MotoGP - Marquez distanziert Konkurrenz in Regen-Qualifying

Rossi nur in Reihe drei

Galavorstellung von Marc Marquez im Argentinien-Qualifying: Er brachte mehr als 0,7 Sekunden zwischen sich und den Rest des Feldes.
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Motorsport-Magazin.com - Marc Marquez fuhr im Qualifying zum Argentinien-GP in einer eigenen Liga. Bei schwierigen Verhältnissen auf abtrocknender Strecke war er mehr als sieben Zehntelsekunden schneller als seine Gegner und holte sich so die Pole Position in Termas de Rio Hondo.

Die Platzierungen Q2: Marc Marquez knallte eine 1:47.512 auf den Asphalt. Für die große Sensation des Qualifyings sorgte aber der Mann auf Platz zwei: Karel Abraham stellte seine Aspar-Ducati in Reihe eins. Cal Crutchlow komplettiert die erste Reihe. Danilo Petrucci, Dani Pedrosa und WM-Leader Maverick Vinales beziehen dahinter ihre Positionen. Valentino Rossi führt die dritte Reihe mit Aleix Espargaro und Loris Baz an. Alvaro Bautista steht auf Platz zehn, Jonas Folger belegte in seinem ersten MotoGP-Qualifying den elften Rang. Andrea Iannone startet von P12 ins Rennen.

Die Platzierungen Q1: Dani Pedrosa krallte sich in seinem allerletzten Umlauf noch die Bestzeit in Q1. Zusammen mit ihm löste Valentino Rossi in letzter Sekunde das Ticket für das finale Q2, nachdem der Yamaha-Pilot die gesamte Session außerhalb der Top-2 gelegen war. Leidtragender der späten Verbesserungen von Pedrosa und Rossi war Andrea Dovizioso, der von Platz eins auf drei zurückrutschte und den Grand Prix am Sonntag somit nur von P13 in Angriff nimmt. Neben ihm stehen Johann Zarco und Scott Redding.

Jorge Lorenzo kam über Startplatz 16 nicht hinaus. Er teilt sich Reihe sechs mit Jack Miller, dessen Crew die Strategie völlig vermasselte, und Pol Espargaro, der mit P18 das bisher beste Quali-Ergebnis für KTM holte. Bradley Smith folgte mit der zweiten KTM auf Rang 19 und bildet zusammen mit Tito Rabat und Hector Barbera Reihe sieben. Sam Lowes und der angeschlagene Alex Rins stehen am Ende der Startaufstellung.

Die Zwischenfälle: Sam Lowes stürzte in den letzten Sekunden von Q1, blieb aber unversehrt.

Das Wetter: Wie schon im vierten Training bekamen es die MotoGP-Piloten auch im Qualifying mit Regen zu tun. Der Niederschlag nahm im Laufe der Session aber ab und eine leicht trockene Ideallinie zeichnete sich ab, was die Zeiten sowohl in Q1 als auch Q2 gegen Ende purzeln ließ.

Die Analyse: Trotz turbulenter Bedingungen finden sich die großen Stars von Honda und Yamaha allesamt in den ersten drei Reihen, betrieben also zumindest Schadensbegrenzung und dürfen sich unabhängig von den Bedingungen am Sonntag ein Spitzenergebnis ausrechnen. Eine Mammutaufgabe wartet hingegen auf die Ducati-Piloten Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo, die sich aus Reihe fünf beziehungsweise sechs nach vorne kämpfen müssen. Vor allem Lorenzo könnte sich daran die Zähne ausbeißen, hatte er doch am gesamten Wochenende keine tolle Pace vorzuweisen.

Stimmen nach dem Qualifying

Marc Marquez (Platz 1, Repsol Honda): "Im Nassen habe ich mich heute richtig gut gefühlt. Ich hatte ein gutes Gefühl. Es war etwas rutschig, aber im QP2 waren die Bedingungen perfekt für meinen Fahrstil. Ich versuchte, das zu managen und schaffte eine tolle Runde. Morgen wird es trocken sein, da ist es eine andere Geschichte. Aber ich will ums Podium kämpfen."

Karel Abraham (Platz 2, Aspar Ducati): "Das ist einfach super, einfach toll. Die Bedinungen waren seit heute Vormittag wirklich schlecht, aber ich habe dieses Qualifying genossen. Ich liebe diese Strecke, das hilft natürlich. Gestern war das Ergebnis auch gut. Ich wusste, dass es heute schwierig wird, mich zu beweisen, und morgen wird es noch schwieriger. Unsere Ziele haben sich nicht geändert, aber das ist einfach ein toller Vorteil fürs Rennen."

Cal Crutchlow (Platz 3, LCR Honda): "Ich habe heute das Beste aus meinem Paket und meinen Fähigkeiten herausgeholt in diesen Bedingungen. Das Setup war nicht perfekt. Ich habe auf meiner Runde ein paar Fehler gemacht. Gratulation an Mark und Karel, es ist schön, einmal eine andere erste Reihe zu sehen. Argentinien ist eine ganz besondere Strecke. Hoffentlich gelingt mir morgen dasselbe."


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