MotoGP

Eskalation im Titelkampf überschattet Pedrosa-Sieg - Sepang: Die Stimmen zum Rennen

Der MotoGP-Titelkampf ist nach Valentino Rossis Tritt gegen Marc Marquez völlig eskaliert. Daneben ging Dani Pedrosas famoser Sieg in Sepang beinahe unter.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Dani Pedrosa (Repsol Honda, Platz 1): "Ich bin sehr glücklich über dieses Rennen. Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl und konnte schnell fahren. Beim Start konnte ich vorne bleiben. Ich bin sehr froh, dass ich mich absetzen konnte. Es war bisher wirklich eine harte Saison. Jetzt habe ich mich gut gefangen und fahre gute Rennen. Das tut mir wirklich gut und freut mich für die Leute, die zu mir gehalten haben. Es ist etwas Besonderes, dass ich jetzt ein Rennen im Nassen und eines im Trockenen gewonnen habe."

Jorge Lorenzo (Yamaha, Platz 2): "Es war ein hartes Rennen. Ich habe das Maximum gegeben, um an Dani dran zu bleiben, aber seine Pace war um ehrlich zu sein unglaublich. Er war so schnell und konstant und hat sein Bike so perfekt aufgerichtet, dass es für mich schwer war, ihn auf der Bremse zu überholen. Ich konnte nur auf dem zweiten Platz ins Ziel kommen."

Valentino Rossi (Yamaha, Platz 3): "Marquez weiß, dass dieser Unfall nicht aus dem Nichts kam. Von den Helikopter-Aufnahmen ist klar zu sehen, dass ich ihn nicht stürzen lassen wollte. Ich wollte nur, dass er Zeit verliert. Ich bin nach außen gegangen und bin langsamer geworden, denn er hat dasselbe schmutzige Spiel wie in Australien gespielt. Sogar noch schlimmer. Als ich weiter raus gefahren bin und fast stehen geblieben, habe ich ihn angesehen und mich gefragt "Was tust du da?". Danach haben wir uns berührt. Er hat mich mit seinem rechten Unterarm am Bein berührt und mein Fuß ist von der Fußraste gerutscht."

Jorge Lorenzo ist der Meinung, die Rennleitung hätte Rossi den Podiumplatz aberkennen müssen - Foto: Yamaha

Bradley Smith (Tech 3, Platz 4): "Natürlich ist es ein fantastisches Ergebnis, dieses Rennen auf dem vierten Platz zu beenden, besonders nach einem so schwierigen Wochenende. Wir hatten die letzten paar Tage wirklich zu kämpfen, aber wir haben immer weiter versucht, uns Schritt für Schritt zu verbessern. Im Warm-Up standen die Dinge schließlich gut und ich konnte mit einigen Fahrern mithalten, außerdem nahmen wir noch eine positive Veränderung an unserer Yamaha vor. Deshalb war ich dann zuversichtlich, weil ich wusste, dass ich einen guten Rhythmus hatte und es schaffen könnte, beständig meine Rundenzeiten zu fahren."

Cal Crutchlow (LCR Honda, Platz 5): "Es war ein eigenartiges Rennen heute. Ich hatte über acht Runden Probleme mit dem Bremshebel und konnte mit den Reifen so gut es geht haushalten. Aber offensichtlich hatte ich kein gutes Gefühl mit den Bremsen wegen dieses Problemes. Aber die Übersee-Rennen mit einem guten Ergebnis zu beenden, ist ein gutes Resultat."

Danilo Petrucci (Pramac Racing, Platz 6): "Es war das schwierigste Rennen meiner Karriere, aber ich habe es geschafft, es gut zu beenden. Darüber bin ich sehr glücklich. Der Start war gut und als ich gesehen habe, dass die Fahrer vor mir nicht wegkamen, habe ich mich entschieden, zu pushen. Ich hatte Probleme mit den beiden Espargaros, die schneller auf den engeren Stellen der Strecke waren, aber ich war beim Bremsen stärker."

