Das erste Qualifying-Segment der Formel 1 Japan ist gerade vorbei. Auf den letzten sechs Plätzen und damit von der Teilnahme am Q2 ausgeschlossen sind die beiden Aston Martins, die beiden Cadillacs, Oliver Bearman und Alex Albon. Bis auf den sonst starken Haas ist das eigentlich nichts Besonderes. Die deutschen TV-Sender haben bereits auf Werbung geschaltet, da blendet die internationale Regie einen Funkspruch des Williams-Piloten ein, der einige Fragen aufwirft.

"Wo war ich langsamer im Vergleich zu Carlos [Sainz]?", fragte Albon seinen Renningenieur James Urwin. "Das willst du wahrscheinlich nicht wissen, aber du kannst es dir wahrscheinlich denken", antwortet dieser. Dem Thai-Briten fehlten 0,161 Sekunden auf die Zeit seines Teamkollegen, 0,157 Sekunden fehlten ihm für den Q2-Aufstieg. Albon erwidert sarkastisch: "Ja, ich beschwere mich seit drei Rennen in Folge, dass etwas nicht stimmt. Aber ich bin mir sicher, das ist nur mein Fahrstil."

Der Ausbruch kam plötzlich und hinterlässt Fragezeichen. Bisher war nicht öffentlich bekannt, dass Albon ein Problem bei nur seinem FW48 vermutete. Nach dem Qualifying wollte er das Thema nicht weiter ausführen und blieb vage: "Es ist nichts, dass ich außerhalb des Teams besprechen möchte. Wir arbeiten generell an ein paar Problemen, aber es ist etwas, das gefühlt schon länger da ist. Wir müssen weiter dranbleiben und schauen, ob wir das Problem finden können."

Daten verraten nichts über Williams-Problem! Glaubt das Team Albon nicht?

Das genaue Problem ist in den Daten des Qualifyings nicht zu erkennen. Die einzige Auffälligkeit ist, dass Albon auf den Geraden mehr verliert als Sainz. Im ersten Sektor, der in Suzuka zu einem Großteil aus Kurven besteht, war Albon auf seiner zweiten Q1-Runde schneller als sein Teamkollege, in den anderen beiden verlor er Zeit auf Sainz.

Der sarkastische Ton des Funkspruchs lässt vermuten, dass das Team Albons Fahrstil für den Unterschied zwischen den Teamkollegen verantwortlich machte. Doch er selbst ist davon überzeugt, dass es ein Problem am Auto ist. Zweifelt Williams an der Glaubwürdigkeit seines Stammfahrers? "Es ist nicht so, dass sie mir nicht glauben", beschwichtigte Albon. "Es ist nur so, dass das Team hart daran arbeitet, herauszufinden, was los ist. Wir haben es nur noch nicht gefunden."

Fakt ist jedenfalls, dass Williams mehr als ein Problem hat. Carlos Sainz kam mit seiner Rundenzeit zwar ins Q2, konnte dort aber nichts reißen und startet den Japan GP von Platz 16. Sein Teamkollege folgt direkt hinter ihm auf P17. Zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es für Albon, wenn auch mit bitterem Beigeschmack. "Das Auto hat sich gut angefühlt, die Balance war gut. Wir sind schnell in den Kurven", freute sich der Thai-Brite, schob aber direkt nach: "Aber es fehlt uns überall anders."

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