McLaren hat im 2. Training der Formel 1 in Japan am Freitag eine Kampfansage geliefert. Oscar Piastri fuhr am Nachmittag in Suzuka hauchdünn die Bestzeit vor Mercedes-Fahrer Kimi Antonelli. WM-Leader George Russell folgte auf Platz drei vor Lando Norris. Der Weltmeister konnte nach technischen Problemen an seinem McLaren erst spät ins Geschehen eingreifen. Ferrari präsentierte sich mit Respektabstand als dritte Kraft. Max Verstappen kam im Red Bull nicht über Platz zehn hinaus.
Das Ergebnis: Mit dem Soft-Reifen fuhr Oscar Piastri auf dem 5,807 Kilometer langen Suzuka International Racing Course in 1:30.133 Minuten die schnellste Rundenzeit des Tages. Der Australier war dabei eine knappe Zehntelsekunde schneller als Kimi Antonelli, der einmal mehr vor seinem Mercedes-Teamkollegen landete. George Russell büßte knapp zwei Zehntel auf Piastri ein. Lando Norris lag als Vierter schon eine halbe Sekunde zurück.
Ferrari sortierte sich mit Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf den Plätzen fünf und sechs ein. Die Roten fanden dabei diesmal nicht den Anschluss an die Spitze. Das Verfolgerfeld wurde von Nico Hülkenberg im Audi angeführt. Der Deutsche lag 1,3 Sekunden über der Bestzeit von Piastri. Dahinter komplettierten Alex Albon, Oliver Bearman und Max Verstappen die Top-10. Isack Hadjar kam im zweiten Red Bull nicht über Platz 15 hinaus.
Das Schlusslicht bildeten einmal mehr Aston Martin und Cadillac. Valtteri Bottas belegte mit 2,4 Sekunden auf die Piastri-Bestzeit den 18. Platz. Dahinter folgte mit einem Rückstand von einer Sekunde Fernando Alonso, der das FP1 ausgelassen hatte. Sergio Perez und Lance Stroll belegten die Plätze dahinter. Ohne Zeit blieb Arvid Lindblad, der aufgrund eines Getriebeproblems nicht fahren konnte.
McLaren und Audi mit Technik-Ärger im 2. Training in Suzuka
Die Technik: Für Lando Norris begann das FP2 mit schlechten Nachrichten. Am McLaren des Weltmeisters musste ein Hydraulik-Leck behoben werden. Erst nach 25 Minuten griff er ins Geschehen ein. Arvid Lindblad hatte mit seinem Racing Bulls ebenfalls Ärger. Der Rookie hatte bereits auf seiner ersten Runde ein Problem mit dem Getriebe, das beim Herunterschalten in den Anti-Stall ging. Er verbrachte daraufhin den Rest der Session in der Box.
Nach knapp zehn Minuten blieb Alex Albon mit seinem Williams kurzzeitig stehen. Der Thailänder war zwischen den Kurven eins und zwei ausgerollt und stand innen von der Ideallinie. Nach einem Reset konnte er weiterfahren und das Training davon unbeeinträchtigt fortsetzen. Gabriel Bortoleto war am Nachmittag ebenfalls lange Zeit zum Zuschauen verdammt. Am Audi des Brasilianers gab es ein vom Team nicht benanntes Problem. Erst zehn Minuten vor Schluss konnte er die Garage verlassen.
Lando Norris mit Startschwierigkeiten
Die Zwischenfälle: Bereits früh in der Session kamen sich Franco Colapinto und Max Verstappen vor der berüchtigten Highspeed-Kurve 130R in die Quere. Der Alpine-Fahrer wedelte auf der langen Geraden vor Turn 15 über die gesamte Streckenbreite und schaute nicht in den Rückspiegel. Dabei behinderte er den herannahenden Verstappen. Er wird nach dem FP2 von der Rennleitung für erratisches Fahren untersucht.
Lando Norris brauchte nach dem verspäteten Start eine Weile, um in den Rhythmus zu kommen. Zunächst ging er in Kurve 13 weit und musste dort durch die asphaltierte Auslaufzone fahren. In der Spoon-Kurve wurden bereits im ersten Training mehrere Fahrer vom Wind herausgetragen. Wenig später verbremste sich Norris in der Schikane vor Start-und-Ziel und musste abkürzen.
Das Wetter: Zu Beginn der Session um 15:00 Uhr Ortszeit herrschten in Suzuka milde 17 Grad Celsius. Damit war die Außentemperatur identisch mit dem während des FP1 gemessenen Wert. Der Asphalt lag bei klarem Himmel und Sonnenschein bei 26 Grad Celsius. Die Luftfeuchtigkeit betrug 46 Prozent.


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