MotoGP

Argentinien-GP in Termas de Rio Hondo: Die Stimmen zum MotoGP-Qualifying

Machtdemonstration von Marquez, Sensation durch Abraham, Schadensbegrenzung für Rossi. Die Stimmen der Piloten zum verrückten Argentinien-Qualifying:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Marc Marquez (Repsol Honda, Platz 1): "Im Nassen habe ich mich heute richtig gut gefühlt. Ich hatte ein gutes Gefühl. Es war etwas rutschig, aber im QP2 waren die Bedingungen perfekt für meinen Fahrstil. Ich versuchte, das zu managen und schaffte eine tolle Runde. Morgen wird es trocken sein, da ist es eine andere Geschichte. Aber ich will ums Podium kämpfen."

Karel Abraham (Aspar, Platz 2): "Das ist einfach super, einfach toll. Die Bedingungen waren seit heute Vormittag wirklich schlecht, aber ich habe dieses Qualifying genossen. Ich liebe diese Strecke, das hilft natürlich. Gestern war das Ergebnis auch gut. Ich wusste, dass es heute schwierig wird, mich zu beweisen, und morgen wird es noch schwieriger. Unsere Ziele haben sich nicht geändert, aber das ist einfach ein toller Vorteil fürs Rennen."

Cal Crutchlow fuhr in die erste Reihe - Foto: LCR

Cal Crutchlow (LCR Honda, Platz 3): "Ich habe heute das Beste aus meinem Paket und meinen Fähigkeiten herausgeholt in diesen Bedingungen. Das Setup war nicht perfekt. Ich habe auf meiner Runde ein paar Fehler gemacht. Gratulation an Mark und Karel, es ist schön, einmal eine andere erste Reihe zu sehen. Argentinien ist eine ganz besondere Strecke. Hoffentlich gelingt mir morgen dasselbe."

Danilo Petrucci (Pramac, Platz 4): "Ich bin mit diesem Ergebnis zufrieden, obwohl ich gerne in die erste Reihe gekommen wäre. Ich wusste, das war ein erreichbares Ziel bei schwierigen Streckenbedingungen, in denen ich gut zurechtkomme. Das Rennen? Ich mag diese Strecke gerne, ich fühle mich wohl. Es wird wichtig, einen guten Start zu haben. Ich glaube, wir können ein gutes Rennen machen, und ehrlich gesagt ist mein Ziel, in die Top 8 zu fahren."

Dani Pedrosa (Repsol Honda, Platz 5): "Es war ein schwieriger Tag, weil wir durchs QP1 mussten, weil es mitten im FP3 heute Vormittag zu regnen anfing und ich keine Chance hatte, meine Rundenzeit ausreichen zu verbessern, um in die Top Ten zu kommen. Der Regen betraf auch das FP4 und verursachte einige Verwirrung mit dem anfänglichen Elektroniksetup, aber am Ende konnten wir uns verbessern. Wir setzten die schnellste Zeit im QP1, und danach holten wir einen Startplatz in der zweiten Reihe, was sehr positiv ist, weil wir im Vergleich zu gestern viel aufgeholt haben. Jetzt müssen wir weiterarbeiten, damit wir morgen das bestmögliche Rennen haben."

Maverick Vinales (Yamaha, Platz 6): "Wir hatten ein paar Probleme mit dem Grip hinten, keine Ahnung warum. Ich hatte ein komisches Sliding im Nassen, ganz im Gegensatz zum Trockenen. Das müssen wir uns ansehen. Das war meine erste Fahrt mit der Yamaha im Nassen, daher müssen wir noch viel am Setup arbeiten. Am Ende bin ich aber schnellster Yamaha-Pilot. Valentino ist immer schnell im Nassen, daher bin ich zufrieden und zuversichtlich."

Valentino Rossi machte eine interessante Beobachtung - Foto: Yamaha

Valentino Rossi (Yamaha, Platz 7): "Ich konnte im Nassen nicht so schnell fahren wie noch im Vorjahr. Die dritte Reihe ist aber nicht so schlecht. Jetzt müssen wir erstmal das Wetter morgen abwarten. Wir verstehen das Bike jetzt besser und haben heute das Setting verbessert. Bei meinem ersten Exit war ich nicht so schlecht. Interessant ist, dass ich am Kurveneingang mit dem neuen Bike ein anderes Gefühl habe, und dass das auch im Nassen so ist."

Aleix Espargaro (Aprilia, Platz 8): "Binnen nur zwei Wochenenden haben wir schon das beste Rennergebnis verbessert und das beste Qualifying-Ergebnis der RS-GP eingestellt, und das macht mich stolz. Ich hätte eigentlich trockene Trainings lieber gehabt, weil wir fürs Rennen noch viel testen müssen. Jedenfalls konnten wir im Vergleich zu Katar bei Bedingungen, die ich auf der Aprilia nie zuvor erlebt habe, sehr nahe an den Führenden bleiben. Morgen wird ein sehr spezielles Rennen. Mein Ziel ist, gut zu starten und die ersten paar Runden zu managen, und dann unser Potential über die Renndistanz zu nutzen. Im Vergleich mit Katar erwarte ich angesichts unseres Startplatzes definitiv, dass ich etwas weniger überholen muss!"

