Alpine hat dem 2. Freien Training der WEC in Spa-Francorchamps seinen Stempel aufgedrückt: Beide Prototypen des französischen Autobauers, der zum Jahresende aussteigen wird, landeten auf den vordersten Plätzen in der Zeitenliste. Jules Gounon führte das Klassement im #36 Alpine A424 (Gounon, Makowiecki, Martins) vor Markenkollege Charles Milesi in der #35 (Habsburg, Milesi, Felix da Costa) an.

Der Ablauf des 90-minütigen Trainings gestaltete sich ähnlich der Vormittags-Sessions: Alle Teams nutzten die ersten zehn Minuten, um sich mit wenigen schnellen Runden auf das Qualifying am Freitag (14:30 - 15:57 Uhr) einzuschießen. Im Anschluss fokussierten sich die Fahrer auf die Vorbereitungen zum 6-Stunden-Rennen (Samstag ab 13:00 Uhr), in dem wie beim Saisonauftakt in Imola die Michelin-Mischungen Soft und Medium zum Einsatz kommen werden.

Mick Schumacher bricht Schweigen, Verstappens Gegner enthüllt (06:51 Min.)

Alpine-Doppelführung im 2. Spa-Training

Für Alpine war Spa in der Vergangenheit stets ein gutes Pflaster: 2025 fuhr etwa der inzwischen zu den IndyCars gewechselte Mick Schumacher aufs Podium. Sein früherer Teamkollege Jules Gounon markierte die Bestzeit am heutigen Freitag und benötigte 2:01.816 für seine schnellste Runde. Damit war der Franzose gut eine Sekunde schneller unterwegs als Ferrari-Pilot Miguel Molina, der im 1. Training die Bestzeit gesetzt hatte.

Milesi (2:02.090) im Zweitplatzierten Alpine fehlten 0,274 Sekunden zu seinem Landsmann Gounon, der kommende Woche das nicht weit von Spa entfernte 24h-Rennen Nürburgring an der Seite von Max Verstappen bestreiten wird. Den beiden Alpine am nächsten kam Sheldon van der Linde im #20 BMW M Hybrid V8, den sich der Südafrikaner mit Rene Rast und Robin Frijns teilt. 'SVDL' steht vor seinem ersten WEC-Einsatz, nachdem er Imola wegen einer IMSA-Überschneidung ausgelassen hatte.

Van der Linde umrundete den 7,004 Kilometer langen Ardennenkurs in 2:02.179 Minuten. BMW-Werksfahrer Dries Vanthoor bugsierte das Schwesterauto zum fünften Rang im Klassement. "Wir hoffen, dass unser neues Evo-Paket hier wirklich zum Tragen kommt", sagte der belgische Lokalmatador, der wie IMSA-Teamkollege van der Linde sein erstes WEC-Rennen dieses Jahr bestreitet. "Ein Podestplatz wäre natürlich schön."

Sorgt Aston Martin für eine Überraschung in Spa?

Zwischen die beiden LMDh-BMW quetschte sich der #009 Aston Martin Valkyrie (Riberas, Sörensen) auf den vierten Platz. Geht für die bisher hinterherfahrenden Briten diesmal etwas? Aston Martin hinterließ schon im 1. Training einen guten Eindruck und landete hinter dem #50 Ferrari an zweiter Stelle. "Wir hatten einen guten Start und das Auto fühlt sich solide an", sagte Aston-Pilot Tom Gamble.

Der beste der drei Ferrari 499P belegte den sechsten Platz in Form der #50 (Fuoco, Molina, Nielsen), die 2025 in Spa die Pole Position erobert hatte. Dahinter fuhren der gelbe #83 Ferrari von AF Corse und der zweite Werks-Wagen mit der #51 zu den Plätzen neun und elf. Können die Italiener ihren Triumph aus dem Vorjahr wiederholen, als sie ziemlich dominant einen Doppelsieg einfuhren?

Wo steckt Auftaktsieger Toyota?

Toyota, Auftaktsieger in Imola, dürfte etwas dagegen haben, konnte in Spa aber noch nicht mit schnellen Zeiten glänzen. Der schnellste der beiden TS010 Hybrid belegte den zehnten Rang in den Händen von Kamui Kobayashi (#7 mit Conway, De Vries). Das #8 Schwesterauto folgte mit 1,5 Sekunden Rückstand auf P13. "Spa ist für uns traditionell ein eher schwieriges Rennen", sagte der frühere Formel-1-Fahrer Brendon Hartley, der sich den in Imola siegreichen #7 Toyota mit Ryo Hirakawa und Sebastien Buemi teilt.

Wenig zu sehen waren von den beiden Cadillac V-Series.R von Jota (Plätze 12 und 16) sowie WEC-Neueinsteiger Genesis Magma Racing (Plätze 15 und 17). Das Training wurde zweimal durch rote Flaggen unterbrochen: einmal zur Sessionhalbzeit wegen herumliegender Teile sowie ein weiteres Mal 20 Minuten vor dem Ende, ausgelöst durch einen GT3-Lexus. Am Freitag geht es weiter mit dem 3. Freien Training (10:10 - 11:10 Uhr).

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