Formel 1

Das ist total bescheuert - Heidfeld will Hirn für Sutil finden

Nick Heidfeld brachte kein Verständnis für Adrian Sutil auf, nachdem der ihn aus dem Rennen in Singapur geschossen hatte.
von Falko Schoklitsch

Motorsport-Magazin.com - Nick Heidfeld war nach seinem unverschuldeten Ausfall in Singapur doch ein wenig ungehalten. Nachdem ihn Adrian Sutil aus dem Rennen geschossen hatte, brachte der BMW-Sauber-Pilot jedenfalls überhaupt kein Verständnis für das Verhalten seines Landsmanns auf, der sich gedreht hatte und dann einfach schnell auf das Gas stieg, um sich zurückzudrehen, wobei er Heidfeld abschoss. "Was sollst du dazu sagen? Der fährt einfach in mich rein. Da frage ich mich, was da in dem Kopf vorgeht, um es vorsichtig auszudrücken", sagte Heidfeld und drückte sich kurz darauf dann nicht mehr so vorsichtig aus. "Er kann ja nicht auf die Strecke fahren, wenn ich da ankomme, das ist total bescheuert."

Vielleicht sollten wir ein Hirn für ihn finden
Nick Heidfeld

Gegenüber dem englischen Fernsehen wurde er noch etwas deutlicher und meinte auf die Frage, ob sein Team etwas wegen des Zwischenfalls unternehmen wird: "Vielleicht sollten wir ein Hirn für ihn finden." Die FIA wird den Zwischenfall in jedem Fall noch einmal untersuchen und es scheint wahrscheinlich, dass es für Sutil noch eine Strafe gibt - zehn Startplätze Rückversetzung in Suzuka wären denkbar. "Ich kann mir gut vorstellen, dass er bestraft wird, aber das bringt mir nichts", meinte Heidfeld.

Sutils Erklärung

Sutil versuchte sich zu entschuldigen, auch wenn er den Zwischenfall etwas anders erlebt hatte. "Nach dem Start hing ich hinter Jaime [Alguersuari] und ich kam nicht vorbei. Am Ende hatte ich einige Gelegenheiten zum Überholen, aber es reichte nicht. Ich sah eine Lücke, versuchte es wieder, er machte die Tür zu, wir berührten uns und ich drehte mich. Dann kam Nick um die Kurve und traf meinen Vorderflügel. Es tut mir leid für ihn. Ich wollte den Motor am Laufen halten - ich sah nicht, dass da Autos kamen, weil ich direkt neben der Absperrung vor mir war, die Autos flogen um die Kurve", sagte der Force-India-Pilot.

Hier gibt es immer Safety Car Phasen, leider war ich diesmal Teil davon
Nick Heidfeld

Heidfeld half das nur wenig. Seine Serie an Rennankünften war zu Ende. Dabei musste er sich schon vor dem Start ärgern, als sein Startplatz an die Box verlegt wurde. "Man nimmt das aber schnell hin, denn man kann eh nichts ändern. Man sieht nach vorne, auch wenn es recht aussichtslos ist. Man will das Beste draus machen. Hier gibt es immer Safety Car Phasen, leider war ich diesmal Teil davon", erklärte er. Punkte hätte er aber auch ohne Unfall nicht für möglich gehalten.


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