MotoGP

Die Stimmen zum Qualifying des Deutschland GP 2017

Regenschlacht im Qualifying auf dem Sachsenring! Marc Marquez holt sich Pole acht in Folge. Das hatten die Fahrer zum Qualifying zu sagen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war ein schwieriges Qualifying. Man wusste nicht, wann man pushen kann. Sogar mit viel Wasser auf der Strecke war viel Grip da. Aber ich war am Anfang vorsichtig, denn mein zweites Bike war noch auf dem Trocken-Setup. Ich habe mich Stück für Stück vorgetraut und habe am Ende Gas gegeben. Das hat gut funktioniert."

2. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich habe alles versucht, aber ich habe meine beste Runde gefahren, als Marc hinter mir war. Deshalb konnte er sich nochmal verbessern. Ich habe ihm ein bisschen Hilfe gegeben, aber er war sowieso schneller. Im Regen leiden wir ein bisschen, aber morgen soll es ja trocken werden."

3. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Es war ein interessantes Quali. Der Asphalt hat im Nassen tollen Grip. Es war schon im FP4 schon spannend zu sehen, wie schnell die Piloten waren. Aber in unserem Qualifying wurde es immer trockener, deshalb wurde es schwer, die richtige Linie zu finden. Aber diese Position ist wichtig, um morgen gut zu starten."

4. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin etwas frustiert, weil ich im letzten Sektor ein paar Fehler gemacht habe. Die Reifen waren aber einfach schon zu abgenutzt und ich konnte das Motorrad im Nassen nicht mehr so lenken wie ich es wollte. Mit Platz vier bin ich dennoch ganz zufrieden, denn das gibt uns die Chance, im Rennen in der Spitzengruppe zu kämpfen."

5. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Es war wegen dem Wetter sehr hart und ähnlich wie in Assen. Wir haben aber im Trockenen und Nassen einen großartigen Job gemacht. Im FP3 lief es gut, daher kam ich direkt in Q2. Dort konnte ich hinter Marquez solide Zeiten fahren und ich habe mich in einigen Ecken sehr wohl gefühlt. Bisher haben wir alles richtig gemacht, ich freue mich schon sehr auf morgen."

Jonas Folger startet aus Reihe zwei - Foto: Tech3

6. Jorge Lorenzo (Ducati): "Heute war ein guter Tag, denn am Morgen haben wir eine Verbesserung für das Setting gefunden. Das hat mich schneller gemacht und hat mir geholfen zu verstehen, wie ich das Bike unter diesen Bedingungen fahren muss. Ich habe es auch in die Top-10 geschafft. Im Q2 auf nasser Strecke konnte ich flüssig fahren und bin auf den sechsten Platz und Reihe zwei gekommen, was nicht schlecht ist. Wenn wir die zwei Tage auswerten müssten, wäre ich zufrieden, denn wir haben uns immer weiter verbessert, egal, ob im Nassen oder Trockenen. Morgen werden wir uns die Wetterbedingungen für das Rennen ansehen, aber in jedem Fall wird die Reifenentscheidung essenziell. "

7. Pol Espargaro (KTM): "Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Manchmal können wir das Potenzial des Motorrads so richtig zeigen, es glänzen lassen. Heute war so ein Tag. Ich habe sicher gute Arbeit geleistet, aber das Bike hat mir das überhaupt erst ermöglich. Es hat super funktioniert. Das war also ein Zusammenspiel von mir und der Maschine."

8. Aleix Espargaro (Aprilia): "Der achte Platz ist nicht schlecht, aber mein Ziel war höher gesteckt, nach meinen Leistungen in den Sessions vorher. Ich hoffe auf ein trockenes Rennen. Wir haben die beste Pace der Saison, aber ich habe aufgehört, mir den Wetterbericht anzusehen, denn der ist hier sowieso nutzlos. Wir müssen die Situation gut analysieren und den richtigen Reifen wählen. Der Asphalt trocknet sehr schnell, deshalb müssen wir klug sein und eine gute Strategie wählen."

9. Valentino Rossi (Yamaha): "Es war bisher ein schwieriges Wochenende. Es ist mir schon oft dieses Jahr passiert, dass mein Gefühl für das Bike und vor allem für die Reifen von Strecke zu Strecke geschwankt hat. Das macht alles zu einer großen Überraschung, manchmal positiv, manchmal negativ. Im Trockenen bin ich nicht schlecht. Es ist nicht super, aber meine Pace ist nicht weit von der der Spitzen-Piloten entfernt. Aber leider haben wir im Nassen mehr Probleme. Es sieht so aus, als würde es allen Yamahas außer Folger so gehen. Wir haben das nicht erwartet, denn in Assen waren wir im Nassen konkurrenzfähig. Hier ist es aber nicht so einfach, wie es aussieht. Deshalb müssen wir ein paar Modifikationen vornehmen, um morgen stärker zu sein."