Danilo Petrucci empfand Malaysia als das schwerste Rennen seiner Karriere - Foto: Pramac Racing

Aleix Espargaro (Suzuki, Platz 7): "Es ist gut, dass wir am Ende des Tages ein paar Punkte mitgenommen haben, aber ich bin mit dem Rennen trotzdem nicht zufrieden. Es stimmt, dass die Strecke nicht die Beste für uns ist, aber ich hatte das Gefühl, dass ich nach den Verbesserungen, die wir gemacht haben, besser hätte sein können."

Maverick Vinales (Suzuki, Platz 8): "Der Start war der Schlüssel für das heutige Rennen. Leider habe ich es nicht so gut hingekriegt, als die Lichter ausgingen. Viele Fahrer haben mich überholt. Ich habe viele Positionen verloren und es ist nicht einfach, das aufzuholen. Ich habe eine gute Pace gefunden, auch wenn ich immer noch Probleme mit dem Grip am Hinterrad hatte."

Pol Espargaro (Tech 3, Platz 9): "Ich muss zugeben, dass das heutige Rennen eines der härtesten war, das ich je gefahren bin. Im Warm-Up hat mich Barbera gerammt und ich habe mich am Nacken verletzt. Ich musste vor dem Rennen ins Krankenhaus und zur Clinica Mobile. Ich habe mich echt gar nicht gut gefühlt. Ich hatte starke Schmerzen und manchmal wurde mir schwindlig, aber ich habe alles versucht, um die Zielflagge zu erreichen. Ich glaube, ich hätte eigentlich ein gutes Ergebnis erzielen können. Jetzt muss ich jedenfalls meinen Nacken in Barcelona noch einmal untersuchen lassen."

Stefan Bradl (Aprilia Gresini, Platz 10): "Ich habe mein Potenzial schon im Training gezeigt, aber es hat etwas gedauert, damit ich mit einer guten Rundenzeit auswarten konnte.Das ganze Wochenende über lief alles gut. Wir konnten von Anfang an ein gutes Setup finden."

Stefan Bradl schaffte es auf den zehnten Platz - Foto: Aprilia

Scott Redding (Marc VDS, Platz 11): "Es war ein schwieriges Rennen, weil ich vom Start weg mit dem Grip an der Front zu kämpfen hatte. Ich versuchte zu pushen, aber die Front machte dauernd zu und der Hinterreifen schob dagegen. Ich hatte auch beim Bremsen vor den langsameren Kurven zu kämpfen und bin viel gerutscht. Es ist immerhin positiv, dass wir ins Ziel gekommen sind."

Yonny Hernandez (Pramac Racing, Platz 12): "Nach einem schwierigen Start habe ich das ganze Rennen über versucht, zu pushen, auch, wenn die Bedingungen nicht die Besten waren. Mein Ziel war es, Punkte zu sammeln. Es ist nicht mein bestes Rennen gewesen, aber es ist trotzdem ok, denn ich habe immerhin vier Punkte dazugewonnen."

Hector Barbera (Avintia Racing, Platz 13): "Ich freue mich, weil wir alle drei Übersee-Rennen im Parc Ferme beendet haben. Deshalb denke ich, dass wir im Endeffekt einen guten Job gemacht haben. Wir kämpfen um die Open-Weltmeisterschaft. Das ist für die Fans und die Medien vielleicht nicht so wichtig, aber wir fahren alle mit derselben Elektronik wie meine Rivalen Hayden, Elias oder Di Meglio, die Weltmeister sind."

Toni Elias (Forward Racing, Platz 14): "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und den Punkten. Ich bin das Bike hier das erste Mal vor ein paar Monaten gefahren und mit viel Arbeit habe ich mein Ziel erreicht. Ich habe nicht gut begonnen, aber nach den ersten Runden konnte ich eine gute Pace setzen und einige Punkte sammeln."

Alvaro Bautista (Aprilia Gresini, Platz 15): "Es war ein schweres Rennen für mich, weil ich nicht das richtige Setup finden konnte. Wir haben viele Dinge ausprobiert und konnten aber trotzdem kein gutes Gefühl finden. Deshalb war es von diesem Blickpunkt aus das wahrscheinlich schwierigste Rennen bisher."

