McLaren hat ein Horror-Rennen in Kanada hinter sich. Zuerst entschied sich das Formel-1-Team mit den Intermediates für die falschen Reifen, im weiteren Verlauf mussten Lando Norris und Oscar Piastri ihre Autos abstellen. Nach dem Rennen in China ist es in fünf Rennen schon die zweite Nullnummer für das Team diese Saison. 113 Punkte fehlen auf Mercedes. Teamchef Andrea Stella gibt die Hoffnung aber nicht auf: "Wir wollen, dass die Meisterschaft in Abu Dhabi entschieden wird."
Kanada will der Teamchef nicht als Richtwert für den derzeitigen Stand des Teams sehen. "Hier hatten wir Probleme in so ziemlich allen Bereichen des Rennsports. Von der sportlichen Seite über die Zuverlässigkeit bis hin zu einem Unfall", so Stella.
Stella schreibt WM-Titel für McLaren nicht ab: Es ist nichts entschieden!
Deswegen steht für den McLaren-Teamhef und das aktuelle Weltmeister-Team fest: "Wir sind fest davon überzeugt, dass die Meisterschaft noch nicht entschieden ist. Wir wollen bei dieser Meisterschaft dabei sein."
Beim aktuellen Rückstand scheint das jedoch fast zu optimistisch. In den ersten fünf Rennen holte Mercedes mehr als doppelt so viele Punkte wie McLaren (219 zu 106). Doch Stella will sich davon nicht abschütteln lassen.
"Wir sind gerade fünf von mindestens 22 Rennen gefahren. Wir werden sehen, ob wir uns bei den nächsten Rennen erholen können. Wir versuchen einfach, jeden Tag dazuzulernen", so Stella. Immerhin: Ein ähnliches Spektakel ist McLaren schon einmal gelungen - und das ist nicht allzu lange her.
| Jahr | Punktzahl McLaren | Punktzahl WM-Leader | Punkte-Differenz |
|---|---|---|---|
| 2026 | 106 | 219 | 113 |
| 2024 | 96 | 195 | 99 |
2024 hatte McLaren nach fünf Rennen 96 Punkte, sogar zehn weniger als 2026. WM-Leader Red Bull hatte 195 Punkte. Am Ende der Saison hieß der Konstrukteurs-Weltmeister McLaren mit 666 Punkten. Red Bull wurde mit 589 Punkten lediglich dritter. "Das ist eine starke Entschlossenheit, die wir bei McLaren haben, und wir wollen dies verwirklichen."
McLaren-Teamchef Stella: Wollen das Positive vom F1-Saisonstart mitnehmen
Und Fairerweise: Die Entwicklungskurve von McLaren zeigte in den ersten fünf Rennen 2026 in die richtige Richtung. Zu Beginn der Saison war das Team klar dritte Kraft, in Kanada waren die Papayas abgesehen vom Rennen zweite Kraft vor Ferrari. Lando Norris fuhr im Sprint sogar mit den Mercedes mit. "Es gibt ermutigende Anzeichen hinsichtlich der Entwicklung des Autos und wie viel wir über die Nutzung unserer Antriebseinheit lernen", so Stella.
Gerade zu Beginn der Saison hatte McLaren dagegen noch Verständnisschwierigkeiten bezüglich Energiemanagement, die das Mercedes-Werksteam schon früher hatte. Diese Lücke schlossen die Papayas bisher nach und nach. "Der Saisonstart war sicherlich, eine Herausforderung. Wir hatten Probleme verschiedener Art. Aber wir wollen das Positive mitnehmen", verdeutlicht Stella.
McLarens Strategie sowie andere wichtige Themen des Kanada GP haben wir im folgenden Video besprochen. Jetzt anschauen!



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