Moto3-Rookie Leo Rammerstorfer musste in Brasilien schmerzhaft feststellen, wie schnell es nach einem Ausrufezeichen in der Motorrad-WM auch wieder nach hinten losgehen kann. Trotz Strafe, Highsidern und Prellungen gibt es Grund für Optimismus.
Strafe und Stürze: Freude über starkes Training währt nur kurz für Leo Rammerstorfer
Zunächst lief es hervorragend. Im Training am Freitag zeigte Rammerstorfer groß auf. Mit Rang neun qualifizierte er sich in seinem erst zweiten WM-Rennen bereits direkt für Q2. Doch schon wenig später gab es den ersten Dämpfer zu verkraften. Der Österreicher hatte auf der Ideallinie gebummelt und Cormac Buchanan behindert. Bei solchen Vorfällen kennen die MotoGP-Stewards seit einiger Zeit keine Gnade mehr. Auch wenn es Rammerstorfers erstes Vergehen war, bekam er eine Longlap für das Rennen aufgebrummt.

Es war leider nur der Beginn der schmerzhaften Erfahrungen. Am Samstag folgte dann ein heftiger Highsider, der den SIC58-Piloten unsanft ins Kiesbett beförderte. Im Rennen kam es zur Wiederholung der Ereignisse. "Es war leider genau der gleiche [Highsider, Anm. d. Red.] wie gestern, und auch wieder genau auf die Hüfte. Ich muss jetzt zusehen, dass das bis Texas verheilt. Das ist doch eine ziemliche Wunde. Die Prellung ist dick angeschwollen. Aber das gehört nunmal dazu", berichtete der Rookie nach seinem Ausfall gegenüber Motorsport-Magazin.com.
Brasilien macht dennoch Hoffnung: Fortschritt bei Setup und Fahrer klar
Mitschuld an diesem Unfall hatte die Strafe vom Freitag. Diese erzeugte Zugzwang: "Ich habe die Longlap am Anfang überschossen. Dann habe ich sie korrekt absolviert und dachte mir, dass ich jetzt näherkommen muss. Dabei bin ich ein bisschen auf den Dreck gekommen." Fairerweise sollte erwähnt werden, dass es sich auf dem neuen Kurs nicht gerade um eine normale Longlap handelte. Abseits der Ideallinie war die Strecke extrem rutschig und schmutzig. Es war also nicht einfach, zwischen den weißen Linien zu bleiben.
Trotz der Pleite nimmt Leo Rammerstofer mehr als blaue Flecken aus Goiania mit. Die Pace am Freitag war echt, davon ist er überzeugt: "Ich baue auf jeden Fall auf dem Positiven auf. Es hat sich wieder ein deutlicher Schritt im Setup gezeigt. Auch von meiner Seite, vom fahrerischen her, war es sicher besser als in Thailand. Jetzt gibt es schon nächste Woche die nächste Chance. Ich hoffe, dass ich darauf aufbauen kann." Auch der Kurs in Austin ist Neuland für den Nachwuchspiloten, aber das gehört eben wie das Lehrgeld aus Brasilien zu einem WM-Debüt dazu.
Wenigstens löste sich während des Rennens der Moto3 noch nicht der Asphalt auf. Damit war dann die MotoGP konfrontiert. In unserem Video gibt es die neuesten Infos zum Debakel:



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