"Es ist nur harmlos das Vorderrad eingeklappt", war noch das Beste, was Leo Rammerstorfer von seinem Rennen in Austin berichten konnte. Im Gegensatz zu Brasilien brachte sein Sturz diesmal keine Schmerzen mit sich. Danach nahm er die Fahrt sogar wieder auf, hechelte aber dem Feld hinterher. So wie leider das gesamte Wochenende.

Verkrampfter Leo Rammerstorfer übertreibt es

"Es war ein bisschen die Lücke zur Gruppe vor mir aufgegangen und ich wollte wieder ranfahren, weil ich davor einen Fehler begangen hatte. Das war dann leider zu viel. Es war generell ein sehr schwieriges Wochenende", konstatierte der Moto3-Rookie. Wie es an der Spitze zuging, lest ihr in unserem Bericht:

Zu keinem Zeitpunkt in den Trainings fand Rammerstorfer Anschluss an die Konkurrenz. Als er es im Rennen erzwingen wollte, folgte der Sturz über das Vorderrad. "Erstens ist es eine schwierige Strecke und zweitens habe ich einfach noch nicht ganz das Setup gefunden, das ich für mein Gefühl brauche. Ich kann noch nicht befreit fahren. Ich verkrampfe ein wenig und begehe Fehler", begann der Österreicher seine Erklärung für das Defizit.

Besonders mit Chattering am Vorderrad hat er noch so seine Probleme. Die Natur der Rennstrecke in Austin als eigentlicher Auto-Kurs scheint das noch einmal verschlimmert zu haben: "Das war leider dieses Wochenende nicht besser, sondern eher noch schlechter. Die Strecke ist durch die Autos wellig, was auf den anderen beiden Strecken [Buriram und Goiania, Anm. d. Red.] nicht der Fall war."

Moto3-Test macht Hoffnung: Neustart in Jerez angepeilt

Sich allzu lange mit der Pleite in den USA aufhalten will er nicht. "Dieses Wochenende ist sicher eines, das man einfach abhaken muss. Es heißt weitermachen", lautet das Motto. Wie gut, dass es nun die Möglichkeit gibt, sich neu aufzustellen: "Jetzt haben wir drei Wochen Zeit, eine Analyse anzustellen und neu zu starten."

Leo Rammerstorfer beim Test in Jerez
In Jerez durfte Rammerstorfer bereits testen, Foto: IMAGO / VWPics

Dann steht der Europa-Auftakt in Spanien an. Dort kennt sich Rammerstorfer deutlich besser aus als bei den drei Übersee-Rennen zum Auftakt, die für ihn neu waren. "In Jerez hatte ich einen richtig guten Test. Für dort haben wir auch ein Setup parat. Vielleicht können wir dort dann an ein paar anderen Dingen weiterarbeiten", gibt sich der SIC58-Pilot optimistisch. Das Vertrauen in seine Mannschaft ist die Basis: "Es gibt auf jeden Fall noch einiges zu tun bis Jerez, aber ich bin guter Dinge. Ich habe ein gutes Gefühl in diesem Team und das ist erstmal das wichtigste für mich."

Ganz anders sieht die Lage bei Marco Bezzecchi und Aprilia aus. Über die neue Nummer 1 der MotoGP gibt es alles in unserem Video zum US-Grand-Prix:

Ducati auch in Austin machtlos! Aprilia zementiert MotoGP-Macht (09:18 Min.)