Da ist er, der zweite Ferrari-Sieg der Saison! Charles Leclerc gewinnt den Großen Preis von Großbritannien. Mit einem phänomenalen Start ging der Monegasse an Pole-Setter Kimi Antonelli vorbei und behielt danach die Führung. Damit sicherte er sich seinen ersten Sieg in Silverstone und seinen ersten seit dem Grand Prix der USA 2024. Kaum zu glauben, aber der Monegasse schaffte es in den letzten beiden Rennen in Großbritannien nicht in die Punkteränge.

Lokalmatador Lewis Hamilton profitierte in der Schlussphase des Rennens von Problemen am Mercedes von Kimi Antonelli und schien dadurch der sichere Zweite zu sein. Doch dann löste Max Verstappen durch einen Abflug in Kurve 15 kurz vor Rennende eine Safety-Car-Phase aus. Hamilton kam an die Box, während George Russell draußen blieb und darauf spekulierte, dass das Rennen nicht wieder freigegeben werden würde. Die Mercedes-Strategen behielten damit recht und Hamilton musste sich hinter Russell mit dem dritten Platz begnügen.

Russell stand damit zum ersten Mal in seiner Karriere bei seinem Heim-Grand-Prix auf dem Podium, Hamilton holte sein fünfzehntes Top-3-Finish in Silverstone.

Platz vier ging an Lando Norris. Der dritte Brite im Bunde hat aber noch Chancen auf ein Podium, denn gegen Hamilton wird wegen eines Vergehens unter gelber Flagge ermittelt. Dahinter beendete Isack Hadjar den Grand Prix auf Platz fünf.

Die beiden Racing Bulls schlugen sich wacker und profitierten von den Ausfällen vor ihnen. Liam Lawson sicherte sich den sechsten Platz. Arvid Lindblad beendet sein erstes Heimrennen auf dem siebten Platz. Die Racing Bulls rücken damit bis auf einen Punkt an Alpine in der Konstrukteurs-WM heran.

Gabriel Bortoleto ging nach einem schwierigen Qualifying heute von Platz elf ins Rennen und war ebenfalls ein Nutznießer der vielen Ausfälle und Probleme der Top-Gruppe. Der Audi-Pilot fuhr als Achter über die Ziellinie und sammelte damit gute Punkte für sein von Ausfällen geplagtes Team.

Auch die Alpine-Piloten schafften es heute beide in die Punkteränge. Franco Colapinto machte im Rennen zehn Plätze gut und beendete den Grand Prix auf dem neunten Platz. Sein Teamkollege Pierre Gasly holte mit Platz zehn den letzten Punkt für das Team aus Enstone.

Wer hat das Formel-1-Rennen in Silverstone gewonnen? Das Ergebnis

PlatzFahrerTeamRückstand
1Charles LeclercFerrari
2George RussellMercedes+0.427
3Lewis HamiltonFerrari+0.772
4Lando NorrisMcLaren+1.149
5Isack HadjarRed Bull+1.598
6Liam LawsonRacing Bulls+2.023
7Arvid LindbladRacing Bulls+2.214
8Gabriel BortoletoAudi+2.413
9Franco ColapintoAlpine+3.229
10Pierre Gasly Alpine+3.445
11Oscar Piastri McLaren+4.014
12Carlos SainzWilliams+4.391
13Oliver BearmanHaas+5.245
14Esteban OconHaas+5.512
15Sergio PerezCadillac+7.403
16Kimi AntonelliMercedes+8.005
17Valtteri Bottas Cadillac+8.162
18Fernando AlonsoAston Martin +110.112 (1L)
19Lance StrollAston Martin+111.882 (1L)
20Max Verstappen Red BullDNF
21Alex AlbonWilliamsDNF
22Nico Hülkenberg AudiDNF

Safety-Car würfelt F1-Spitze in Silverstone durcheinander

Aufmerksame Leser haben vielleicht bereits bemerkt, dass Kimi Antonelli den Grand Prix nur auf Platz 16 beendete. Der Mercedes-Pilot schien lange Zeit mit Charles Leclerc um den Sieg zu kämpfen - bis ihm sein Windschild am linken Vorderrad brach und sein Auto nicht mehr einlenkte. Dadurch fiel der Italiener zunächst bis auf den letzten Punkterang zurück. Aufgrund der Probleme überfuhr er zudem mehrmals die Streckenbegrenzung und handelte sich eine Fünf-Sekunden-Strafe für Track-Limits ein. Diese warf ihn – zum Unmut von Mercedes-Teamchef Toto Wolff, komplett aus den Punkterängen heraus. Nachspiel nicht ausgeschlossen.

Max Verstappen lieferte aber die finale Entscheidung im Kampf um den Sieg. Der Red-Bull-Pilot flog kurz vor Schluss in Kurve 15 ab und sorgte für eine Safety-Car-Phase. Lewis Hamilton nutzte diese, um sich neue Reifen für eine mögliche Restart-Phase zu holen. Diese kam jedoch nicht, weil die Rundenanzahl nicht mehr dafür ausreichte. Er verlor dadurch eine Position und den Ferrari-Doppelsieg.

Kurioser Quali-Trick: So trickst Mercedes die F1-Regeln aus (09:47 Min.)