Der Regen sollte den Rennsonntag in Le Mans laut den Prognosen ordentlich aufmischen. Am Ende war aber nur die Moto3 betroffen. Genau das wusste jedoch Rookie Leo Rammerstorfer zu nutzen. In einem wahren Crash-Festival hielt sich der Österreicher schadlos und punktete erstmals in der Motorrad-WM.

Durchkommen als oberstes Gebot: Rammerstorfer liefert fehlerfreie Fahrt in Le Mans

"Ich habe in den Einführungsrunden ein gutes Gefühl gehabt im Regen. Das ist immer wichtig, wenn es nass ist. Das hier ist eine Strecke, auf der der Grip im Nassem immer etwas zu wünschen übriglässt. Deswegen denke ich, dass Durchkommen das erste Ziel ist. Wenn ich das Gefühl so aufrechthalten kann, wird das gut", hatte Rammerstorfer noch vor dem Rennen am Mikro von ServusTV prognostiziert.

Der SIC58-Pilot sollte recht behalten: Wer in der Regenschlacht die Zielflagge sah, hatte auch Erfolg. "In wirklich schwierigen und rutschigen Bedingungen habe ich es geschafft, das Rennen auf Platz 14 zu beenden und meine ersten Weltmeisterschaftspunkte zu holen. Das war ein solides Rennen und wir haben dieses Wochenende viel dazugelernt. Jetzt geben wir weiter Gas!", schrieb der 22-Jährige danach auf Instagram.

Erste Moto3-Punkte für Österreich seit fünf Jahren

Damit wurde er zum ersten Österreicher in den Punkten, seit Maximilian Kofler 2021 beim Steiermark Grand Prix Neunter wurde. Für Leo Rammerstorfer gilt es nun, das positive Gefühl der ersten Punkte auch ins Trockene mitzunehmen. In Le Mans gab es in den Trainings leichte Fortschritte zu sehen, ehe ein "dummer Fehler" ihn im Qualifying nicht über Startplatz 24 hinauskommen ließ. Da er sich nicht immer auf das Wetter verlassen kann, sind die ersten Zähler in einem Trockenrennen nun das nächste logische Ziel.

Nicht ins Ziel kam in Le Mans wieder einmal Francesco Bagnaia. Der Italiener war stinksauer, denn die Technik hatte ihn im Stich gelassen: