Fernando Alonso holte für Aston Martin in Monaco den ersten Punkt der Saison. Das gibt dem Team und Honda auftrieb. Doch nur an zufälligen Ausfällen und Strafen lag der Punktgewinn nicht, denn: Aston Martin hatte die möglichen Strafen in der Boxengasse schon vor dem Rennen im Blick. "Wir haben uns mehr Spielraum gelassen", sagt Mike Krack, Ex-Teamchef von Aston Martin.

Das Team erwartete in Monaco eigentlich ein gutes Wochenende. Denn dank den vielen engen Kurven und wenigen Geraden war der Honda-Motor kein großer Nachteil. Dennoch war die Performance nicht konkurrenzfähig. "Es ist uns nicht gelungen, die Leistung aus dem Auto herauszuholen. Wir sind von ganz hinten gestartet, mit keiner guten Leistung", so der Chief Trackside Officer Aston Martin Teams. Für Barcelona sieht es noch schlechter aus.

Fernando Alonso und Aston Martin holen Punkt dank sauberem F1-Rennen

Den Punkt hat das Team vor allem den vielen Strafen der anderen Piloten zu verdanken. Besonders bezüglich des Themas Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse. Denn Aston Martin hatte schon am Freitag einen Verstoß Gegen das Limit festgestellt. "Wir haben einfach beschlossen: Das könnte im Rennen schiefgehen. Lass uns etwas mehr Spielraum einplanen", so Krack.

Am Ende könnte diese Maßnahme Aston Martin und Fernando Alonso den ersten Punkt der Saison eingebracht haben. Der Spanier blieb im Gegensatz zu Franco Colapinto straffrei. "Wir mussten es so sauber wie möglich halten, nur dann hätte es vielleicht eine Chance gegeben, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wir haben zwar nicht über Punkte gesprochen, aber so ist es gelaufen", sagt Krack.

Doch der Luxemburger betont auch: "Da ist ein gewisses Maß an Glück im Spiel, denn man braucht die roten Flaggen und die Safety Cars um wieder in die Führungsrunde zu kommen. Das ist nichts, was man allzu sehr feiern sollte, aber ich denke, es war eine schöne Belohnung."

"Wird auf dem Papier schwer!" - Aston-Martin-Albtraum Barcelona?

Der Cirucit de Barcelona-Catalunya ist dagegen eine ganz andere Strecke als die Strecke in Monte Carlo. Es gibt deutlich mehr Highspeed-Kurven und gerade Passagen. Dem AMR26 spielt das nicht in die Karten. “Auf dem Papier wird es in Barcelona hart werden”, weiß auch Mike Krack.

Deswegen will Krack die Strecke, auf der die Formel 1 bereits im Winter testete, nicht als Gradmesser nehmen. "Das ist keine gute Strecke für unser Paket. Deshalb sollten wir nicht zu viel Negatives daraus ziehen." Im Übrigen fuhr Aston Martin im Winter durch die verspätete Ankunft des Autos an der Strecke sowieso deutlich weniger Kilometer in Barcelona als die Konkurrenz und dürfte daher deutlich weniger Daten haben.

Sergio Perez hätte eigentlich einen Punkt für Cadillac geholt. Doch wegen mehrerer falscher Starts wurde er bestraft. Wir haben darüber mit Christian Danner im folgenden Video gesprochen. Klickt euch rein!

Perez mit 3 Anfängerfehlern? Danner: Triple-No-Go! (06:05 Min.)