MotoGP

Amerika GP: Die Stimmen zum Qualifying

Das kühle Wetter erwischte die MotoGP-Piloten am Samstag auf dem falschen Fuß. Was die Fahrer nach dem zweiten Trainingstag in Austin dazu zu sagen hatten:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Der erste Sturz war vollkommen mein Fehler, da war ich einfach zu stark am Gas. Der zweite Crash war dann aber ganz eigenartig. Ich war sehr langsam, habe gar nicht mehr gebremst und dann hat plötzlich das Hinterrad blockiert. Am Ende war es dann aber mit der Pole doch noch ein guter Tag. Mir war klar, dass es hier schwer sein wird, die Pole Position zu holen, denn die Yamahas sind mit neuen Reifen sehr stark. Ich konnte dann aber auch gleich im ersten Run eine gute Zeit fahren und im zweiten noch einmal nachlegen."

2. Maverick Vinales (Yamaha): "Das Wochenende war sehr gut bisher. Als ich gesehen habe, dass ich 2:02,8 gefahren bin, dachte ich schon, das wäre die Pole. Die Zeit war ja schon sehr gut im Vergleich zu FP3 und FP4, aber Marc ist eine sehr gute Runde gefahren. Er ist im Qualifying sehr stark. Ich bin zufrieden damit, wie das Bike arbeitet. Ich weiß, ich kann von Anfang an pushen. Wir sind bereit und happy mit unserer Position."

Valentino Rossi freut sich über Startplatz drei - Foto: Yamaha

3. Valentino Rossi (Yamaha): "Die erste Reihe ist sehr wichtig. Das ist das erste richtige Qualifying des Jahres, denn in Katar und Argentinien war es nass. Ich fühlte mich gut und konnte mich verbessern. Ich weiß, dass ich auf einer freien Runde eine gute Zeit fahren kann, aber es gab viel Verkehr und da ist es hart, die richtige Strategie zu wählen. Ich habe versucht, eine freie Runde zu kriegen und hatte Glück, dass ich ein paar Sekunden vor dem Ende nochmal über die Linie kam. Die letzte Runde war gut und die erste Startreihe ist immer wichtig."

4. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Heute war wegen dem Wetter und der Strecke allgemein eine Herausforderung. Es gab viele Stürze, deshalb ließen wir es am Morgen ganz langsam angehen. Am Nachmittag konnten wir unsere Pace verbessern und hatten nur am Ende einen harmlosen Sturz. Im Qualifying haben wir alles gegeben, aber wir hatten etwas Chattering vorne und ich konnte mich nur kaum verbessern."

5. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): " Wir sind sehr zufrieden mit dem Qualifying-Ergebnis. Im Q2 habe ich auf dem weichen Reifen eine solide Zeit gesetzt und lag auf Platz drei. Aber Rossi und Pedrosa konnten sich noch verbessern und so bin ich Fünfter. Ich will diese Gelegenheit nutzen und ein gutes Resultat holen. Mein Ziel ist ein guter Start und dann solange es geht mit den Top-Jungs mitzuhalten und möglichst viel von ihnen zu lernen."

6. Jorge Lorenzo (Ducati): "Nach schwierigen Wochen konnten wir endlich ein gutes Resultat holen. Ich bin die beste Ducati in der Startaufstellung, aber das Wichtigste: Ich hatte ein gutes Gefühl auf dem Motorrad und konnte endlich das bestätigen, was ich schon in Argentinien zeigen wollte. Morgen wird ein guter Start wichtig, und man muss in den ersten Runden ein bisschen Risiko gehen, wenn es nötig ist. Vor allem will ich aber ins Ziel kommen, denn ich will die Enttäuschung des letzten Rennens hinter mir lassen."

Andrea Dovizioso fuhr trotz aller Schwierigkeiten auf Platz sieben - Foto: Ducati

7. Andrea Dovizioso (Ducati): "Die Verhältnisse waren heute einmal mehr komisch, aber letztlich bin ich happy damit, wie der Nachmittag gelaufen ist. Trotz einiger kleinerer Probleme konnten wir einen Run zur gleichen Uhrzeit wie das Rennen absolvieren und wir konnten uns verbessern. Es wird zwar nicht möglich sein, um den Sieg zu kämpfen. Aber wir können auf jeden Fall ein gutes Resultat holen. Leider habe ich im Qualifying ein paar kleine Fehler gemacht und konnte so nicht die Zeit fahren, die drin war."

8. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Der Start in den Tag war etwas tricky und ich hatte heute Morgen ein paar Probleme. Das Team und ich haben hart gearbeitet und wir haben für das Qualifying die richtige Richtung gefunden. Am Ende haben wir einen soliden achten Platz geholt, das ist gut und ich weiß, ich kann von da aus einen guten Job abliefern. In Q2 wäre es noch schneller gegangen, aber ich habe dann am Ende leider einen Fehler gemacht."

9. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Neunter zu sein ist enttäuschend, wenn die erste Reihe möglich ist. Leider haben wir aber schon das ganze Wochenende starke Vibrationen in den Erste-Gang-Kurven. Ich habe einen Fehler gemacht und bin gestürzt, das ist frustrierend, denn ich war auf einer sehr guten Runde. Aber morgen geht es wieder von vorne los und wir müssen versuchen, einen guten Job zu machen."

10. Scott Redding (Pramac Ducati): "Ich hatte im zweiten Qualifying viele Probleme mit der Front. Ich habe sehr hart gepusht, aber in der Kurvenmitte hat die Front immer dicht gemacht. Ich habe mein Bestes gegeben, auch wenn ich mich heute Morgen besser gefühlt habe. Aber ich bin immer noch zuversichtlich für das Rennen. Ich werde mit jeder Session schneller und die Rennpace ist gut."

Andrea Iannone hätte gern mehr Gegner hinter sich gelassen - Foto: Suzuki

11. Andrea Iannone (Suzuki): "Eigentlich haben wir nicht erwartet, so große Probleme zu haben. Ich mache mir wirklich Sorgen. Es ist schade, dass wir nicht so gut abliefern können, wie wir wollen oder es verdienen. Aber das ist für mich auch ein Teil des Lernprozesses. Wir hoffen trotzdem, dass wir uns morgen verbessern können. Wir werden sehen, ob wir in die richtige Richtung gehen. Unsere Situation ist heute durch die Streckenbedingungen noch schlimmer geworden. Gestern waren wir nicht weit von der Spitze entfernt und ich war zuversichtlich, aber unter diesen neuen Bedingungen habe ich mehr Probleme."

12. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Ich wusste, dass Q2 nicht leicht warden würde, da wir nicht genug neue Reifen übrig hatten und bei den kühleren Bedingungen bin ich gestürzt. Ich war in Kurve eins komplett von der Linie weg und bin dann durch Kurve zwei gerollt, als ich die Front verloren habe. Das war ein langsamer und seltsamer Sturz. Aber ich bin happy mit meiner Rennpace und ich starte von P12. Ich hatte schon schlechtere Startpositionen und habe es dann noch in die Top-10 geschafft."

13. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Es war nicht einer meiner besten Tag. Ich habe nie das richtige Gefühl gefunden, um schneller zu werden. Ich hatte kein Gefühl für die Front und konnte deshalb nicht so pushen, wie ich wollte. Jetzt müssen wir entspannen, uns die Daten ansehen und verstehen, wo wir verloren haben und wo wir uns verbessern können. Zum Glück ist das Rennen morgen und ich werde versuchen, alles rauszuholen."

14. Loris Baz (Avintia Ducati): "Wir haben im FP4 noch etwas gefunden, mit dem wir uns verbessern konnten und im Qualifying war das Gefühl dann gut. Ich habe versucht, mich für eine schnelle Runde an jemanden dranzuhängen, aber da war niemand. In meinem zweiten Versuch habe ich maximal gepusht - und in der letzten Kurve wohl zu sehr. Auf der Bremse habe ich gesehen, dass es schwierig warden würde, die Kurve zu nehmen ohne weit zu gehen, aber ich wollte unbedingt in Q2."