10. Andrea Dovizioso (Ducati): "Ich bin mit meinem Qualifying nicht zufrieden, denn ich starte vom zehnten Platz. Das ist auf dem Sachsenring nicht ideal, um es vorsichtig auszudrücken. Wir haben die Situation nicht so gut wie möglich über die Bühne gebracht. Es war das komplette Gegenteil von gestern. Da sind wir 25 Runden im Nassen gefahren und haben nichts an der Performance der Reifen verloren. Es war alles ein Gefühl der Front. Jetzt war nach vier Runden im Q2 der Hinterreifen hinüber und als ich mich entschloss, zu pushen, hatte ich keinen Grip und konnte keine gute Rundenzeit fahren. Es ist schade, denn Rossi und Vinales sind dicht hinter mir in der Startaufstellung. Deshalb hoffe ich, dass ich im Rennen schnell Boden gut machen kann."

11. Maverick Vinales (Yamaha): "Im Trockenen fühle ich mich gut, aber leider konnten wir unser Setting am Nachmittag im Nassen nicht verbessern. Auf den Bremsen war ich ziemlich stark und konnte viel Kurvengeschwindigkeit mitnehmen, aber ich leide darunter, dass ich beim Beschleunigen aus den Kurven heraus nicht genug Traktion habe. Wenn es morgen trocken ist, hoffe ich auf einen guten Start und werde mich selbst in jeder Runde ans Limit pushen. Ich will versuchen, es aufs Podium zu schaffen, das wäre sehr wichtig. Ob es nun das Podium oder der Sieg ist, wir müssen offen bleiben. Wenn es nass wird, müssen wir das Bike weiter verbessern und die Situation so gut wie möglich managen."

Maverick Vinales kam über P11 nicht hinaus - Foto: Yamaha

12. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Heute Morgen konnten wir ein paar Vorbereitungen für das Rennen treffen, aber unsere Pläne liefen nicht so wie erhofft. Wir hatten Probleme mit der Kupplung und dem Lenkungsdämpfer. Wir mussten unsere Strategie in der Session ändern, aber wir konnten direkt ins Q2 gehen. Wir haben versucht, das komplette FP4 denselben Reifen zu fahren, um uns aufs Rennen vorzubereiten. Wir konnten aber nur zwölf Runden beenden. Es war gut und ich habe mich wohl gefühlt. Aber was nach 16 Runden am Sonntag passieren wird, ist ein Mysterium, was nur die Zeit zeigen wird."

13. Jack Miller (Marc VDS): "Die Session lief gut, bis ich aus dem Q2 geschmissen wurde. Ich hatte aber das ganze Wochenende über eine gute Pace und das Bike funktioniert unter allen Umständen. Es ist schade, dass wir es nicht ins Q2 geschafft haben, aber ich fühle mich sehr gut. Ich gehe selbstbewusst ins Rennen. Es wird sehr lang und hart. Niemand weiß, wie die Bedingungen für das Rennen werden, aber wir sind bereit. Ich bin früher rein gekommen, weil es sehr stark im letzten Sektor geregnet hat. Ich dachte, ich hätte fürs Q2 genug getan."

14. Loris Baz (Avintia Ducati): "Leider habe ich Q2 ganz knapp verpasst. Vielleicht hätte ich einem anderen Fahrer folgen sollen. Insgesamt war es aber dennoch ein guter Tag, denn wir sind im Nassen jetzt näher dran und haben uns in FP4 auch im Trockenen verbessert. Das ist auf einer Strecke, die für mich immer ziemlich schwierig war, sehr positiv. Mal sehen, ob wir in einem trockenen Rennen am Sonntag punkten können. Im Regen werde ich auf jeden Fall mehr Risiko eingehen und versuchen, ein paar Zähler mehr zu holen."

15. Bradley Smith (KTM): "Es ist natürlich schon hart, wenn dein Teamkollege Siebenter ist und du nur 15. Für unser gesamtes Projekt ist Pols Platzierung aber natürlich großartig. In Q1 waren heute sehr viele starke Fahrer, die großes Risiko gegangen sind und das hat sich für sie bezahlt gemacht. Ich wurde leider von Barbera etwas aufgehalten, aber so ist das nun einmal."