Loris Baz (Avintia, Platz 9): "Ich bin vor allem mit meiner Performance im FP3 zufrieden, da konnte ich mit Marquez mithalten. Q2 war aber eine Enttäuschung. Normalerweise bin ich in diesen Bedingungen stark, aber am Ende war die Strecke nicht nass genug, und wegen meinem Gewicht war der Vorderreifen hinüber. Aber ehrlich gesagt, muss ich mit der dritten Reihe zufrieden sein. Ich habe eine gute Pace und wenn mir der Start gelingt, ist es möglich, mit den Top-Leuten mitzuhalten."

Alvaro Bautista (Aspar, Platz 10): "Leider haben wir am Vormittag nicht viel Arbeit erledigen können, weshalb ich etwas unsicher in das Qualifying gegangen bin, vor allem in Bezug auf die Elektronik. Ich wäre gerne weiter vorne gelandet, aber die Bedingungen waren wirklich schwierig - nicht trocken und nicht nass. Gratulation aber an Karel! Das ist ein sehr wichtiges Resultat für das ganze Team. Vielleicht können wir am Sonntag mit einem guten Ergebnis beide noch eins drauflegen."

Jonas Folger und seine Crew vergeigten das Setup - Foto: Tech 3

Jonas Folger (Tech 3, Platz 11): "Es war komisch, weil es hat aufgetrocknet und es war dann vom Gefühl her weniger Grip als im ganz Nassen. Im FP4 war die Gabel etwas zu hart abgestimmt, deshalb sind wir im Qualifying vorne wieder etwas weicher gegangen. Im Qualifying war es dann so, dass es trocken wurde, dann war es zu weich auf einmal. Aber ich denke, die schnellsten Zeiten wurden auf Regenreifen gefahren, also war es definitiv die richtige Entscheidung, auf Regenreifen zu bleiben. Ob es regnet oder trocken ist morgen, ist egal. Wir haben auch im Trockenen eine gute Pace und mit dem elften Platz ist nichts verloren."

Andrea Iannone (Suzuki, Platz 12): "Das war ein harter Tag für uns, wir mussten kämpfen und ich konnte nicht so schnell fahren, wie ich wollte. Ich versuche zu pushen, aber ich fühle viele Probleme und habe nicht das nötige Vertrauen. Besonders die Front fühlt sich beim Bremsen instabil an. Ich spüre, wie sich die Reifen vorne und hinten bewegen, und das Hinterrad dreht durch, wenn ich das Bike aufrichte, was bedeutet, dass wir an der Elektronik noch viel verbessern müssen. Es ist ein generelles Problem, das auf nasser Strecke verstärkt wird. Ich glaube, wir könnten morgen ein gutes Rennen haben, wenn das Wetter trocken wäre. Gestern hatten wir einige Ideen für ein besseres Setup, das mir ein besseres Gefühl für das Bike geben könnte, aber leider konnten wir es heute nicht ausprobieren."

Andrea Dovizioso (Ducati, Platz 13): "Leider hat es heute Morgen geregnet, weshalb ich nicht mehr in die Top-10 vor fahren konnte. Im Q1 bin ich trotz einer guten Zeit am Schluss nur auf P3 gelandet. Das ist schade, denn ich bin mir sicher, dass wir uns im Q2 einen guten Startplatz herausfahren hätten können, was hier sehr wichtig ist. Aber es ist so gelaufen und das bedeutet, dass wir noch einiges verbessern müssen."

Johann Zarco (Tech 3, Platz 14):"Ich starte aus der fünften Reihe, aber ich bin zuversichtlich und erwarte, morgen ein gutes Rennen zu liefern. Leider habe ich es im FP2 nicht in die Top Ten geschafft, und dann war es heute Morgen im Training wegen des Regens nicht mehr möglich, die Zeit zu verbessern. Ich fühle mich auf der Strecke hier wohl und kann die YZR-M1 gut kontrollieren, aber gestern Nachmittag war ich nicht in den Top Ten, weil wir nicht genug mit den Reifen experimentiert haben und im richtigen Moment keine schnelle Runde fahren konnten. Ich hatte etwas Pech und es ist schade, nicht weiter vorne im Grid zu stehen, aber ich werde daraus lernen."