Hector Barbera muss für die 2016er-Ducati seinen Fahrstil umstellen - Foto: Avintia

15. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Wir befinden uns momentan in einer Anpassungsphase, denn ich musste bei Null starten und meinen Fahrstil verändern. Im Vergleich zum letzten Rennen haben wir uns schon stark verbessert. Aber es wird nicht leicht, da ich all meine Gewohnheiten ändern muss. Das Problem ist, dass wenn du schnell fährst, du nicht aktiv darüber nachdenkst. Man fährt instinktiv und das ist das Problem."

16. Tito Rabat (Marc VDS Honda): " Heute war es viel kühler als gestern, und wir haben im FP3 einen sehr guten Job gemacht. Aber am Nachmittag war es mein Fehler, im Qualifying auf schnellere Fahrer zu warten. Ich weiß, ich muss mehr Vertrauen haben und alleine fahren, aber das ist hier mit so einer langen Runde nicht leicht."

17. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Am Morgen wusste ich nicht, wie es mir ergehen würde, ob mein Fuß ok sein würde oder nicht. Leider habe ich Probleme mit dem Meniskus und auch mit meinem Nacken, das schmerzt beim Fahren. Aber ich konnte fahren, auch wenn ich für das Qualifying Schmerzmittel genommen habe. Mit P17 bin ich zufrieden, das ist unter diesen Bedingungen sehr gut."

18. Bradley Smith (KTM): "Heute waren wir endlich einmal zur richtigen Zeit da. Mir ist im Qualifying keine perfekte Runde gelungen, aber es war meine beste des Wochenendes also muss ich damit zufrieden sein. Für das Rennen müssen wir abwarten, wie das Wetter am Sonntag ist, denn davon wird die Reifenwahl abhängen. Vor allem der Hinterreifen wird bei kühleren Verhältnissen kritisch. Der Verschleiß ist hier immer recht hoch, aber ich weiß dass die KTM relativ gut zu den Reifen ist, also können wir im Rennen vielleicht eine noch bessere Leistung zeigen, so wie in den ersten beiden GPs."

Alvaro Bautista war nur eines von vielen Sturzopfern - Foto: Aspar

19. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Wir sind heute Morgen gestürzt, ohne wirklich den Grund dafür zu kennen. Ich habe versucht, die Reifen aufzuwärmen, habe aber in Turn 2 die Front verloren. Unter normalen Bedingungen fährst du da mit mehr oder weniger dem gleichen Speed rein, aber der Grip war viel geringer. Am Nachmittag habe ich mich dann nicht wohl gefühlt. Wir haben etwas gelitten und müssen uns jetzt die Daten ansehen."

20. Sam Lowes (Aprilia): "Die Verhältnisse waren alles andere als einfach. Am Morgen war es kalt und bis zum Nachmittag sind die Temperaturen nicht stark gestiegen. Die verschiedenen Reifenmischungen haben ein bestimmtes Temperaturfenster, in welchem sie am besten arbeiten. Die richtige Mischung zur richtigen Zeit auszuwählen ist also essenziell. Da wir in den zwei Trainings Zeit verloren haben, habe ich das Qualifying als zusätzliches Training benutzt. Ich bin draußen geblieben ohne Reifenwechsel."

21. Pol Espargaro (KTM): "Meine erste Runde im Qualifying war eigentlich ganz gut, aber ein paar andere Fahrer haben sie mir vermasselt. Ich hatte dann das Gefühl, dass die Zeit nicht gut genug war, also habe ich mehr gepusht und bin gestürzt. Mein Feeling für das Bike ist aber gut und wir haben ein gutes Setup gefunden. Die Balance stimmt, was mich natürlich freut. Im Rennen werden wir trotzdem von hinten starten und deshalb viel kämpfen müssen."

22. Aleix Espargaro (Aprilia): "Heute war wohl der schwierigste Tag meiner MotoGP-Karriere: zwei Stürze im FP3, ein Defekt und noch ein Crash im Qualifying. Wir haben Arbeit vor uns, unser Motorrad läuft über die Bodenwellen nicht gut. Das verursacht in jeder Phase Probleme. Trotzdem bin ich zuversichtlich, dass die Dinge morgen anders laufen, und auch wenn wir von ganz hinten starten, sind die Top-10 unser Ziel."


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