MotoGP

Beschleunigung weiterhin Baustelle bei Honda - Marquez' Probleme in Assen größer als erwartet

Der TT Circuit von Assen hat nur zwei große Beschleunigungszonen. Genug, um Marc Marquez und seinem Repsol-Honda-Team Kopfzerbrechen zu bereiten.
von Markus Zörweg

Motorsport-Magazin.com - Die Honda RC213V des Modelljahrgangs 2016 bereitet ihren Fahrern beim Beschleunigen gewaltige Probleme. Das ist kein Geheimnis und wurde etwa in den letzten Metern des Italien-Grand-Prix deutlich sichtbar, als Marc Marquez auf der Zielgeraden den Sieg noch Jorge Lorenzo überlassen musste. Flüssige Strecken mit wenigen, echten Beschleunigungszonen kommen Honda und Marquez daher in dieser Saison entgegen. Assen ist eine davon, doch die wenigen Hindernisse für die RC213V reichen aus, um mächtig Zeit zu verlieren.

Im Konkreten geht es für Marquez und Co. um die Kurvenausgänge von Turn 5 und 18. Einmal geht es im Anschluss auf die Gegengerade, einmal auf Start und Ziel. Es wird jeweils aus geringer Geschwindigkeit hochbeschleunigt und genau hier lässt Honda Federn. "In diesen Bereichen verlieren wir wirklich viel", stellt Marquez fest. "Ich hatte erwartet, dass es etwas weniger ist. Da wartet noch eine Menge Arbeit auf uns.

Über eine ganze Runde gesehen ist Marquez vorne mit dabei - Foto: Repsol

Mit dem Rückstand von 0,133 Sekunden auf Spitzenreiter Andrea Iannone am Ende des ersten Trainingstages konnte Marquez aber freilich dennoch ganz gut leben: "Wir sind vorne mit dabei und ich bin konstant schneller. Die Pace stimmt auf jeden Fall." Die stimmt aber nicht nur bei Marquez, sondern bei fast allen Piloten. Nur etwas mehr als eine halbe Sekunde trennt die Top-Ten, und das bei einer Rundenzeit von über anderthalb Minuten.

"Hier sind besonders viele Fahrer stark", weiß Marquez. "Am Ende wird der härteste Gegner aber wohl wieder Valentino sein. Er ist im Rennen sicher gefährlich. Dann kommt wohl Jorge. Die zwei sind für mich natürlich auch am wichtigsten, weil es um die Weltmeisterschaft geht. Iannone ist im Moment auch stark, aber er muss ja vom Ende des Feldes starten."


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