

7. Maverick Vinales (Yamaha): "Es war ein schwieriges Qualifying, denn wir konnten kein gutes Setup finden. Ich konnte das Bike nicht so wenden, wie ich es gewollt hätte. Wir haben immer noch Zeit, unsere Informationen von heute genau zu checken und ein anderes Setup für morgen im Warm-Up vorzubereiten. Ich denke, ich kann im Rennen ein paar Schritte nach vorn machen. Meine Rennpace ist nicht schlecht, aber wir müssen uns noch weiter verbessern."

8. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Wenn ich ehrlich sein soll, bin ich mit diesem achten Platz zufriedener als mit der ersten Reihe in den letzten drei GPs. Heute Vormittag machten wir uns das Leben im FP3 schwer, weil wir unsere neue Verkleidung testeten und vielleicht auch im Setup einige Fehler machten. Im FP4 war mein Gefühl auch nicht gut, weil der Asphalt sehr heiß war. Aber im Qualifying lief es sehr gut. Wir blieben ganz konzentriert und die Dinge funktionierten gut. Morgen? Ich hoffe, die Temperaturen sind etwas niedriger."

9. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Heute Vormittag hatten wir Probleme an einem Bike, das Öl verlor, und obwohl ich einen Crash verhindern konnte, musste ich abspringen, ehe ich die Begrenzung traf. Leider stürzten dann Marc Marquez und Cal Crutchlow hinter mir, was mir sehr leidtut. Ich fuhr mit einem anderen Setup am zweiten Bikte hinaus, das nicht gut genug funktionierte, um uns direkt ins QP2 zu bringen, aber das hatten wir eben. Wir arbeiteten daran, uns beim Anbremsen und die Kurvengeschwindigkeit in größter Schräglage zu verbessern, weil uns hinten etwas Grip fehlt. Wir müssen noch einen großen Schritt machen, obwohl wir einige Fortschritte bei der Elektronik machten. Morgen muss ich geduldig sein und das Rennen beenden."

10. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Insgesamt war das Qualifying etwas schwierig, aber ich bin morgen auf alles vorbereitet. Heute Nachmittag fühlte ich mich auf dem Bike positiv und hatte es gut unter Kontrolle, aber am Kurvenausgang fehlte mir etwas Drive. Ich konnte einigen Fahrern folgen und der Kurveneingang und der Speed waren positiv, aber am Ausgang hatte ich etwas zu viel Wheelspin. Vielleicht war es zu heiß, aber ich wollte in den ersten beiden Reihen stehen. Aber Zehnter ist keine Katastrophe."

11. Aleix Espargaro (Aprilia): "Die Strecke war sehr rutschig, weil es sehr warm war und der Asphalt nicht perfekt ist. Es war ein bisschen so wie in Jerez oder Barcelona. Unser größtes Problem war, das ich keinen Grip hatte, wenn ich die Bremse losgelassen habe. Im Qualifying habe ich 100 Prozent gegeben. Ich habe eine gute Runde beendet, aber bin in der letzten Kurve gestürzt. Aber trotz allem ist unsere Pace gut."

12. Loris Baz (Avintia Ducati): "Es ist immer positiv, in den Top 12 zu sein, und noch mehr, wenn man es unter trockenen Bedingungen schafft. Wenn man direkt ins QP2 kommt, ist es immer einfacher, und obwohl ich gerne eine Reihe weiter vorn wäre, war es heute nicht möglich, schneller zu fahren. Es war zu heiß und die Probleme, die wir am Vormittag hatten, steigerten sich mit der Hitze. Aber ich bin trotzdem zufrieden und freue mich aufs Rennen. Wir sind im Trockenen nicht so schlecht, aber ich würde natürlich ein Regenrennen vorziehen."

Alex Rins schlug Teamkollege Andrea Iannone im Qualifying - Foto: Suzuki

13. Alex Rins (Suzuki): "Endlich konnte ich ein Qualifying unter ganz trockenen Bedingungen absolvieren und ich habe es wirklich genossen. Ich war am Ende ganz nah am QP2. Es zu verpassen ist schade, aber es ist auch positiv, weil es bedeutet, dass ich mich jede Session verbessere. Tatsächlich konnten wir hier viele Fortschritte machen, nicht nur hier, sondern in allen letzten Rennen, seit ich zurück bin. Jedes Mal, wenn ich auf meine GSX-RR steige, lerne ich etwas Neues und unsere Performance verbessert sich auch. Ich fühle mich von meinen Verletzungen völlig genesen und bin deshalb vor dem Rennen morgen sehr zuversichtlich."

14. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Es ist schade, dass wir das Q2 ganz knapp verpasst haben. Im Q1 bin ich eine Runde zu früh gefahren, das Dashboard hat mir noch 5 Sekunden angezeigt, aber es war schon abgewunken. Ich bin in der Runde meine schnellste Zeit gefahren. Das war eine 1:56.2. Es waren ein paar Sekunden Unterschied zur echten Zeit. Ich hab nochmals aufs Display geschaut und gedacht, dass ich eine Runde noch durchziehen kann. Es ist bitter, weil wir wegen so einem kleinen Fehler nicht mehr weitergekommen sind. Es ist ja eine sehr flüssige Strecke, zum Überholen eigentlich sehr gut. Wir wollten ein starkes Qualifying fahren. Das haben wir nicht geschafft. Jetzt müssen wir morgen hoffen, dass wir weiter nach vorne kommen. Ich habe noch nicht das vollste Vertrauen. Es kann sich noch viel ändern. Es ist nichts verloren, aber es ist schade."

15. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Die fünfte Startreihe ist natürlich nicht ideal, aber ich bin auch schon von weiter hinten gestartet und gute Rennen gefahren. Ich komme mit dieser Herausforderung klar. Wäre ich nur eine Zehntelsekunde schneller gewesen, hätte ich es in Q2 geschafft - das ist Racing. Meine Pace ist ziemlich gut und ich komme immer besser in den Rhythmus auf einem MotoGP-Bike, nachdem ich zuletzt so viel auf einem Superbike gefahren bin."

16. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Es ist schade, weil wir gestern sehr stark waren und auch heute die Pace hatten. Im FP4 waren wir schnell und konsistent, aber heute Vormittag verschwendeten wir einen weichen Reifen mit dem Versuch, ins QP2 zu kommen. Dieser Reifen fehlte am Nachmittag, weil wir nur noch einen übrig hatten. Es lief nicht wie erwartet, und das Bike hatte viel Chattering. Aber wir werden nicht auf geben, mein Team und ich sind hochmotiviert und fest entschlossen, stärker in die zweite Saisonhälfte zu starten."

17. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Heute hatten wir einen guten Tag auf der Strecke. Es war schön und sonnig, vielleicht schon ein bisschen zu heiß. Aber wir konnten gut an den verschiedenen Reifen und Setups arbeiten und es sieht so aus, als hätte es sich gelohnt. Wir konnten uns in einigen Bereichen verbessern, ohne uns in anderen Bereichen zu verschlechtern. Im Qualifying war ich zufrieden, eine 1:56.7 gefahren zu sein, was eine schnelle Zeit auf dieser Strecke ist. Leider habe ich die letzte Runde verpasst, weil ich eine Sekunde zu spät über die Ziellinie gefahren bin, aber ich bin trotzdem zufrieden."

18. Pol Espargaro (KTM): "Das war heute wirklich, wirklich knapp. Heute Vormittag sprachen wir über die Möglichkeit, ins QP2 zu kommen, aber es würde schwierig werden. Im FP4 hatte ich Zarc vor mit und konnte ihn einholen, ich war überrascht über die Performance unseres Motorrads. Im Qualifying hatte ich im ersten Run etwas Chattering, aber dann relaxte ich, fuhr eine Sicherheitsrunde und wollte beim zweiten Run pushen. Aber dann war ich etwas zu schnell, ich war unter der Spitzenzeit. Der Sturz ist schade, weil wir zum ersten Mal unter normalen Bedingungen ums QP2 kämpfen konnten."

Bradley Smith fuhr zu Startplatz 19 - Foto: KTM

19. Bradley Smith (KTM): "Es wäre schön gewesen, wenn meine zweite schnelle Runde im Qualifying noch gezählt hätte, weil sie etwas schneller war. Aber ich bekam die Zielflagge einfach etwas zu früh und verpasste es um eine der zwei Sekunden. Ich hatte auf den Timing Screen geschaut und war überzeugt, dass ich noch zwei Minuten übrig hätte. Heute haben wir eine neue Frontgabel getestet, die ein Schritt in die richtige Richtung war. Jetzt müssen wir das Setup nur noch verfeinern."

20. Andrea Iannone (Suzuki): "Bis heute Morgen liefen die Dinge recht positive. Im FP4 probierten wir einige andere Einstellungen am Setup, die mir weitere Zuversicht schenkten. Also versuchte ich, mehr zu pushen, aber leider verlor ich in einer langsamen Kurve die Front und hatte das Bike deshalb nicht mehr zur Verfügung. Im QP1 war ich recht zuversichtlich, dass ich die Zeit von heute Vormittag wiederholen und sogar verbessern könnte, aber ich konnte das im ersten Run nicht tun. Dann mussten wir wegen eines technischen Problems aufgeben. Es war eine Kleinigkeit, aber es war ein Ölleck, also zogen wir es vor, nicht meine eigene Sicherheit zu riskieren oder die Strecke zu verschmutzen. Es ist wegen meiner Startposition echt schade."

21. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "In FP4 haben wir an einem Setup gearbeitet und dabei aufgrund der hohen Temperaturen den harten Hinterreifen. Dabei haben wir wertvolle Informationen gesammelt, wenn die Bedingungen im Rennen gleich sind. Im Qualifying habe ich leider in meinem ersten Run einen kleinen Fehler gemacht und konnte mich dann bei meinem letzten Angriff, als ich alleine gefahren bin, nicht mehr steigern. Hoffentlich kann ich im Rennen ein paar Punkte holen. "

22. Sam Lowes (Aprilia): "Die erste Runde im Qualifying war ziemlich gut. Im zweiten Run bin ich gestürzt, als ich mich verbessert habe. Leider hatten Aleix und ich beide Probleme, unter den Bedingungen das richtige Gefühl für die Front zu finden. Wir werden heute Abend im technischen Debrief versuchen, eine Lösung zu finden. Morgen sollen geringere Temperaturen herrschen. Das wäre gut für uns."

23. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich hatte viele Probleme mit der Front. Ich konnte nie das richtige Gefühl finden. Wir haben es auch mit dem harten Reifen versucht, aber da war das Chattering zu stark. Wegen des Sturzes am Morgen konnte ich das richtige Gefühl nicht finden. Es war ein schwieriger Samstag, aber das Wochenende ist nicht vorbei. Ich werde von einem sehr schwierigen Platz starten, aber das Rennen ist morgen und ich werde versuchen, einige Plätze gutzumachen."


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