Alvaro Bautista beendete den Malaysia-GP als langsamste Aprilia - Foto: Aprilia

Nicky Hayden (Aspar, Platz 16): "Ich weiß nicht mehr, wie viele 16. Plätze ich in diesem Jahr eingefahren habe, aber es waren zu viele. Ich habe mir vom heutigen Tag mehr versprochen. Wir hatten einen guten Start und wurden dann in der ersten Runde etwas aufgehalten. Das war meine Schuld. Danach habe ich aber ein paar Fahrer überholt, obwohl ich das Gefühl hatte, dass ich am Limit war."

Jack Miller (LCR Honda, Platz 17): "Ich bin zufrieden, dass ich das Rennen beendet habe. Es war sehr heiß, was die ganze Sache viel schwerer gemacht hat. Hier in Malaysia ist es immer schwer. Natürlich haben wir mehr erwartet, aber es war heute leider nicht möglich."

Mike di Meglio (Avintia Racing, Platz 18): "Wir haben vor dem Rennen einige Sachen geändert. Es war ein großes Risiko, weil wir es vorher nicht getestet haben. Aber letztendlich haben wir uns richtig entschieden, denn das Gefühl war im Rennen viel besser als an den restlichen Tagen."

Eugene Laverty (Aspar, Platz 19): "Um ehrlich zu sein, dachte ich, dass ich heute in den 2:03er Zeiten fahren könnte, aber ich hätte überhaupt keinen Grip. Ich konnte Nicky und Jack vor mir sehen, aber die Lücke zu ihnen blieb konstant, weil ich in den ersten Runden zu viel verloren habe."

Der Streit zwischen Marc Marquez und Valentino Rossi eskalierte am Sonntag - Foto: Repsol

Marc Marquez (Repsol Honda, DNF): "Bis zum Zwischenfall hatten wir ein gutes Rennen. Am Anfang habe ich einen Fehler gemacht, aber dann habe ich an Vertrauen zurückgewonnen. Valentino hat mich überholt und ich bin ihm eine halbe Runde gefolgt. Als ich bemerkt habe, dass ich schneller als er sein kann, habe ich versucht, ihn zu überholen. Wir haben begonnen, zu kämpfen und haben uns ohne Kontakt überholt. In Kurve 14 hat er mich von innen überholt, ich habe das Bike aufgerichtet und er fuhr einfach gerade weiter. Ich habe gesehen, wie er mich angeschaut hat. Ich wusste nicht, was ich machen soll. Dann hat er mich rausgeworfen, indem er meinen Bremshebel eingetreten hat, sodass ich gestürzt bin."

Andrea Iannone (Ducati, DNF): "Ich bin sehr enttäuscht, denn zum zweiten Mal in dieser Saison hatte ich in einem wichtigen Moment Probleme mit meinem Bike. Ich hätte um den vierten Platz in der Weltmeisterschaft kämpfen können. Es bestand die Chance, ein gutes Rennen zu fahren, denn heute Morgen lief noch alles gut. Wahrscheinlich hat der Fahrer vor mir beim Start einen Stein aufgewirbelt."

Andrea Dovizioso (Ducati, DNF): "Heute waren die Bedingungen wirklich schwierig, denn es war sehr heiß und es war nicht möglich, so wie im Training zu pushen. Ich habe versucht, die Situation unter Kontrolle zu halten, um die Zielflagge unter guten Umständen zu überqueren. Crutchlow hat versucht, mich beim Richtungswechsel in Kurve fünf und sechs zu überholen. Er hat es aber nicht geschafft und ich habe damit die Front verloren."

Loris Baz (Forward Racing, DNF): "Leider musste ich das Rennen früher als erwartet beenden. Ich hatte einen schlechten Start, aber in der ersten Kurve in der zweiten Runde konnte ich auf der Strecke nichts mehr machen. Es ist schade, denn ich habe die Chance auf Punkte verloren."


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