16. Andrea Iannone (Suzuki): "Heute habe ich mich endlich gut mit dem Bike gefühlt, im Nassen und im Trockenen. Aber vor allem im Trockenen lief es sehr gut. Im Nassen lief es im Q1 okay, aber es ist schade, dass ich am Ende nicht den Reifen gewechselt habe. Ich dachte, dass es nicht nötig wäre. Es hätte mir aber die drei oder vier Zehntel gegeben, die ich für die Führung gebraucht hätte. Trotzdem bin ich mit meiner Pace zufrieden. Im Trockenen ist meine Rundenzeit nicht weit von den Spitzenfahrern."

17. Mika Kallio (KTM): " Ich bin nicht völlig zufrieden, denn im Qualifying habe ich nur knapp Q2 verpasst. Ich dachte, ich hätte noch ein Ass im Ärmel, aber leider habe ich es dann nicht geschafft, weiterzukommen. Deshalb bin ich etwas enttäuscht. Wenn man aber bedenkt, dass es mein erstes Rennen in diesem Jahr ist und ich auch in der vergangenen Saison nur in Valencia gefahren bin, können wir schon recht zufrieden sein."

Wildcard-Pilot Mika Kallio zeigte eine ordentliche Vorstellung - Foto: Tobias Linke

18. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Im Qualifying habe ich heute meine Karten leider nicht richtig ausgespielt. Nach meiner guten Leistung im Regen am Freitag war ich wohl etwas übermotiviert und habe zu viele Fehler gemacht. Ich fühle mich in diesen Bedingungen eigentlich sehr wohl, heute habe ich aber eine Chance vergeben. Zumindest funktioniert das Motorrad sehr gut und wenn es im Rennen regnet, ist alles möglich."

19. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Platz 19 ist weit hinten und nicht das, was wir wollen, wenn wir um das Podium und um eine gute Position kämpfen können. Mein Gefühl war ganz gut, aber diese Strecke ist schwierig, die Zeiten liegen so dicht beisammen und die anderen Fahrer waren einfach verdammt schnell auf neuen Reifen. Unsere Rennpace stimmt mich zufrieden, aber schade dass ich heute Morgen gestürzt bin. Ich wusste, ich kann mich verbessern, aber in Turn 11 kann es jeden erwischen."

20. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Es sieht so aus, als würde sich die Geschichte aus Assen wiederholen. Denn wenn die Qualifyings nur eine Session gewesen wäre, wären wir viel höher im Grid gewesen. Leider war ich im Q1, nicht im Q2. Das ist nun mal so. Außerdem hatten wir Problem emit dem Gas am Kurvenausgang der schnellen Kurven. Dort war das Bike ein bisschen langsam. Das ist schade, denn ich hatte das Gefühl, als hätten wir besser sein können."

21. Sam Lowes (Aprilia): "Ich bin vom Qualifying ein bisschen enttäuscht. Ich war im Nassen immer schnell und habe gedacht, dass ich es durchs Q2 schaffen würde. Der Crash war sehr brutal und ich hatte Schmerzen im Rücken. Es ist aber zum Glück nichts Ernstes. Im FP4 haben wir einen guten Job gemacht. Bevor es geregnet hat, konnte ich bei einem Longrun eine konkurrenzfähige Pace halten. In Sachen Setting waren wir auf alle Bedingungen gut vorbereitet. Vielleicht können wir an der Front noch etwas ändern, aber generell bin ich dem Rennen gegenüber positiv gestimmt."

22. Alex Rins (Suzuki): "Es wird ein schwieriges Wochenende, ähnlich wie in Assen mit den gemischten Bedingungen. Es läuft sehr gut, vor allem auf trockener Strecke machen wir guten Fortschritt. Ich genieße die nassen Bedingungen ein bisschen mehr als in den Niederlanden, aber wir haben noch Arbeit vor uns. Ich brauche mehr Erfahrung. Wenn es morgen trocken wird, kann ich ein gutes Rennen fahren. Wenn es regnet, werde ich mehr Probleme haben. Aber wir sind nicht so schlecht."

23. Scott Redding (Pramac Ducati): "Das war heute ein sehr schwieriger Tag für mich. Ich war weder im Trockenen noch im Nassen konkurrenzfähig. Ich weiß nicht was ich noch sagen soll. Das ist mein schlechtestes Qualifying-Ergebnis seit ich bei Pramac bin. Danilo hat sich fast die Pole Position geholt und ich kann meine Probleme einfach nicht lösen. Es tut mir wirklich leid."

24. Tito Rabat (Marc VDS): "Ich bin heute Morgen ein sehr gutes FP3 gefahren, aber dann kam fürs Qualifying der Regen. Da kann ich einfach nicht schneller werden, wenn das Bike rutscht. Es ist schwer, ein passendes Setup zu finden. Es ist so leicht zu crashen in diesen Bedingungen. Wir müssen im Falle eines nassen Rennens ein paar Lösungen finden. Aber ich bin zufrieden, denn im Trockenen war ich schnell."


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