Die Moto3 erlebt in Le Mans ein wahres Crashfestival. Auf nasser Strecke stürzen zahlreiche Piloten, nur 18 kommen ins Ziel. Gewonnen wird das Rennen einmal mehr von Maximo Quiles, der von seinen Verfolgern zu keinem Zeitpunkt ernsthaft unter Druck gesetzt werden konnte. Polesitter Adrian Fernandez wird Zweiter, Matteo Bertelle bejubelt als Dritter sein erst zweites Grand-Prix-Podium. Leo Rammerstorfer holt als 14. unterdessen seine ersten Punkte in der Motorrad-WM.

In der Weltmeisterschaft setzt sich Quiles immer weiter ab. Er hält nun bei 115 Punkten und hat damit schon 46 Zähler Vorsprung auf den auch in der WM auf Rang zwei liegenden Fernandez.

Moto3 in Le Mans: Der Rennfilm

Die Startaufstellung: 1. Fernandez, 2. Quiles, 3. Kelso, 4. Morelli, 5. Munoz, 6. Pratama, 7. Uriarte, 8. Carpe, 9. Bertelle, 10. O'Shea, 11. Pini, 12. Danish, 13. Almansa, 14. Perrone, 15. Buchanan, 16. Rios, 17. Cruces, 18. Ogden, 19. O'Gorman, 20. Esteban, 21. Yamanaka, 22. Carraro, 23. Salmela, 24. Moodley, 25. Rammerstorfer, 26. Mitani

Das Wetter: Wie befürchtet setzte am Sonntagvormittag gegen 10 Uhr auf dem Bugatti Circuit Regen ein, der den Asphalt bis zum Rennstart um 11 Uhr durchnässte. Folglich wurde von der Rennleitung ein Regenrennen deklariert. Da die Moto3 am diesem Wochenende zuvor aber noch keine Session im Nassen hatte, kam eine Sonderregel zur Anwendung. Die Boxengasse wurde für zehn Minuten geöffnet, um mehrere Sichtungsrunden zu ermöglichen. Des Weiteren wurde die Renndistanz von 20 auf 13 Runden verkürzt.

Start: Maximo Quiles kommt überragend weg und übernimmt die Führung vor Joel Kelso und Marco Morelli. Brian Uriarte ist kurzzeitig Vierter, kommt dann aber in Kurve eins zu Sturz. Damit übernimmt David Munoz Platz vier, aber ebenfalls nur für wenige Augenblicke. Denn der Intact-Pilot geht dann in Kurve zwei zu Boden. Somit ist Polesitter Adrian Fernandez wieder Vierter, der keinen guten Start hingelegt hatte.

Runde 1/13: WM-Leader Quiles geht direkt hohes Risiko und setzt sich ab. Hinter ihm hat sich Fernandez wieder auf Platz zwei nach vorne gearbeitet, dann Morelli und Kelso. Dahinter geht eine weitere Lücke zu Alvaro Carpe, Matteo Bertelle, Valentin Perrone und Casey O'Gorman auf.

In Kurve sechs gibt es den dritten Sturz des Tages: Cormac Buchanan hat es erwischt.

Runde 2/13: Fernandez kann sich von Morelli und Kelso lösen, ihm fehlen nur noch drei Zehntel zu Quiles.

O'Gorman stürzt im dritten Sektor.

Runde 3/13: Die nächsten Sturzopfer: Perrone geht in der Dunlop-Schikane zu Boden, Kelso wenig später in Kurve neun.

Runde 4/13: Die Sturzorgie geht weiter: Erst erwischt es Nicola Carraro, dann Carpe und letztlich auch noch Morelli! Letzterer kann immerhin direkt wieder weiterfahren und das Rennen auf P15 wieder aufnehmen.

Runde 5/13: Endlich mal eine Runde ohne Abflug. Quiles hat an der Spitze wieder den Turbo gezündet, ist auf zwei Sekunden von Fernandez enteilt. Hinter dem Leopard-Piloten liegt jetzt Bertelle auf Rang drei. Der Italiener bekommt allerdings eine Longlap-Penalty, weil der in Kurve zehn abgekürzt hat.

Runde 6/13: Bertelle absolviert die Longlap direkt und bleibt sogar Dritter, weil er genug Vorsprung auf seine Verfolger um Veda Pratama, Joel Esteban, Guido Pini und Scott Ogden hatte.

Uriarte stürzt noch ein zweites Mal.

Runde 7/13: Nun geht auch Jesus Rios zu Boden. Leo Rammerstorfer ist als 15. damit in den Punkten angelangt.

Runde 8/13: Und direkt zwei weitere Abflüge: Ogden hat es in Kurve drei erwischt, außerdem fliegt Rico Salmela Ausgang Kurve zehn per Highsider ab.

Runde 11/13: Das Geschehen hat sich nun etwas beruhigt. Quiles führt weiter zwei Sekunden vor Fernandez, hat also alles unter Kontrolle. Schnellster Mann auf der Strecke ist der Drittplatzierte Bertelle, dem aber weitere 2,5 Sekunden auf Fernandez fehlen.

letzte Runde 13/13: Während sich langsam erste trockene Stellen auf dem Asphalt abzeichnen, scheinen die vordersten Plätze allesamt bezogen.

Zieleinlauf: Quiles lässt nichts mehr anbrennen, er gewinnt in Le Mans mit 1,888 Sekunden Vorsprung! Fernandez wird Zweiter, Bertelle komplettiert das Podium. Platz vier geht an Pratama, dann Esteban und Pini. Adrian Cruces holt sich den siebten Rang, David Almansa wird Achter. Eddie O'Shea und Hakim Danish vervollständigen die Top-10.

Perrone holt sich trotz Sturz den elften Rang vor Ryusei Yamanaka, dann der ebenfalls gecrashte Morelli auf P13. Rammerstorfer bringt Platz 14 ins Ziel, Uriarte holt sich trotz zwei Abflügen den letzten WM-Punkt.