Foto: Tech 3

Scott Redding (Pramac, Platz 15): "Das war ein positiver Tag. Ich bin sehr zufrieden damit, wie es im FP3 lief. Das Gefühl auf dem Bike war von Anfang an wirklich gut und das war heute unser wichtigstes Ziel. Auch im FP4 fing ich bei nassen Bedingungen gut an, dann bekam ich einige Probleme am Hinterreifen. Ich versuchte im QP1 mein bestes, aber die Bedingungen waren wirklich schwierig. Insgesamt betrachtet bin ich für das Rennen zuversichtlich."

Jorge Lorenzo (Ducati, Platz 16): "Schade, dass es geregnet hat. Ich denke, wir hätten uns im Trockenen um viele Positionen verbessern können. Leider konnten wir im FP1 und im Q1 nicht von unseren Fortschritten durch die neue Sitzposition profitieren. Aber trotzdem brauche ich noch Zeit, um mich daran zu gewöhnen. Morgen soll es trocken sein. Mal sehen, ob ich im Rennen eine bessere Performance zeigen kann."

Jack Miller (Marc VDS, Platz 17): "Ich habe mit der falschen Reifenwahl viel Zeit verschwendet, was nicht ideal war, weil ich im Nassen eine gute Pace hatte. Ich hatte nur nicht die Chance, das zu zeigen. Im FP4 war ich auf dem harten Reifen schnell, dann im Qualifying probierte ich den Weichen und schaffte keine halbe Runde, ehe er zerstört war. Er hat einfach zu viel durchgedreht. Am Kurveneingang war ich stark, deshalb ist es wirklich schade, aber wir schauen jetzt auf das Rennen und hoffen auf etwas besseres Wetter."

KTM ließ einige Gegner hinter sich - Foto: KTM

Pol Espargaro (KTM, Platz 18): "Ich denke, heute wäre noch mehr drin gewesen, aber wir waren immerhin schon besser als in Katar. Wir steigern uns offensichtlich, aber so müssen wir dann auch weitermachen. Das Rennen wird allerdings trocken bleiben, da ändert sich wieder alles. Wir starten etwas weiter vorn als in Katar, das ist gut. Aber morgen hängt alles von der richtigen Reifenwahl ab. "

Bradley Smith (KTM, Platz 19): "Wir haben uns heute zuerst beim Setup verrannt und dann hat der Regen im FP3 auch noch Probleme verursacht. Im FP4 hatte ich von Anfang an Schwierigkeiten, Vertrauen zu finden, deshalb haben wir große Veränderungen vorgenommen. Dann ging es besser und ich wurde Runde um Runde schneller, das ist gut. Wir haben einige Jungs hinter uns gelassen. Das ist einfach großartig, wenn man bedenkt, dass es unsere ersten Runden im Nassen waren. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis."

Tito Rabat (Marc VDS, Platz 20): "Die Bedingungen waren heute nicht sehr gut und mir fehlte auf der nassen Strecke viel Grip am Hinterreifen. Ich wechselte auf mein Ersatzbike und war mit den Setupänderungen, die wir versuchten, zufrieden, hatte aber nicht mehr genug Zeit, um alles anzupassen und ein besseres Gefühl zu finden. Aber ich glaube, dass diese Erfahrung ein guter Ausgangspunkt fürs Rennen ist, wenn die Bedingungen gleich bleiben."

Tito Rabat hat neue Erfahrungen gesammelt - Foto: Marc VDS

Hector Barbera (Avintia, Platz 21): "Wir hatten im FP3 zu viele Dinge zu testen, aber wir hatten wegen dem Regen kaum Zeit. Im Q1 sind wir dann zuerst mit dem zweiten Bike raus und haben später für das erste Bike die falsche Reifenwahl getroffen. Ich will mich nicht herausreden, wir sind weit weg davon, ein gutes Basis-Setup für dieses Bike zu finden. Das macht es mir schwer, das richtige Gefühl zu finden."

Sam Lowes (Aprilia, Platz 22): "Wir dürfen heute positive gestimmt sein. Im FP3 hatte ich anfangs einen guten Run, ehe es zu regnen anfing, und wir bewiesen, dass wir im Rennen mit den Fahrern vor uns mithalten können. Nach einigen guten Runden im Qualifying wollte ich gegen Ende pushen, ging aber in der ersten Kurve weit und rutschte dann über die Front weg. Wir haben immer noch Raum für Verbesserungen und werden das im Warm-Up versuchen, das hoffentlich, genau wie das Rennen, trocken bleiben wird."

Alex Rins (Suzuki, Platz 23): "Heute war es im QP1 wegen meines körperlichen Zustands und des wechselhaften Wetters sehr schwierig. Im FP4 fühlte ich mich gut und ging es locker an, um ein gutes Gefühl für das Bike im Nassen zu entwickeln, was ich nie zuvor erlebt hatte. Aber im QP1 fühlte ich mich überhaupt nicht wohl auf dem Bike. Ich verlor viel beim Beschleunigen."


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