Sergio Perez ist in der Formel 1 2026 mit Cadillac sportlich ein reiner Nebendarsteller.
Für den sechsfachen Grand-Prix-Sieger ist das Jahr mit dem US-amerikanischen Neueinsteiger bisher trotz allem ein voller Erfolg. Seinen Teamkollegen Valtteri Bottas hat er beim Comeback deutlich im Griff. Nach seinem unrühmlichen Abgang bei Red Bull Ende 2024 ist seine Form in der bisherigen Saison für ihn ein Beleg einer erfolgreichen Vergangenheitsbewältigung.
Bottas im Griff, nur Punkte fehlen
"Ich bin mit dem Niveau meiner Performance, die ich bisher in diesem Jahr abgeliefert habe, sehr zufrieden", so der 36-Jährige. In Monaco hätte es beinahe mit Cadillacs erstem WM-Punkt geklappt, doch drei Vergehen derselben Natur handelten Perez im Nachgang eine Strafe ein. Den Punkt erbte ausgerechnet Aston Martin, die am Ende des Feldes bisher der direkte Konkurrent von Cadillac sind.
Formel-1-Experte Christian Danner ging mit Sergio Pérez nach dem Monaco-Debakel hart ins Gericht: "Einfach saublöd!" mehr dazu hier:
Im Kampf um die hinteren Startreihen fällt es Perez dementsprechend schwer, Akzente zu setzen. Doch der direkte Vergleich mit Valtteri Bottas spricht eine klare Sprache. In den Qualifyings für Sprint und Grand Prix steht es kumuliert 10:4, in den Rennen 9:4 für den Mexikaner. "Sowohl im Qualifying als auch im Rennen bin ich ziemlich solide, damit bin ich zufrieden", freut er sich.
Sergio Perez' Selbstvertrauen ging bei Red Bull kaputt
Das sah bei seinem vorläufigen Abschied nach vier Jahren mit Red Bull ganz anders aus. Im teaminternen Duell mit Max Verstappen unterlag Sergio Perez mit 23:1. Während der Niederländer mit neun Siegen seinen vierten WM-Titel einfuhr, blieb er als Achter in der Gesamtwertung blass. Das Team trennte sich nach dieser desolaten Leistung von ihm.
"Ich denke, mein Selbstvertrauen ist vollständig zurückgekehrt und ich bin sehr glücklich. Es fühlt sich ganz danach an, als hätte ich das Vertrauen, das mir in den letzten sechs Monaten bei meinem vorherigen Team verloren gegangen ist, ganz wiedererlangt und ich bin überzeugt, dass ich wieder auf einem sehr hohen Level fahre", sagt er.
Rolle als F1-Underdog
Im Mittelfeld galt Sergio Perez seit seinem Debüt 2011 mit Sauber jahrelang als Erfolgsgarant. Bereits in seinem zweiten Jahr eroberte er für die Schweizer drei Podien. Danach gelang ihm das Kunststück mit Force India respektive Racing Point ganze sieben Mal, inklusive des sensationellen Sieges beim Sakhir GP 2020.
Bei Cadillac fühlt sich Perez wieder ähnlich wohl wie in seiner früheren Rolle als F1-Underdog. "Ich fühle mich mit dem Auto wieder als eine Einheit, und mit dem Team. Das bringt das ganze Selbstvertrauen zurück und du weißt dadurch, dass du wieder auf deinem Maximum performen kannst", erklärt er. Auch die alten Stärken sind wieder zurück: "Ihr könnt sehen, dass meine Rennpace extrem gut ist. Das Qualifying ist gut, aber bei der Rennpace mache ich wieder den Unterschied."


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